KDE Apps Update für Juni

KDE Apps Update für Juni

Was früher unter der Bezeichnung KDE Applications als eine der drei Säulen der KDE-Software veröffentlicht wurde, wird seit Ende des letzten Jahres unter dem etwas lockereren Verbund »KDE Apps Update« geführt. Das Juni-Update der KDE Apps wurde jetzt vorgestellt und bringt eine neue App sowie Verbesserungen und fehlerbereinigte Versionen für einige der dort versammelten Anwendungen.

Kup-Backup

Der KDE-Apps-Verbund hat Zuwachs bekommen. Der Neuzugang heißt Kup, ist ein Werkzeug für Backups mit Plasma 5 und wurde bisher außerhalb von KDE entwickelt. Kup bietet zwei Arten von Backups. Daten können einerseits per Rsync synchronisiert werden, wobei gelöschte Daten der Quelle auch auf dem Ziel gelöscht werden.

Als zweite Methode werden in der Quelle gelöschte Daten auf dem Ziel weiter vorgehalten und Änderungen inkrementell erstellt. Dabei setzt das Tool im Hintergrund auf Bup, das an Git angelehnt versionierte Backups anlegt. Kup kann so konfiguriert werden, dass beim Anstecken eines externen Speichermediums die Änderungen seit dem letzten Durchlauf automatisch auf das Medium geschrieben werden. Derzeit wird Kup nach Python 3 portiert.

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Krita im Play Store

Das freie Malprogramm [wiki title=”Krita”]Krita[/wiki] ist jetzt im Google Play Store verfügbar. Es eignet sich für Tablets und Chromebooks, nicht jedoch für Smartphones und setzt mindestens Android 6 voraus. Die jetzt dort eingestellte Version 4.2.9 entspricht der Desktop-Version und ist noch nicht Touch-fähig.

KIO-Fuse

Das noch recht junge Kio-Fuse hat eine erste Beta-Version vorgelegt und wird nach Erreichen einer stabilen Version bestimmt in den Reigen der KDE-Apps aufgenommen. KioFuse erlaubt es, entfernte Verzeichnisse in die Root-Hierarchie des lokalen Dateisystems einzubinden, wodurch die erweiterten Zugriffsmöglichkeiten von KDE (SSH, SAMBA/Windows, FTP, Fish, WebDav, usw.) POSIX-kompatiblen Anwendungen wie Firefox, OpenOffice, GNOME-Anwendungen, Shell-Utilities und mehr zur Verfügung stehen. Somit können etwa FTP-Verzeichnisse künftig im Dateimanager Dolphin durchsucht werden. Das wird durch die Zusammenarbeit von KDEs virtuellem Dateisystem KIO und dem FUSE-Kernel-Modul erreicht.

KDE-Homebrew

Die Ankündigung zum KDE Apps Update für Juni stellt zudem das Projekt KDE Homebrew vor, das damit ebenfalls in den Kreis der KDE Apps aufgenommen wird. KDE Homebrew ist bestrebt, KDE-Pakete über den macOS-Paketmanager zur Verfügung zu stellen. Derzeit bietet das Projekt 110 KDE-Pakete für Homebrew an.

Zudem wurden die Apps Tellico, SMB4K und KDevelop in einer fehlerbereinigten Version veröffentlicht. Der Quellcode aller Pakete der KDE-Apps 20.04.2 ist auf der Projektseite verfügbar. Binärpakete sind üblicherweise zuerst bei den Distributionen Arch Linux, KDE Neon und KaOS zu finden.

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7 Kommentare

    1. Timeshift weigert sich hier seit einiger Zeit beharrlich, Sicherungen per rsync nach vorgegebenem Zeitplan zu erstellen, ohne dass ich dahinterkomme, warum es nicht tut. Ich sichere derzeit einmal pro Woche manuell.

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        1. Es geht in meinem Umfeld, es ging auch bei mir bis Ende 2019. Dann neuen Desktop-Rechner gebaut und seitdem gehts nicht mehr. Habs schon komplett deinstalliert und alles gelöscht, neu installiert und eingerichtet. No go. Der Support bei Mint ist vom Niveau her unterirdisch, da ist keine Hilfe zu erwarten, der Entwickler wusste auch nicht weiter.

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  1. Ich freue mich über diesen Zuwachs, auch wenn ich meinem Vorredner natürlich zustimmen muss.
    Darüber hinaus hoffe ich auf mehr Stabilität und Qualität, denn viele der KDE Apps benötigen entweder mehr Aufmerksamkeit oder sollten einfach nicht zum “Kanon” gehören.

    P.S. Vielen Dank an Dich, dass Du mit Ankündigung der Schließung von Pro-Linux hier so viel Engagement zeigst.

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  2. Schon eine tolle Sache wenn KDE ein Tool für Backups heraus gibt. Wenn man bedenkt, das die Datensicherung das Erste ist um das man sich auf einem PC kümmern sollte dann hat es doch recht lange gedauert bis KDE sich der Sache auf der GUI annimmt. Dabei war es auf der Konsole schon immer möglich.
    Den folgenden Link in Erinnerung an das Skript von Mike Rubel, das inkrementelle rotierend Backups mit rsync fertigt und dass so viel Anklang fand, dass es in Perl übersetzt wurde und als rsnapshot Einzug in den Befehlspool von Linux aufgenommen wurde. http://www.mikerubel.org/computers/rsync_snapshots/#Incremental
    Nostalgie bei Seite, Bup ist auch eine gute Sache und der Name ist unschlagbar kurz. 🙂

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