Rocky Linux

Rocky Linux erhält 26 MIO. Finanzierung

Rocky Linux und AlmaLinux sind die beiden vielversprechendsten Distributionen in der Nachfolge des eingestellten CentOS. Bisher hat es den Anschein, als habe AlmaLinux leicht die Nase vorn. Erst vor wenigen Tagen wurde AlmaLinux 8.6 innerhalb weniger Stunden nach der Veröffentlichung von Red Hat 8.6 bereitgestellt.

Deal mit Google

In letzter Zeit versucht Gregory Kurtzer, einer der Gründer von CentOS und Initiator von Rocky Linux, sein Projekt über seine als Sponsor und Service-Partner agierende Firma CIQ auf ein solideres Fundament zu stellen. Kürzlich konnte Kurtzer einen Deal mit Google vermelden, der sicherstellen soll, dass Unternehmen, die Rocky Linux in der Cloud-Infrastruktur von Google einsetzen wollen, adäquate Unterstützung erhalten.

Finanzspritze

Jetzt hat Kurtzer in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 26 MIO. US-Dollar an Land gezogen, um Rocky Linux noch bessert als für Enterprise geeignete Lösung zu platzieren. An den Release-Zyklus von Red Hats RHEL angepasste Updates und eine Zusage für zehn Jahre Support scheinen bereits jetzt viele interessierte Anwender anzuziehen, denn Kurtzer kann auf durchschnittlich 250.000 Downloads im Monat verweisen, die nach einer Veröffentlichung auf bis zu 750.000 ansteigen können. In den letzten beiden Monaten haben sich laut Kurtzer rund 10.000 Entwickler gemeldet, die zum Projekt beitragen möchten. Eine Zahl, die ein junges Projekt nicht verkraften kann.

Aktuelle Kernel

Als Nächstes steht bei Rocky Linux ein eigenes Build-System namens Peridot auf dem Plan. Zudem soll sichergestellt werden, dass Rocky Linux mit aktuellen Kerneln ausgeliefert wird. Hierzu hat man sich der Hilfe von Greg Kroah-Hartman, dem Maintainer des Mainline-Kernel-Zweigs versichert, der die Rocky Linux Special Interest Group (SIG) leitet, um dies zu gewährleisten.

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