
NextBox ist das neueste Projekt der in Brandenburg beheimateten Firma Nitrokey, die durch die gleichnamigen Sicherheitstoken bekannt ist. Heute startet dazu eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter. NextBox will die sichere private Cloud für zu Hause oder im Büro sein.
Bewährte Komponenten
Die NextBox basiert auf einem Raspberry Pi 4, Ubuntu Core 18, Nextcloud Hub 20 und einer HDD oder SSD. Der Kunde kann wählen, ob er 2, 4 oder 8 GByte RAM braucht, HDDs stehen in 1, 2, 4 und 5 TByte zur Wahl, SSDs können mit 240 oder 480 GByte sowie 1 oder 2 TByte geordert werden. Zur Verwaltung der kleinen Box dient eine eigene Nextcloud App, über die beispielsweise Backups erstellt oder eine Remote-Verbindung auf die Box inklusive DynDNS einfach konfiguriert werden kann.

Einfach zu bedienen
Die Bedienung der kleinen Box unterscheidet sich abgesehen von der NextBox-App nicht von der Handhabung einer Nextcloud. Zur Synchronisation mit stationären oder mobilen Geräten dienen die jeweiligen Nextcloud Sync-Clients auf Android oder iOS, Linux, macOS oder Windows. NextBox kann als Backup-Lösung für andere Computer dienen, ein Backup der NextBox selbst kann auf externe Datenträger vorgenommen werden.
Updates bis 2028
NextBox ist für Menschen entwickelt worden, die ohne technisches Wissen und mit wenig Aufwand Ihre Daten in der Cloud vorhalten, diese aber trotzdem sicher unter eigener Kontrolle belassen möchten. Auch um die Aktualisierung des Grundsystems muss sich der Anwender nicht zu kümmern, Ubuntu Core erledigt das automatisch, Sicherheitsupdates werden bis 2028 bereitgestellt.
Die Preise für die verschiedenen Kombinationen aus RAM und internem Speicher liegen zwischen 189 und 530 Euro. Die Produktion beginnt im Februar, die Auslieferung ist für April 2021 geplant. Das Projekt ist Open Source und auf GitHub einsehbar.

ich hatte nextcloud auf einem 4er pi laufen, war mir zu langsam (habe viele bilder) 😉
jetzt nutze ich einen passiv gekühlten i5 und bin glücklich…
wenn es ein pi sein muss: schaut euch mal nextcloudpi an 😉
Und auch der Client-Rechner muss performant sein.
Klingt interessant – wäre Nextclouds Frontend doch nur schneller …!
Da arbeiten die gerade dran:
“Go statt PHP, Microservices statt LAMP”
https://www.heise.de/news/ownCloud-Infinite-Scale-Go-statt-PHP-Microservices-statt-LAMP-5029244.html
Das gilt nur für ownCloud, nicht für Nextcloud. Das NC-Frontend wird aktuell allerdings auch auf Vue.js umgestellt.
Solange aber
/apps/files/(mit ein paar installierten Apps) 8 MB an CSS und JS laden/ausführen muss (das meiste davon JS), ist es ziemlich egal, welches fette Framework man da drunterlegt (selbst ein schlankes Framework oder VanillaJS würde kaum helfen) – da scheint die grundlegende Architektur und Mentalität falsch zu sein.Man entwickelt sich „weiter“: Die 8 MB waren auf NC 18, auf einem frischen NC 20 (mit empfohlenen Apps minus E-Mail) bringt es
/apps/files/auf 12 MB CSS und JS (CSS ungefähr gleich geblieben 400–500 KB)!Sehr gute Idee, aber mit einem backup auf eine externe HDD klappt es nicht so einfach. Zumindest benötigt die 2. HDD eine separate Stromversorgung. Der Rpi 4 kann maximal eine HDD versorgen. Auch halte ich backups die nicht automatisch getätigt werden für suboptimal.
Wieso nicht gleich zwei Platten inclusive einem USB-HUB in einem Gehäuse.
Der User braucht das sowieso, wenn er ein backup fahren möchte.
NitroKey wird auch von Linux Distributionen benutzt. Die bekannteste GNU/Linux Distribution die deren Keys benutzt ist Gentoo. Vermutlich auch als Folge des GitHub zwischenfalls im Jahr 2018. Ich finde es cool da0 es vereinzelt deutsche Firmen gibt, die zwar nicht innovativ sind, aber wenigstens mitmischen hier und da.
Ich benutze schon seit längerem ausschließlich Nitrokeys und habe deswegen die Kampagne nun unterstützt.
Ich habe auch einen Nitrokey Pro und einen FIDO2. Die Jungs machen einen guten Job.
Interessante Box, noch interessanter wäre sie, wenn die Möglichkeit eines RAIDs gegeben wäre.