Ubuntu Core 22 führt Echtzeitverarbeitung ein

Canonical hat Ubuntu Core 22, eine Container-Variante von Ubuntu für das Internet der Dinge (IoT) und für eingebettete Systeme und weitere industrielle Hardware veröffentlicht.

10 Jahre Support

Ubuntu Core 22 basiert auf Ubuntu 22.04 »Jammy Jellyfish« LTS, erhält aber mit zehn Jahren standardmäßig die doppelte Unterstützungszeit. Die Container-Version von Ubuntu ist aber nicht für den Hausgebrauch gedacht, sondern wird von OEMs aus Bereichen wie Robotics, Networking, Digital Signage und anderen genutzt, um ihre Geräte mit einem Betriebssystem auszustatten. Im Bereich IoT hat Canonical in den letzten Jahren verstärkt Fuß gefasst und erzielt damit einen zunehmenden Teil seiner Einnahmen.

Echtzeitverarbeitung als Beta

Die Hersteller solcher Geräte können sich mit Core 22 auf die initiale Unterstützung von Echtzeitverarbeitung freuen. mit der im Englischen als Real Time Processing oder RTC bekannten Kernel-Funktion wird für zeitkritische Aufgaben die Verarbeitung von Prozessen in einem Zeitrahmen von Milli- oder gar Mikrosekunden garantiert. Bei Ubuntu Core 22 kommt hierzu ein Echtzeit-Kernel auf der Basis von Linux 5.15 zum Einsatz, dem zusätzlich ein PREEMPT_RT Patch für x86_64 und AArch64 mitgegeben wurde. Damit kann der Echtzeit-Scheduler Threads im Kernel vorbelegen und so zeitlich eingegrenzte Antworten garantieren.

Voll snappisiert

Ubuntu Core 22 setzt in jeder Hinsicht auf das Snap-Paketsystem. Das umfasst Kernel, Betriebssystem und Anwendungen. Jedes Gerät, auf dem Ubuntu Core läuft, verfügt über einen eigenen IoT-App-Store, der die volle Kontrolle über die Apps auf dem Gerät bietet und die Erstellung, Veröffentlichung und Verteilung von Software auf einer Plattform ermöglicht.

Dieses System soll transaktionale Over-the-Air-Updates (OTA) des Kernels, des Betriebssystems und der Anwendungen garantieren und im Fehlerfall automatisch auf die letzte funktionierende Version zurückrollen. Snaps biete zudem Delta-Updates, um den Netzwerkverkehr zu minimieren, und digitale Signaturen, um die Integrität und Herkunft der Software sicherzustellen.

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