Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Distributionen in virtuellen Umgebungen zu testen und auszuführen. Da wären Hypervisoren wie VMware, VirtualBox, KVM/QEMU, GNOME Boxen oder Proxmox als Virtualisierungsplattform zum Betrieb von virtuellen Maschinen und Containern über ein Webinterface. Und dann ist da noch Distrobox, eine Anwendung für die Kommandozeile, die Fedoras Toolbox als Vorlage nimmt.
Container im Terminal
Bei Distrobox handelt es sich um einen Wrapper für Docker oder Podman, um im Terminal Container zu erstellen und zu starten, die hochgradig mit den Hosts integriert sind. Diese Container nehmen fast beliebige Distributionen auf und erlauben Zugriff auf das Home-Verzeichnis des Benutzers, die Wayland- und X11-Sockets, Audio, Netzwerke, Wechseldatenträger, das systemd-Journal, DBus, Udev und andere Komponenten.
Distrobox 1.8.0
Distrobox 1.8.0 war fast ein halbes Jahr in Entwicklung und bringt neben der Beseitigung von Fehlern auch neue Funktionen und verbessert insgesamt die Nutzerfreundlichkeit. Unter anderem wurde dazu die Dokumentation verbessert. Zu den auffälligsten Verbesserungen zählen die bessere Integration von Nvidia-Grafikkarten bei der Nutzung von Hardwarebeschleunigung sowie die vereinfachte Handhabung von XDG-Umgebungsvariablen.
Aktuelle Distributionen unterstützt
Des Weiteren werden weitere Distributionen wie ublue-os und toolbx-images sowie die aktuellen Ausgaben von Alpine, Fedora und Ubuntu unterstützt. Der Befehl distrobox-assemble kümmert sich um das Erstellen oder Zerstören von Containern, basierend auf einer Manifestdatei. Mittels distrobox assemble create --file URL/file.ini lassen sich die Assemble-Dateien auch auf entfernten Maschinen ablegen, was insgesamt die Konfiguration erleichtert.
