Die per Docker selbstverwaltete Foto- und Videoverwaltung Immich hat offiziell noch keinen stabilen Status erreicht, eine stabile Veröffentlichung steht aber kurz bevor. Auf der Webseite und der GitHub-Instanz warnen die Entwickler wegen der noch sehr aktiven Entwicklungsphase ausdrücklich vor möglichen disruptiven Funktionsänderungen. Die soeben freigegebene neue Version 1.136.0 führt für manche Anwender solche Änderungen am Pfad für den Speicherort der Fotos in der Datenbank ein, die manuelle Anpassungen notwendig machen.
Absoluter Pfad
Diese Neuerungen betreffen sowohl das Datenmodell als auch das Verhalten der mobilen App und stellen einen der letzten »Breaking Changes« vor dem geplanten stabilen Release dar. In der Ankündigung von v1.136.0 wird eingangs erklärt, wer vor dem Update seine .env-Datei manuell anpassen muss. Das betrifft alle Anwender, die die VariableIMMICH_MEDIA_LOCATION gesetzt und dort keinen absoluten Pfad angegeben haben. Das gilt nicht für Anwender, die hier die Standard-Pfade verwenden. Auch wer Immich in Unraid mit der dort bereitgestellten App installiert hat, muss nicht tätig werden.
Neue Zeitleiste, Synchronisierung und Upload-Mechanismus
Neben dieser Änderung an der Basis bietet die neue Version eine völlig überarbeitete Zeitleiste sowie verbesserte Synchronisierungsfunktionen und Upload-Mechanismen, die derzeit im Beta-Modus verfügbar sind. Zudem wurde die Android-App in weiten Teilen gänzlich neu geschrieben, unter anderem, um auch während der Synchronisation mit dem Server performant nutzbar zu sein. Die Beta-Versionen können in den Einstellungen der Android-App freigeschaltet werden.

Eine eingeschaltete Beta-Timeline wird durch das Beta-Symbol neben dem Immich-Logo in der App-Leiste angezeigt.

Die Anzeige zufälliger Bilder aus der Sammlung per Widget wurde nun auch für die Android-App und den Home-Screen freigeschaltet. Vermutlich wird es in den nächsten Tagen weitere Updates geben, die Fehler in der Beta-Implementierung ausbügeln. Auf Unraid und bei Android verlief bei mir das Update auf v1.136.0 ohne besondere Vorkommnisse.

Eigentlich sind die Änderungen (für die allermeisten) überhaupt nicht disruptiv. Die Änderung betrifft nämlich nicht einfach alle Anwender, die bei der fraglichen Variable keinen absoluten Pfad angegeben haben, sondern zunächst mal Anwender, die die Variable überhaupt gesetzt haben!
IMMICH_MEDIA_LOCATION beschreibt den Pfad innerhalb, nicht außerhalb, des Containers. Die wenigsten dürften diese Variable überhaupt gesetzt haben. In der Standardkonfiguration bzw. den Beispiel compose-Dateien kommt sie nicht vor. In der Dokumentation steht explizit und fett gedruckt „You probably shouldn’t set this“ (https://immich.app/docs/install/environment-variables#general)
Es wäre sinnvoll, dass im Artikel klar zu stellen. Ich bin gestern auch über diese „breaking changes“ gestolpert, nur um dann festzustellen, dass das mich und wahrscheinlich die meisten anderen nicht betrifft. Gründe, warum ich den Speicherpfad innerhalb des Containers ändern sollte, fallen mir keine ein.
Danke, done.
genau so ist es 🙂