
Vor rund zwei Wochen beschloss das Fedora Steuerungskomitee, das Dateisystem Btrfs zum Standard für alle Desktop-Ausgaben der Distribution ab Fedora 33 zu machen. Jetzt erschien ein erster Bericht über die nötigen Änderungen und deren Fortschritte.
Der Installer ist bereit
Der Installer Anaconda wurde bereits dafür vorbereitet, bei allen Installationsmedien von Desktop-Varianten Btrfs als Standard-Dateisystem vorzugeben. Für Fedora Silverblue musste dazu der Boot-Parameter rootflags gesetzt werden, damit das System starten kann.
Btrfs-Treiber direkt im Kernel
Der Btrfs-Treiber wird nun direkt in den Fedora Kernel integriert, anstatt wie bisher als Modul ausgeliefert zu werden. Das ermöglicht Systemen, auch ohne Initramfs hochzufahren. Zudem wurden zahlreiche Kernel-Patches Upstream nach linux-btrfs geschickt, die Wünsche und Bedenken aus der Community Rechnung tragen.
Ausnahme für VMs
Für Images in Virtuellen Maschinen erhielt der Daemon libvirtd einen Patch, der die Mount-Option nodatacow setzt. Damit wird die [wiki title=”Copy-On-Write”][/wiki]Copy-On-Write-Funktionalität für Verzeichnisse auf VM-Images deaktiviert, da dort die Leistung durch die CoW-Funktionalität negativ beeinträchtigt werden kann.
Red Hat testet Btrfs
Bei Red Hat hat das Projekt Continuous Kernel Integration (CKI) Btrfs für regelmäßige Tests aufgenommen. Das CKI-Team verfolgt die Änderungen mehrerer interner Kernel sowie von Upstream-Kerneln wie dem stabilen Kernel-Baum. Dabei werden Änderungen in den Repositories und ihre Auswirkungen beobachtet.
Darüber hinaus wurde die Dokumentation erweitert. Für das Fedora Magazine wird eine Artikelserie über die Auswirkungen der Änderung für Anwender vorbereitet.
Spannendes Release
Noch bleibt einiges zu tun für Btrfs als Standard, es verbleiben noch drei Monate bis zum geplanten Release. Fedora 33 ist für die stabile Veröffentlichung am 20. Oktober vorgesehen, davor ist für den 22. September eine Beta-Version geplant. Fedora 33 verspricht ein sehr spannendes Release zu werden, sowohl was die Quantität als auch die Qualität der anstehenden Änderungen angeht.

Und in Version 34 werden sie wieder auf ext4 wechseln. 😉
Btrfs ist doch von der Performance her langsamer als ext4, oder etwa nicht?
Das hat dir wer erzählt?
Dein Heilpraktiker?
Weißt du noch mehr über ext4 und btrfs?
Sachliche Argumentation ist wohl ehr nicht deine Stärke, was? Wahrscheinlich von pro-linux.de. Und läßt deinen Frust hier aus.
Soweit ich weiß, ist die Performance in Benchmarks etwas schlechter, das stimmt. Ob das der Normalnutzer merkt, weiß ich aber nicht.
Btrfs zeichnet sich eher durch zusätzliche Features wie Snapshots aus, die in Sekunden wiederhergestellt werden können.
Moin,
ja die Performance ist etwas geringer, aber in der selben Zeit wird auch nicht das gleiche erledigt da die Dateisystem Unterschiedliche Funktionen haben.
https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/Status#Overview
File-System Benchmarks Btrfs
https://www.phoronix.com/scan.php?page=article&item=linux-50-filesystems&num=1
Lass es euch gut gehen
Christian