Aktuell wirbt unter anderem das F-Droid-Team für die Initiative »Keep Android Open«, da Google ab September 2026 in einigen Märkten damit beginnt, ein verpflichtendes Update für alle Geräte mit zertifiziertem Android auszurollen, um die Installation von nicht durch Google zertifizierte Apps zu unterbinden.
Die Initiative veröffentlicht auf ihrer Webseite einen Brief an das Google Management, in dem die Rücknahme dieses Plans gefordert wird. Unterzeichner sind viele bekannte Softwareprojekte und Organisationen.

Worum geht es und was sind die Auswirkungen?
Die Android “Developer” Verfication besteht aus 2 Schritten

Sofern andere Stores wie F-Droid oder Aptoide keinen Zugang zu verifizierten Entwicklern und Apps erhalten (oder die Verifikation durch Google ablehnen), dürfte dies das Ende dieser Stores auf Geräten mit zertifiziertem Android bedeuten. Das hat auch das F-Droid-Team erkannt und wirbt daher im Store und auf der Webseite für »Keep Android Open«.

Die Folgen
Damit dürften diese Stores einen Großteil ihrer Benutzerbasis verlieren, könnten aber weiterhin mit Custom-ROMs verwendet werden, die aus dem Android Open Source Program abgeleitet sind.
Bekannte Vertreter sind beispielsweise LineageOS, GrapheneOS, CalyxOS, /e/OS oder VollaOS.
Dieses Programm ist eine Folge der GNU-Lizenzbedingungen, die Google einhalten muss, da für Android auf den Linux-Kernel zurückgegriffen wird.

Google schreibt dazu auf der AOSP Webseite:

Das öffentliche Manifest aosp-main wird seit März 2025 nicht mehr gepflegt, kann aber noch eingesehen werden.
Welche Android-Versionen dieses Update erhalten, ist unklar. Auf der Webseite von »Keep Android Open« steht dazu:

Keine APKs mehr aus Git-Quellen?
Tolle Apps wie adminForge, über die wir mehrfach berichteten und die nur auf Quellen GitHub bzw. als Quelltext bereitstehen, können von Anwendern mit zertifiziertem Android nicht mehr genutzt werden, auch wenn sie dem Urheber vertrauen.
Eine Chance für mobile Betriebssysteme, die nicht auf dem AOSP basieren?
Das zweischneidige Schwert Waydroid und Forks wie Andromeda führen dazu, dass auch hier Apps für Android genutzt werden können. Das stärkt zwar Projekte wie F-Droid, reduziert jedoch den Anreiz, native Apps für diese Betriebssysteme zu entwickeln.
Dennoch ist zu erwarten, dass mit jedem Schritt, mit dem Android die Anwender analog iOS »in Sicherheit bringt«, die Chancen für Projekte wie Arch Linux ARM, ExpidusOS, Fedora (mobile), FuriOS, Gentoo (mobile), UGloDroid, Kali Linux (mobile), LuneOS (mobile), Maemo Leste, Manjaro ARM, Nemo (mobile), NixOS, Mobian/Droidian, OpenMandriva Lx, openSUSE (mobile), postmarketOS, Rhino Linux, Sailfish OS, SkiffOS oder Ubuntu Touch steigen.

> Bekannte Vertreter sind beispielsweise LineageOS, GrapheneOS, CalyxOS, /e/OS oder VollaOS.
>
> Dieses Programm ist eine Folge der GNU-Lizenzbedingungen, die Google einhalten muss, da für Android auf den Linux-Kernel zurückgegriffen wird.
“GNU-Lizenzbedingungen” meint die “GNU General Public License”, oder? Wenn ja, wieder ein Beweis wie weitsichtig und konsequent Stallman dachte. Nicht Linux, sondern die GPL ist das “Krebsgeschwür”, dass die “AKWs” (Alles-Kontrollieren-Woller) plagt.
Einerseits gut so, andererseits muss man wohl mit weiteren und ausgefeilteren Bemühungen zur Unterhöhlung rechnen.