EndeavorOS Galileo

EndeavourOS Galileo wechselt von Xfce zu Plasma

EndeavourOS ist der Nachfolger der 2020 eingestellten, Arch-basierten Distribution Antergos, als Basis dient auch hier Arch Linux. Anders als bei Manjaro folgt EndeavourOS den Arch-Repositories ohne Verzögerung. Die neueste Veröffentlichung EndeavourOS »Galileo« hatte einige Startschwierigkeiten. Ein Bug in Linux 6.5, der hauptsächlich in VMs auftrat, verzögerte die Freigabe.

Plasma als Standard-Desktop

Jetzt ist EndeavourOS Galileo auf der Basis von Linux 6.6.1 veröffentlicht und bringt unter anderem Änderungen bei der Standard-Desktop-Umgebung. Im Live-Modus und bei der Offline-Installation löst KDE Plasma nun Xfce ab, während bei der Online-Installation weiterhin die Wahl aus neun Desktops besteht. Die Paketauswahl in Calamares wurde im Sinne von besserer Übersicht überarbeitet. Der Installer nutzt systemd-boot als Voreinstellung, alternativ kann GRUB gewählt oder auf einen Bootloader komplett verzichtet werden. Die Community-Ausgaben von Sway, Qtile, BSPWM, Openbox und Worm als Fenster-Manager werden derzeit mangels ausreichender Betreuung nicht ausgeliefert. Sie sind aber weiterhin auf GitHub verfügbar.

Firewall mit GUI

Weitere Änderungen betreffen die Sicherheit, indem bei Verwendung von systemd-boot in Verbindung mit LUKS-Verschlüsselung auf den robusteren argon2id Algorithmus gesetzt wird. Die Inbetriebnahme von Netzwerkdruckern wurde vereinfacht, indem die lokale Hostnamensauflösung in neuen Installationen freigeschaltet wurde. Eine vorkonfigurierte Instanz von Firewalld lässt sich über die zugehörige GUI handhaben. Nicht zuletzt wurde das Icon-Set überarbeitet. Weitere Änderungen sind den Release Notes zu entnehmen. Das ISO-Image von EndeavourOS Galileo steht auf der Projektseite zum Download bereit. Eine Version für die ARM-Plattform wird ebenfalls angeboten.

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20 Kommentare

  1. Ich bin erstaunt was unter KDE alles nicht so einfach geht im Gegensatz zu Gnome. Angefangen vom ändern des Hostnames per GUI in der Systemübersicht, über kompletter Einbindung diverser Online-Konten wie Nextcloud, Microsoft (privat als auch Exchange) Unternehmenszugänge und Google. Damit meine ich nicht nur GDrive, sondern besonders Kontakte, Email, Kalenderevents, die global in der Kalenderapp und in der Taskleiste angezeigt werden. Das übernehmen im Hintergrund die Evolutiondienste, Apps die darauf zugreifen funktionieren sofort. Dann ist immernoch das einstellen der Taskleiste eine absolute Katastrophe. Ruckzuck hat man die “zerschossen”. Ja bei Gnome muss man über Erweiterungen alles nachreichen. Aber ein Dash2Panel oder das Arc-Menü übertreffen dann die Einstellungesmöglichkeiten bei weitem. Es gibt Listenansicht für TaskElemente. Es gibt für jeden kleinkram bereits eine Gnome-App die anstandslos funktionieren. Also da wartet noch vieeeeel arbeit. Produktiv ist diese Umgebung jedenfalls nicht.

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    1. ähm ich befürchte du bruingst da etwas durcheinander. Die meisten Funktionen die du da aufzählst werden von Evolution bereitgestellt und nicht von Gnome. Natürlich gibt es da eine hervorragende Integration. Aber wenn du Gnome ohne Evolution installierst (Ja, natürlich das geht!), dann funktioniert 50% von dem oben erwähnten plötzlich auch nicht mehr.

      Unter Plasma gibt es das natürlich auch, das Paket dass du suchst nennt sich Kontact. Offenbar liefert die Distribution, die du getestet hast Kontact nicht standardmässig aus, Evolution aber schon. Das hat aber nichts mit Gnome vs Plasma zu tun, sondern ist eine Entscheidung der Distribution. Beide Desktops liefern Bestandteile die eine solche integration ermöglichen, sofern man das möchte.

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      1. ähm ich befürchte du bruingst da etwas durcheinander. Die meisten Funktionen die du da aufzählst werden von Evolution bereitgestellt und nicht von Gnome. Natürlich gibt es da eine hervorragende Integration. Aber wenn du Gnome ohne Evolution installierst (Ja, natürlich das geht!), dann funktioniert 50% von dem oben erwähnten plötzlich auch nicht mehr.

        Die Dienste: evolution-alarm, evolution-adressbook, evolution-calendar, evolution-source-registry sind fester Bestandteil von Gnome. Evolution also der Email-Client muss nicht installiert sein.
        Ich dachte wirklich unter KDE wäre das genauso wenn man sich mit bspw. Google verbunden hat, nach all den Jahren. Ich könnte die Liste Gnome>KDE endlos fortführen.

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    1. Ich sags mal so, warum sollten sie es nicht ueberleben?
      Unter den Programmierern und vielen die sich richtig mit Linux beschaeftigen ist xfce sehr verbreitet, die nehmen kein gnome oder plasma, die wollen “ihr” system.
      Wayland brauch man nicht wirklich, es gibt da nichts was einen wirklichen Mehrwert gibt ausser ne aufgeraeumte Codebasis. und gtk4/5 kannste ohne probleme nutzen.

