Dawarich

Dawarich ersetzt die Google Timeline

Der Google-Standortdienst und die Timeline machen Spaß. Man kann sich nach Jahren noch auf der Landkarte anschauen, wo man an einem bestimmten Tag war, denn wir wissen ja: Google vergisst nicht.

Der Pferdefuß

Und damit sind wir auch schon beim Pferdefuß dieser Konstellation: Solange ihr ein übliches Android- oder iOS-Smartphone mit euch führt und die Standortdaten nicht zuvor aufwendig deaktiviert habt, weiß Google genau, wo dieses Smartphone zu jedem Zeitpunkt war. Und damit sind diese Daten nicht nur in Reichweite von Behörden, sondern auch von gierigen Datenbrokern.

Dawarich

Hier kommt Dawarich ins Spiel. Was diese Anwendung tut, erklärt sich von selbst, wenn man den Namen zu »Da war ich« extrahiert. Die in Berlin entwickelte Software bietet ein mit zusätzlicher Funktionalität ausgestattetes System für die Google-Standortdienste und die Google‑Maps‑Zeitachse durch die selbst gehostete Open-Source-Anwendung. Alternativ kann man die Anwendung in der Cloud des Entwicklers nutzen.

Dawarich kann mehr als die Google-Dienste

Nach dem Ausrollen in einem Docker- oder Podman-Container importiert man die zuvor vom Smartphone ausgecheckte Datei Zeitachse in Dawarich und kann damit vergangene Timelines sichtbar machen. Für die künftige Timeline installiert man auf dem Smartphone die Dawarich-App, die euch nach Verbindung mit dem Server trackt und die Daten an den Server überträgt. Dawarich lässt sich über einen API-Key mit Immich oder PhotoPrism verbinden, sodass zu den Daten auch Bilder hinzukommen.

Wer mehr über das Aufsetzen und die Bedienung von Dawarich und dessen Mehrwert gegenüber den Google-Diensten erfahren möchte, sei auf meinen ausführlichen Artikel im LinuxUser verwiesen, der in der Ausgabe 07/2026 Ende Mai veröffentlicht wird.

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