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Lazyjournal vereinfacht den Zugriff auf Log-Dateien

Nur ein fauler Admin ist ein guter Admin. In diesem Sinne vereinfacht Lazyjournal die Arbeit mit Log-Dateien, indem es sie in einer TUI bündelt. Damit lassen sich Protokolle von lokalen und entfernten Rechnern unter einer Oberfläche gezielt anschauen, filtern und auswerten.

systemd-Journal ohne Befehlsketten

Standardmäßig zeigt das in Go verfasste Lazyjournal, das von Tools wie LazyGit und LazyDocker inspiriert wurde, nach dem Start das Systemd-Journal des aktuellen Rechners. In der linken Spalte erscheinen die verfügbaren Dienste und Protokollquellen, rechts sehen Sie die dazugehörigen Meldungen. Statt wiederholt neue Befehle eingeben zu müssen, wechselt man einfach per Tastendruck zwischen Diensten oder Bootvorgängen und sieht sofort das Ergebnis.

Docker und Kubernetes

Über die integrierte Filterfunktion lassen sich die angezeigten Meldungen auf Begriffe, Fehlermeldungen oder reguläre Ausdrücke eingrenzen. Docker-Container finden Sie bei Lazyjournal in einem eigenen Abschnitt der Seitenleiste. Nach der Auswahl eines Containers erscheinen dessen Ausgaben unmittelbar in der Oberfläche. Gleiches gilt für Kubernetes-Umgebungen.

Lokal und remote

Weitere Rechner werden per SSH eingebunden. Für die laufende Sitzung reicht dazu ein Befehl wie lazyjournal --ssh "ft@192.168.3.101", während die permanente Einbindung in der Konfiguration erfolgt. Mit [F2] wechselt man dann zwischen den eingebundenen Rechnern.

Noch entspannter mit Tailscale

Noch »lazier« wird es, wenn ein mit Tailscale aufgespanntes Tailnet vorhanden ist, ein VPN, das eure Geräte über ein verschlüsseltes Mesh-Netzwerk direkt miteinander verbindet und dabei die komplexe Netzwerkkonfiguration übernimmt, ohne dass Ports geöffnet werden müssen. Über die Tailscale-Funktion MagicDNS gelingt die Einbindung weiterer lokaler oder entfernter Rechner ganz ohne klassische OpenSSH-Schlüsselverwaltung.

Installation

Hier führen mehrere Wege zur angestrebten Laziness. Ein Installationsscript installiert die Anwendung in wenigen Augenblicken. Für Debian-Anwender haben die Entwickler ein Paket geschnürt und im AUR findet sich eine Bauanleitung. Sowohl dort als auch bei Verwendung des Installationsskriptes sollte man sich vorher überzeugen, dass keine bösartigen Änderungen vorgenommen wurden.

Lazyjournal lässt sich auch als Docker- oder Podman-Container ausrollen oder per Homebrew oder Conda installieren. In Windows lässt es sich schnell in der PowerShell umsetzen. Wer über eine Go-Umgebung verfügt, kann die Version des letzten Commits darüber installieren.

Am 18. September erscheint in der Zeitschrift LinuxUser Ausgabe 10/2026 ein ausführlicher Artikel von mir über Lazyjournal.

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