RHEL

Red Hat Enterprise Linux 8.7 mit neuen Rollen und verbesserten Upgrades

Neben dem im Mai erschienenen Red Hat Enterprise Linux 9 pflegt das Unternehmen aus Raleigh in North Carolina auch den achten Zweig der Distribution weiter. Im Rahmen dessen ist gerade Red Hat Enterprise Linux 8.7 (RHEL 8.7) erschienen. Der Fokus liegt dabei auf verbesserter Sicherheit unter anderem in Form neuer Authentifizierungsfunktionen.

Dazu zählt ein neues Ansible-Tool, mit dem Unternehmen die Smartcard-Authentifizierung des Red Hat Identity Management in ihrer gesamten Infrastruktur konfigurieren und damit auch Zugriff auf RHEL-Systeme erlangen können, deren Identitäten extern etwa bei AWS, Azure oder in der Google Cloud gespeichert sind.

Neue Systemrollen

RHEL 8.7 bietet mit den neuen Ansible-Modulen für Redfish, einer Spezifikation zur Fernwartung von Server-Systemen eine neue Systemrolle. Weitere Rollen wurden aktualisiert. Neu ist auch die Einbindung des Open-Source-Software-Signierungsdienstes Sigstore in die Build-Pipeline und in das Container-Tool Podman und damit einhergehend eine Verbesserung von Red Hats Software Bill of Materials (SBOM).

Aktualisierungsrichtlinie erweitert

Mit RHEL 8.7 ändert sich die Upgrade-Politik derart, dass Aktualisierungen von früheren Versionen über zwei Jahre möglich sind. Das erlaubt etwa Upgrades von RHEL 7.9 zu RHEL 8.7. Zudem erlaubt das Tool Convert2RHEL nun Upgrade gleicher Versionen von CentOS zu RHEL.

Toolchain und Sprachen

Als Kernel setzt RHEL 8.7 auf Linux 4.18.0-425. Die üblichen Toolset-Updates umfassen unter anderem GCC 12, LLVM 14.0.6, Go 1.18, Grafana 7.5.13, Maven 3.8, Mercurial 6.2, Redis 6.2.7, Ruby 3.1, Rust 1.62, Node.js 18, SystemTap 4.7 und Valgrind 3.19. Weitere Details halten die Release Notes bereit.

Red Hat Enterprise Linux 8.7 steht für Bestandskunden mit einem RHEL-Abonnement zum Download bereit. Zum Ausprobieren dient eine 60 Tage gültige Test-Edition.

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