Raspberry Pi OS

Raspberry Pi OS erhält wichtiges Update

Rund zwei Monate nach dem letzten Update erhält Raspberry Pi OS eine weitere Auffrischung auf die Versionsnummer 2022-04-04. Dabei wird unter anderem der Kernel von 5.10.x auf 5.15.30 angehoben.

pi geht in Rente

In Sachen Sicherheit wird der bisher verwendete Standard-Nutzer pi durch einen individuellen Nutzernamen ersetzt, den der Nutzer beim ersten Bootvorgang anlegen muss. Damit könnten, so die Entwickler, Brute-Force-Attacken erschwert werden, zudem werde gerade in verschiedenen Ländern eine Gesetzgebung eingeführt, die es untersage, dass mit dem Internet verbundene Geräte mit Standard-Anmeldedaten ausgeliefert werden.

Setup-Wizard erweitert

In diesem Zusammenhang gibt es auch eine Änderung im Setup-Wizard, der das System nach der Installation einrichtet. Da dort künftig der neue Nutzername vom Nutzer angelegt wird, entfällt die Möglichkeit, den Wizard zu übergehen. Auf dem Pi OS Lite Image, das ohne Wizard ausgeliefert wird, übernimmt ein Text-Prompt die Einrichtung des neuen Benutzers.

Für Leute, die ihren Raspberry Pi headless, also ohne Display betreiben, bietet das Tool Raspberry Pi Imager in Version 1.7.2 die Möglichkeit, ein Image mit einem Benutzerkonto vorzukonfigurieren. Wird ein auf diese Weise erstelltes Image zum ersten Mal gebootet wird, erscheint es bereits angemeldet mit dem erstellten Benutzer. Für Bestandsanwender wurde ein Tool integriert, um den User pi umzubenennen. Dazu dient der neue Befehl sudo rename-user.

Anlegen eines Users in Pi Imager 1.7.2

Bluetooth-Pairing erleichtert

Eine Erleichterung gibt es bei der Nutzung von Bluetooth-Tastaturen und -Mäusen. War bisher immer eine USB-Maus und/oder -Tastatur notwendig, um die Bluetooth-Peripheriegeräte zu koppeln, so erledigt dies nun der Setup-Wizard als erste Amtshandlung nach dem Booten, indem er auf Wunsch nach erreichbaren Bluetooth-Tastaturen und -Mäusen scannt und das jeweils erste gefundene Exemplar einbindet.

Experimentelles Wayland

Des Weiteren bietet Pi OS experimentelle Unterstützung für Wayland. Bereits mit der Umstellung auf Debian 11 »Bullseye« als Grundlage wechselte auch der Window Manager von Openbox zum Wayland unterstützenden Mutter. In dieser ersten Implementierung läuft Mutter als echte Wayland-Anwendung, alles andere läuft noch unter XWayland. Der Wechsel zu einer Wayland-Sitzung ist im Konfigurationstool raspi-config in den erweiterten Einstellungen untergebracht.

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