Nach einer Beta-Version vom 20.Mai erschien jetzt termingerecht mit Plasma 5.25 eine neue Version der KDE-Desktop-Umgebung. Prominent wurde weiter am visuellen Auftritt geschraubt und an der Nutzererfahrung gearbeitet.
Die Basis für Plasma 5.25 stellen Qt 5.15.3 und KDE Frameworks 5.94. Für die neue Version der Desktop-Umgebung sind mehr als 400 Fehler beseitigt und Funktionen verbessert oder neu integriert worden.
Weitere Akzente
Die mit Plasma 5.23 eingeführten vordefinierten Akzentfarben ließen sich mit Plasma 5.24 über einen Farbwähler individuell gestalten. Mit Plasma 5.25 kommt als Abschluss die Änderung der Akzentfarbe auf der Grundlage des Hintergrundbildes hinzu. Die Einstellungen dazu sind unter Erscheinungsbild | Farben in den Systemeinstellungen zu finden. Zudem sind die Akzentfarben auch auf die Titelleisten im Breeze Classic Theme anwendbar. Zu den weiteren augenfälligen Änderungen der neuen Version zählt die Option für Plasma Themes, das Panel schwebend darzustellen, was dadurch eher den Charakter eines Docks annimmt. Wird ein Fenster maximiert, so kehrt das Panel an seine Position am ihm zugewiesenen Rand zurück.
Beim Zuweisen eines globalen Themes in den Systemeinstellungen ist es nun möglich, selektiv festzulegen, auf welche Bereiche des Desktop-Layouts es angewendet werden soll. Im Software-Shop Discover werden nun vor der Installation von Flatpaks deren Berechtigungen angezeigt.
Overview aufgewertet
Die mit Plasma 5.24 vorgestellte neue bildschirmfüllende Übersichtsseite wurde weiter ausgebaut. Sie zeigt inzwischen nicht nur alle aktuell geöffneten Fenster, sondern auch alle virtuellen Desktops. Fenster lassen sich in einen anderen virtuellen Desktop verschieben. Mit KRunner und dem Application Launcher kann direkt aus der Übersicht nach Anwendungen, Dokumenten und Browser-Tabs gesucht werden.
Gestensteuerung
Der sogenannte Touch Modus kann bei Convertibles dadurch aktiviert werden, dass das Display abgenommen oder um 180° gedreht wird. Eventuell muss diese Funktion je nach Gerät zunächst in den Systemeinstellungen freigeschaltet werden. Der Task-Manager und das System-Tray werden im Touch-Modus vergrößert, damit sie leichter mit den Fingern zu bedienen sind. Die Größe der Symbole kann zudem angepasst werden, wenn der Touch-Modus deaktiviert ist. Die Titelleisten von KDE-Anwendungen und die Inhalte des Kontextmenüs werden im Touch Modus ebenfalls größer dargestellt, was wiederum die Bedienung durch Berührung erleichtert.
Im Hintergrund
Eher im Hintergrund halten sich Änderungen und Verbesserungen für den Fenstermanager und Compositor KWin, die sich größtenteils um die Verbesserung der Wayland-Integration drehen. Neben dem Ausbau der Gestensteuerung unter Wayland wurde auch die erneute Zusammenführung der mit Plasma 5.1eingeführten KDE Frameworks-Bibliothek KWayland-Server und KWin abgeschlossen.
Damit wird eine Fehlentscheidung vergangener Jahre rückgängig gemacht. Das erlaubt es den Entwicklern, viele Implementierungen des Wayland-Protokolls zu vereinfachen, einige Design-Probleme zu beheben und einige bekannte Fehler zu beseitigen. Zudem erhält Plasma 5.25 einen neuen Screencasting-Modus, mit dem ein rechteckiger Bereich auf dem Bildschirm aufgezeichnet werden kann. Dies ist etwa für die Erstellung von Screen-Recording-Tools nützlich.
In der Ankündigung können viele weitere Änderungen, zum Teil mit Videos unterlegt, nachvollzogen werden. Das Changelog führt dagegen alle Änderungen auf.

Wann möchte KDE sein Display-Manager-Problem lösen? Bei SDDM gab es seit über 3 Monaten keinen einzigen Commit mehr (Commits · sddm/sddm · GitHub), und das letzte Release ist schon zwei Jahre her.
Tolle Fortschritte, da komme ich doch in Versuchung!
Freue mich auch schon, das mal auf dem Rechner zu probieren 🙂
Ja plasma 5.25 ist sehr gut, kommt mir gefuehlt auch etwas schneller vor.
Interessant ist jetzt wann kde neon das ubuntu auf 22.04 nachzieht. 😉
Qt framework to rule them all.
KDE ist das beste was es gibt. Selbst auf einem meiner low budget Lappis läuft es problemlos.
Alles ist besser als Gnome.
Wollen wir diese Diskussion starten? Nein, ganz sicher nicht! Finde solche Aussagen blöd!
Aber wenn doch aber alles besser als Gnome ist?! 🙂
KDE sieht schick aus und ist vollgestopft mit Funktionen, die wenigsten sind davon aber wirklich sinnvoll. Ich erinner mich noch da konnte man nichtmal einfach nach “Editor” oder “Browser” suchen, sondern musste exakt den Namen kennen, als wäre das nicht schon schlimm, war vor jedem Perogramm noch ein k angehängt. Die Gnome Devs waren da schlauer und haben TAGS eingeführt. Hauptsache aber man kann unter KDE mit einem Klick sein Theme oder Icon ändern. Sehr wichtige Funktion aber selbst jetzt fehlt immernoch eine Listenansicht für die Taskleistenelemente. Damit man diese per Klick umordnen/anordnen/edititeren kann. Drag and Drop ist echt extrem super dämlich. Und wo ist die Werkseinstellungsfunktion? Ich mag deren Marketing: Simple by default, powerful when needed. Selten so gelacht.
