Leap 15.4

openSUSE Leap 15.4 auf der Basis von SUSE Linux Enterprise Server 15 SP4 freigegeben

Auf die Beta vom 3. März folgte nun die stabile Veröffentlichung von openSUSE Leap 15.4. Die Veröffentlichung basiert auf dem vor rund einem Monat erschienenen SUSE Linux Enterprise Server 15 SP4 (SLES) und ist mit diesem binärkompatibel.

Desktop-Umgebungen

Wie gewohnt ist KDE die Hausmarke von Leap 15.4 und wird als Plasma 5.24 LTS ausgeliefert. Dazu gehören auch KDE Frameworks 5.90.0 und KDE Gear 21.12.2, alles basiert auf Qt 5.15.2. Daneben wird Leap 15.4 auch mit GNOME 41.5 und Xfce 4.16 und in einer Rescue-Edition als Live-Editionen für x86_64 und ARM 64-Bit (aarch64) ausgeliefert. Ferner stehen LXQt, LXDE, Cinnamon, Mate 1.26, Enlightenment 0.25.3, der Wayland-Compositor Sway 1.6 und, neu hinzugekommen, Deepin 20.3 zur Installation bereit. Als Kernel kommt Linux 5.14.21 zum Einsatz.

SLE 15 SP4 als Basis

Die Paketbasis stammt von SLE 15 SP4, die aktualisierte Toolchain bietet unter anderem systemd 249.10, Mesa 21.2.4, LLVM 13.0, Python 3.10, PHP 8.1, Perl 5.26.1, Rust 1.59, Ruby 2.5 und Go 1.17. Die Abteilung Künstliche Intelligenz (AI) wird durch TensorFlow 2.6.2, PyTorch 1.4.0, ONNX 1.6 vertreten. Als Analyse- und Visualisierungswerkzeuge für den Einsatz auf Servern kommen Grafana 7.5.12 und Prometheus 2.2.3 hinzu.

Als Browser sind Firefox 91 ESR, Chromium 99 oder Gnome Web mit an Bord, LibreOffice wird in Version 7.2.5.1 ausgeliefert. In der Abteilung Audio werkeln PipeWire, WirePlumber und der Synthesizer LV2 , im Bereich Video unter anderem Blender, Kdenlive und Krita.

LEAP Micro 5.2

Neu mit Leap 15.4 ist Leap Micro 5.2, ein leichtgewichtiges, unveränderliches (immutable) Betriebssystem, das sich für Container und virtualisierte Workloads eignet und für die Erstellung und Weiterverarbeitung von Containern auf Fedoras Podman setzt. Es bietet sich für dezentrale Computerumgebungen, Edge-Anwendungen und Embedded/IoT-Implementierungen an. Workloads können auf SLES 15 SP4 oder SLE Micro verschoben werden.

Wie bereits beim Vorgänger Leap 15.3 können Benutzer auf SLES migrieren und die Workloads wie gewohnt weiterlaufen lassen. Mit dieser Version werden die Migrationsfähigkeiten weiter ausgebaut, da das YaST-Team ein vereinfachtes Migrationswerkzeug für Migrationen zu SLES entwickelt hat.

Abbilder für viele Zwecke

Neben den Live-Abbildern sind Offline-Installations-Images für 64-Bit-Desktops, PowerPC (ppc64le)-Server, UEFI ARM 64-Bit (AArch64)-Server und -Desktops sowie IBM System Z und LinuxONE (s390x)-Server verfügbar. Abbilder für virtuelle Maschinen und OpenStackgehören ebenfalls zum Angebot. Weitere Einzelheiten hält die Ankündigung der Veröffentlichung bereit.

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