Die Entwickler der bereits seit über 20 Jahren verfügbaren digitalen Zeichensoftware Krita haben die Versionen 5.3 und 6.0 freigegeben. Beide Versionen sind funktional identisch, unterscheiden sich aber unter anderem in der Unterstützung der Qt-Version. Krita 6.0 stellt die Umsetzung der Software für die Qt-6-Plattform dar, während Krita 5.3 sich an Anwender von Qt 5 wendet.
Wayland-Farbmanagement für Krita 6.0
Krita 6.0 bringt zudem verbesserte Wayland-Unterstützung in die Anwendung. Dabei ist insbesondere eine voll funktionsfähige Implementierung des Wayland-Farbmanagement-Protokolls zu nennen. Damit wird HDR-Unterstützung für die Linux-Version von Krita verfügbar. Neben dem Farbmanagement bedeutet die Wayland-Unterstützung auch die Unterstützung für fraktionierte Skalierung und 10-Bit-Anzeigen.
Text-Tools hinzugekommen
Einige Funktionen von Krita 5.3/6.0 wurden von Grund auf neu programmiert, andere kommen zum ersten Mal zum Einsatz. Vollkommen neu implementiert sind einige Textfunktionen: so die Bearbeitung direkt auf der Leinwand, vollständige OpenType-Unterstützung sowie Textfluss in Formen. Es ist jetzt auch einfacher denn je, vektorbasierte Panels für Comic-Seiten zu erstellen. Viele Werkzeuge wurden erweitert: So kann das Füllwerkzeug nun Lücken schließen.
Neue Filter
Der Verflüssigungsmodus des Transformationswerkzeugs ist deutlich schneller. Überdies gibt es neue Filter wie etwa einen Filter zum Ausbreiten von Farben und einen Filter zum Zurücksetzen der Transparenz. Die Unterstützung für HDR-Malerei wurde verbessert. Der Recorder-Docker kann jetzt in Echtzeit arbeiten und die Unterstützung für Dateiformate wurde verbessert, unter anderem die Unterstützung für Textobjekte in Adobes PSD-Dateien.
Krita ist neben Linux auch für BSD, macOS, Android und Windows verfügbar. Alle weiteren Neuerungen der Doppelveröffentlichung halten die Release Notes bereit.

David hat ein tolles Video dazu gemacht (en):
https://peertube.touhoppai.moe/w/4LhZDTx3G5VpfSovUWveTm