GNOME war so schlau, seinen Apps Namen wie Web, Software oder Files zu geben. Ich bin sicher, jeder technische Autor hasst sie dafür.
Was bitteschön ist an kate, konquer oder kmail jetzt technisch von relevanz? Email, Web, Browser, Editor ist das doch das erste was techisch vesierte in die suche eingeben und dann soll alles was darunter fällt aufgelistet werden. Also so ist die logische Vorgehensweise. Das betrifft selbstverständlich auch die Einstellungen. Das war damals auch sehr unübersichtlich, aber bei beiden. Naja geschacksache,ich bin jedenfalls unter Gnome wesentlich produktiver.
Das mit dem technischen Autor meinte ich so, dass wenn man darüber schreibt, man immer noch ein erklärendes Wort davorschreiben muss, damit der Name der App im Zusammenhang verstanden wird.
Also wenn man im KDE Menü Video eingibt, erscheint der VLC, wenn ich im Menü Spiele eingebe, erscheint Steam, bei den Suchbegriff Filesharing erscheint qBittorrent und RetroShare, bei Suchbegriff schreiben wird Libreoffice gefunden, bei Festplatte = KDE-Partitionsverwaltung und Sweeper.
Könnte dies mit anderen Begriffen und Programmen noch fortführen, aber es scheint ja bestens unter Plasma 5.25 zu funktionieren.
Also bei mir (Kubuntu 22.04) findet der KRunner (die Suchleiste im Start-menu) FireFox unter diversen Begriffen wie “Browser”, “Internet”, “www”, “web”… . Aber vielleicht ist das neuer oder Distributionsspezifisch. Der Chromium-Webbrowser wird aber nur unter seinem oder teilen von seinem Namen gefunden.
Ich finde GNOME sehr intuitiv, innovativ und lässt sich für mich produktiv mit arbeiten.
Empfindet jeder anders und beide haben ein für und wieder.
Fest steht aber, dass Wayland unter GNOME schon recht lange läuft und für mich vollkommen ausreichend. OK, habe auch keine fünf Monitore am Rechner aber zwei Schirm Betrieb funktioniert super und mehr brauche ich nicht.
Meckern kann ich auf beiden Seiten.
Jedem das seine.
Nein, das Nutzer:innenerlebnis – SCNR 😉
Danke für die Infos! Neues über Plasma lese ich immer gerne 🙂
Gendersprache wirst du hier von mir nicht jetzt und nicht in der Zukunft finden. Ich muss nicht jeden Quatsch mitmachen Ich weiß für mich, dass ich alle Menschen achte, ich muss da Frauen nicht gesondert hervorheben.
Danke, damit bleiben die Texte weiterhin lesbar.
Der Genus ist nicht der Sexus, oder so ähnlich 😀
Denke aber, das eher auf das Marketingsprechwort “Nutzererfahrung” abgezielt wurde, oder?
Gruß
‘Nutzererfahrung’ ist zwar abgedroschen, trifft es aber trotzdem im Kern.
Richtig erkannt – der Teil war auch ernst gemeint. Ich habe zwar nix gegen (vorsichtiges) Gendern, fände das auch manchmal weniger doof als es nicht zu verwenden, aber das würde ich Ferdinand nicht in den Mund legen wollen 😉
Wow,44 Likes. Respekt xD
Wir wissen halt nicht, wie viele Dislikes es gegeben hätte, wenn ich die nicht abgeschaltet hätte.
Mutmaßung: keine Dislikes da hier keine Feministinnen unterwegs sind und die Feministen sich in Grenzen halten *haha*
Spaß Beiseite, ich bin auch gegen den Genderwahn; macht einfach keinen Spaß mehr dieses Gekrückel zu lesen, für den Rest gibt ja die “binnen-i be gone” Erweiterung. 🙁
Gruß
“ich muss da Frauen nicht gesondert hervorheben” <– Es geht nicht um “hervorheben”. Es geht darum alle Menschen einzubeziehen, egal ob männlich, weiblich oder nichtbinär (diversgeschlechtlich). Eine gegenderte Sprache schließt also nicht nur Männer und Frauen ein, sondern auch Menschen, die sich nicht in diesem binären System befinden.
“Allgemein werden neutrale Formen empfohlen, die ohne Geschlechtsbezug auskommen.” <– Wikipedia
Ich habe das schon verstanden, halte es einerseits für nutzlos, andererseits zerstört es nach meiner Ansicht die Lesbarkeit.
Das finde ich auch – wo immer möglich – am besten (Kassenwart -> Kassenführung), denn die gegenderten Formen gehen doch normal nicht über „Männer und Frauen“ hinaus (Bürger:innen:meister:in) – abgesehen von der manchmal schwierigen Lesbarkeit („ein* Bürger*meister*“ wäre ja ausgesprochen schon wieder rein männlich).
Das heisst Mensch*:innen!!!!111 elf
Wie kommt der Vorposter dazu ein : zu verwenden? Damit grenzt man die Doppelpunktphoben aus!
Schlimme Sache das.