Git, die freie Software zur verteilten Versionsverwaltung von Dateien, wurde gestern vor 20 Jahren von niemand anderem als Linus Torvalds ins Leben gerufen.
Von 1991 bis 2002 wurde Linux völlig ohne Versionskontrollsystem entwickelt. Torvalds begann, Git zu entwickeln, um den Bedürfnissen der Linux-Kernel-Entwicklergemeinschaft nach einem Lizenzstreit mit BitKeeper, dem proprietären Versionskontrollsystem, das die Kernel-Gemeinschaft seit 2002 verwendet hatte, gerecht zu werden. Die kostenlose Lizenz von BitKeeper für Linux-Entwickler wurde widerrufen, was Torvalds dazu veranlasste, ein neues System zu entwickeln, das auf die Herausforderungen der Open-Source-Zusammenarbeit zugeschnitten war. Außerdem waren auch einige der Kernel-Entwickler wie etwa Alan Cox aus Lizenzgründen gegen den Einsatz von BitKeeper.
Torvalds entwickelte Git, um die Einschränkungen bestehender Systeme zu überwinden, wobei er der Geschwindigkeit, verteilten Arbeitsabläufen und starken Sicherheitsvorkehrungen Vorrang einräumte. Er strebte ein System an, das möglichst viele parallele Zweige effizient verwalten, Patches schnell anwenden und die Zusammenarbeit der Entwickler unterstützen kann, ohne auf ein zentrales Repository angewiesen zu sein. Das verteilte Modell von Git ermöglicht es Entwicklern, lokale Kopien von Repositorys zu pflegen, was schnellere Operationen und unabhängige Arbeitsabläufe ermöglicht. Heute gilt Git als der Standard für Versionskontrollsysteme, und das nicht nur bei der Entwicklung Freier Software.


Linus ist ein Genie und ein glücklicher Zufall im Universum, für alle Freigeister.