Framework Laptop

Framework Laptop mit offener Firmware

Über den modularen Laptop »Framework« habe ich hier bereits mehrfach berichtet. Das Konzept fand überwiegend Anklang, Kritik gab es anfangs, weil Framework softwareseitig auf Windows setzte. Eine dann angebotene Version ohne Betriebssystem übertrifft laut Gründer Nirav Patel bei Weitem den Absatz von vorkonfigurierten Systemen mit Windows 10. Seit Dezember wird der modulare Laptop auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und angeboten.

Community unterstützt Linux

Die Community des Framework-Projekts hat in den letzten Monaten viele Anleitungen für die Nutzung verschiedener Distributionen verfasst. Offiziell unterstützt werden bisher Fedora 35, Ubuntu 21.10 und Manjaro 21.2.1, weitere sollen folgen. Jetzt gibt es für Linux-Anwender weitere gute Nachrichten von Framework zu vermelden, denn das Unternehmen hat damit begonnen, die Firmware des Framework-Laptops als Open-Source zu öffnen. Den Anfang macht auf GitHub die Firmware für den [wiki title=”Embedded_Controller”]Embedded Controller[/wiki] (EC), die jetzt unter einer [wiki title=”BSD-Lizenz”]BSD-Lizenz[/wiki] steht.

EC steuert grundlegende Funktionen

Die EC-Firmware steuert die Low-Level-Funktionen von Notebooks, einschließlich Ein- und Ausschalten, Stromversorgungssteuerung, Standby und Resume, Ladesteuerung des Akkus, Messung der Temperatur, Tastatur- und Touchpad-Steuerung und Steuerung der LEDs im System. Der EC kann mit dem Betriebssystem per ACPI, SMBus oder Shared Memory kommunizieren. Von daher ist es wünschenswert, diese fast immer proprietäre Komponente zu öffnen. Das Framework-Projekt will mit der Zeit weitere Firmware öffnen, wobei es vermutlich um BIOS/UEFI geht.

Sah es anfangs so aus, als gingen die Bemühungen bei Framework lediglich um die Modularisierung und damit die Reparierbarkeit des Laptops, so treibt die Community mittlerweile die einfache Verwendung von Linux und die Öffnung der Firmware voran. Das Projekt bleibt spannend.

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26 Kommentare

  1. Der Powerbutton ist auch der Fingerabdruckleser, das ist Datenschutzrechtlich höchst bedenklich, da man den Nutzer täuschen könnte, in dem man ihm ein scheinbar abgestürztes OS präsentiert, dann drückt er den Powerbutton um einen Reset durchzuführen und dann liest man seinen Fingerabdruck aus und schickt ihn zum nächsten Server.

    Der Fingerabdrucksensor gehört meiner Meinung nach nicht an ein Notebook.
    Zumal ein Fingerabdruck ein biometrisches Merkmal ist und sich daher nicht als Passwort eignet.
    Einen kompromittierten Fingerabdruck kann man nämlich nicht mehr auswechseln -> daher als PW ungeeignet.

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  2. Ich fände einen Erfahrungsbericht gut. Wie ist die Verarbeitung, wie schlägt sich das Gerät im Alltag, wie ist tatsächlich die Reparierbarkeit, Performance insbesondere unter Linux, welche Schlafmodis werden unterstützt, …

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      1. Ich erwarte doch nicht das sich wer extra ein NB kauft um einen Testbericht zu erstellen.
        Ich sage nur was schön wäre wenn einer die Möglichkeit hätte, was natürlich nur dann geht, wenn er ein NB hätte und nicht erst kaufen muss.
        @Ferdinand: Besteht da eine kleine Chance das du ein solches NB zum testen bekommst/bekommen kannst?

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          1. Würde ich total super finden.
            Mich würde vor allem auch interessieren, wie die Geräte sich im Vergleich zu Tuxedo und Lenovo schlagen.
            Insbesondere Robustheit Gehäuse (erfüllen sie offizielle Standards, Stichwort Militärstandard analog Lenovo), Aufbau, Reparierbarkeit womit sie quasi werben, Haptik allgemein, Tastatur, …na ja, was halt so wichtig ist.