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      1. Was ist denn das für eine …fragwürdige…Aussage, dass Gnome oder vor allem Plasma nichts für “richtige Linuxer” wäre? O_o
        Dass man Wayland nicht braucht ist auch extrem kurzsichtig – ja, aktuell kann man dem noch zustimmen. Nachdem Wayland jetzt aber bei Gnome und Plasma zum Default wird werden sicher viele neue Projekte X11 wenn überhaupt, dann nur noch als zweite Wahl mit pflegen. Und mir wäre jetzt nicht bekannt, dass es etwas wie XWayland in die andere Richtung gäbe?

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        1. Doch so etwas gab es mal wurde aber soviel ich weis eingestellt.

          Aber davon abgesehen wird es auch weiterhin X11 geben und auch die Anwendungen werden gepflegt werden. Das ist eben Linux, es wird sich immer eine Gruppe finden, die es beward. siehe wmaker, nosystemd Distributionen u.a.

          Schau momentan erleben die kleinen Distributionen einen grossen Zuspruch, weil eben nicht jeder dieses Gnome, plasma, kde etc. Zeugs haben moechte.
          Das ist eher was fuer “nur” Anwender.
          Denn Alles was da quasi drin ist gibt es auch einzeln und fuer jeden verwendbar.
          Und Einheitsbrei will eh Keiner.

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          1. Ab Mitte 2024 wird es langsam dunkler für X11. Die großen Desktops werden dann alle voll auf Wayland umgestellt sein. Entwickler und Grafiktreiberhersteller werden sich dann kaum noch um X11 kümmern, was dann mittelfristig zu Problemen führen wird.

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            1. Glaube ich dennoch nicht. Wir haben frueher auch unsere Treiber etc. selbst geschrieben, als die Hersteller keine bereitstellen wollten und wir sie wegen der nichtbereitstellung der HW-spezifikation blockieren mussten. Irgendjemand in der Linuxgemeinde findet sich immer.
              Das ist eben Linux, da wartet man nicht bis einer das fuer einen erledigt.

              Und was meinst Du mit “die grossen Desktops”?
              Plasma, Gnome? Ich sagte schoneinmal, die sind entwickelt wurden extra um win2linux Umsteiger zu unterstuetzen.
              Andere Desktops gibt es seit 30 Jahren und jetzt immer noch und sie sind nicht verschwunden. Sogar damals closed source Desktops werden jetzt opensource gepflegt.

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              1. Heute ist die HW wesentlich komplexer. Den Treiber einfach mal selbst schreiben bei der heutigen Komplexität geht nicht mal so einfach. Wer auf dem Stand von Windows 2000 bleiben will, für den ist Xfce ideal. Aber wer mit der Technik vorangehen möchte, sollte auf etwas Neueres umsteigen.

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                1. Desktops, Distributionen sind und waren schon immer nur eine “Glaubens”-frage. Wer darauf steht, der solls nehmen, dafuer gibt es das ja und wer ohne unnoetigen Balast arbeiten moechte, der nimmt eben etwas anderes.

                  Ich fuer meinen Teil bin seit ca. 30 Jahren beruflich im unix/linux bereich taetig und habe ausser kleinen Veraenderungen bis jetzt nicht viel machen muessen.

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    1. Ich habe jetzt tatsächlich drei Tage gebraucht um zu versuchen, den Sinn hinter diesem gammeligen (wird wirklich mit nur einem “l” geschrieben) Kommentar zu finden. Ich bin gescheitert.
      Was will uns ein Maximilian Mustermann mit diesem Blödsinn sagen? Ich weiß es nicht und es ist auch nicht mein Niveau, das zu ergründen.
      Unter welcher Oberfläche die Installation meines Betriebssystems läuft ist mir persönlich völlig egal. Hauptsache ist, das am Ende Plasma dabei heraus kommt. Und die Jungs von EndeavourOS machen das prima. Und vorher haben die das auch prima gemacht. Meiner Meinung nach.
      Ich befürchte wirklich, dass ich ganz tief graben muss, um auf das Niveau Deiner Kommentare zu kommen.
      Viele Grüße, Der Andi
      @ Ferdinand & Co.: Vielen Dank für Eure tolle Arbeit.

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  2. Die richtige Entscheidung KDE Plasma standardmäßig auszuliefern. Xfce ist ja schön und gut für Puristen, Minimalisten und Freunde der maximalen Stabilität, aber leider fehlt es Xfce an zeitgemäßen Tools, die eigentlich nicht mehr fehlen sollten: einfaches Umschalten in einen Dark Mode, Emoji-Picker, modernes Display-Management, Wayland-Unterstützung, ein gut zu bedienendes Audio-Management, freies Einstellen von Shortcuts, und so vieles mehr… und bzgl. der Standardkonfiguration von Xfce fang ich lieber nicht an.

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      1. Viele der genannten Sachen kann man nicht einfach nachrüsten, sondern sollten integraler Bestandteil der Desktopumgebung sein. Xfce und MATE setzen auf Technik, die auf dem Stand von Gnome 2.x oder Gnome 3.0 ist. Sie sind also um die 10 Jahre im Verzug. Cinnamon hat ähnliche Probleme, ist aber von den genannten Desktops auf einem besseren Weg, diese zu lösen.

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        1. Dann hast Du Linux noch nicht verstanden. Die Distributionen integrien es auch nur in ihre Desktopumgebung (99%), das Programm an sich kannst Du Dir jederzeit aus den soucen ziehen und auch selbst einbauen oder nutzen.
          Und wieso sollten die Bestandteil der Umgebung sein?
          Genau das ist Linux.

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