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Pale Moon 30.0 unterstützt Legacy Extensions besser

Der Browser Pale Moon hat sich von einem Fork von Firefox ab 2015 zu einem eigenständigen Browser entwickelt, der in einigen Punkten von Firefox abweicht. Im letzten Jahr hatte Hauptentwickler moonchild eine Umfrage zur weiteren Ausrichtung des Browsers lanciert. Am meisten wünschten sich die Anwender mehr Legacy Extensions, die Firefox seit Ausgabe 57 nicht mehr unterstützt.

Die Entwicklung weg von Firefox hin zu einem mehr eigenständigen Produkt wurde zwar in der Vergangenheit von den Anwendern gewünscht, fand aber laut moonchild nicht ausreichend Unterstützung aus der Community. In der Erläuterung der Umfrage erklärt er die Abkehr von der bisherigen Ausrichtung:

Nun, im Grunde geht es darum, ein paar Schritte zurückzutreten und nicht mehr zu versuchen, eine separate Einheit zu sein. Es ist klar geworden, dass wir nicht weiterhin ein unabhängiges Regelwerk anstreben können, für dessen Verwirklichung wir uns hartnäckig eingesetzt haben – es sind jetzt ein paar Jahre der Anstrengung vergangen, und es funktioniert eindeutig nicht; als Projektleiter muss ich einfach zugeben, dass einige Dinge zu viel sind und nicht erreicht werden können, und wir müssen andere Ziele anstreben, anstatt uns blind auf das idyllische geistige Bild zu stürzen, das vor Jahren entstand, als die Leute sich tatsächlich für eine offene, gemeinschaftliche Entwicklung eines voll funktionsfähigen Browsers und eines Erweiterungsökosystems einsetzen wollten.

moonchild

Pale Moon rückt mit der aktuellen Version 30.0 wieder näher an Firefox heran, ohne dessen Designänderungen und das neue Erweiterungsformat seit Firefox 57 und den Folgeversionen zu übernehmen. Pale Moon wird nicht mehr den Fork Unified XUL Platform (UXP) verwenden, sondern das hauseigene Goanna Runtime Environment (GRE), dass auch die Goanna Rendering Engine beinhaltet. Jedoch macht der Entwickler klar, dass es mehr Beteiligung aus der Community benötigen wird, um die neue Ausrichtung mit Leben zu füllen und letztlich mehr Erweiterungen anbieten zu können als bisher.

Weitere Änderungen betreffen die Einführung von Global Privacy Control (GPC) anstelle des nicht durchsetzbaren Do Not Track. Zudem sind Firefox Legacy Extensions aus der Zeit vor Firefox 57 wieder direkt unterstützt. Pale-Moon-exklusive Erweiterungen müssen aktualisiert werden, um die Firefox-GUID in ihrem Installationsmanifest und, wo zutreffend, in ihren JavaScript-Komponenten und Overlays zu verwenden. Alle Änderungen können den Release Notes entnommen werden.

Pale Moon wird für Linux und Windows sowie in einer Portable-Version angeboten. Eine Version für macOS ist in Vorbereitung. Die Linux-Versionen sind auf dem Projekt-Server zu finden. Dort liegen Pakete für Fedora, Slackware, Debian und Ubuntu, bereit. Für Letztere kann auch ein Repository eingebunden werden. Distributionen wie Manjaro, PCLinuxOS, Puppy Linux, MEPIS/MX-15, Gentoo und TinyCore Linux führen Pale Moon in ihren Archiven.

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