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        1. Ich habe mal meine Mathe-Künste eingesetzt und komme auf eine Fläche von
          540,3cm^2 für 14″@16:9 und
          542,6cm^2 für 13,5”@3:2

          Der Framework Bildschirm ist also sogar leicht größer. Aber keine Gewähr, dass ich mich nicht verrechnet habe 🙂

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      1. Seltsame Ansicht. Das Gerät hat schon einmal aufgrund der Modularität keine Konkurrenz.
        Die ganze Ausstattung und Ausführung verspricht in der Profi/Semiprofi-Liga zu spielen. Insbesondere der 3:2 Bildschirm hat es mir angetan.
        Mit i5, 512GB WD Black, 16GB Speicher, ohne Win kostet es 1119€.
        Ich finde das fast sensationell preiswert.

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        1. Servus,
          also wenn man die “DIY-Edition”aufruft und i5, 512GB WD Black, 16GB RAM,ohne OS auswählt kommt man zwar 1119€ aber es fehlen dann noch ein Netzteil,dieses kostet 49€ extra und die Erweiterungskarten sind auch noch nicht dabei.
          Die Erweiterungskarten kosten z.B. MSD 20€,USB-A+C je 10€,HDMI 20€.
          Wählt man 1 Mal USB A+C,HDMI,MSD kommen also noch 60€ dazu und man erhält als Endpreis:1228€
          Wie man im Bedarfsfall Gewährleistungsansprüche geltend macht bei einer USA-Firma würde ich auch gerne wissen?

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          1. Bezüglich dem Netzteil könnte man allerdings das Ladegerät des Handys nehmen. Immerhin ist das alles USB-C. Also zumindest da könnte man Geld einsparen.

            Ebenso könnte man sich RAM und die M.2 PCIe SSD selber kaufen, das spart nochmal.

            Möglicherweise gilt das auch für das PCIe WLAN Device.

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        2. Das Gehäuse scheint aber leider aus Plastik zu sein. Das hält dann nicht lange.
          Vor allem die Scharniere für den Bildschirm sind bei den meisten Notebooks sehr anfällig. Da wünsche ich mir für etwas langlebiges dann doch eine Metallausführung.

          Außerdem hat man da Wärmeleistung auf dichtem Raum, dafür braucht man ein entsprechendes Thermaldesign und ob das mit dem Zusammenstecken dann so gut harmoniert ist die andere Frage.

          Die Grundidee ist ansich gut. Die Module scheinen aber zu niedrig zu sein, um bspw. eine Ethernetbuchse aufzunehmen. Da braucht man dann doch wieder einen Ethernet to USB-C Adapter der dann extern vor dem NB herumbaumelt.

          Ob es sich preislich rechnet, hängt wesentlich davon ab, wie lange das NB mechanisch durchhält. Das macht nämlich vom Konzept her erst dann Sinn, wenn man wirklich Mainboard mitsamt CPU nach ca. 2-7 Jahren austauschen kann, das Gehäuse muss also bei einem Mainboardtausch 4-14 Jahre durchhalten und das neue Mainboard sollte nach 7 Jahren dann auch noch reinpassen, nicht das die etwas am Formfaktor ändern und später bei neueren Mainboards nichts mehr passt und man dann doch wieder neu kaufen muss.

          Was auch noch fehlt ist 2 Jahre Gewährleistung für Kunden aus der EU. Da wünsche ich mir einen Shop innerhalb der EU, wo man das mit allen Kundenrechten kaufen kann. Aus Übersee bestell ich das bestimmt nicht als EU Bürger.

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      2. Für mich wär das auch zu teuer, zumal ich mit meinem PineBook Pro keine so gute Erfahrung gemacht habe. Nach 1 3/4 Jahren hat der Monitor den Geist aufgegeben.
        Was, wenn so ein teures Gerät den Geist aufgibt?

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