Linus Torvalds hat gestern nach sieben Release Candidates Linux 7.1 in stabiler Version veröffentlicht. Der Kernel bewegt sich mit rund 13000 Einreichungen im üblichen Rahmen. Trotz zusätzlicher Belastung durch viele mehrfach gemeldete, mit KI entdeckte Sicherheitsprobleme während des Entwicklungszyklus erschien 7.1 im üblichen Zeitrahmen.
Dokumentation erweitert
Angesichts der jüngsten Flut von gemeldeten Sicherheitsfehlern war eine ergänzende Dokumentation erforderlich. Der langjährige Linux-Entwickler Willy Tarreau übernahm die Erstellung der zusätzlichen Dokumentation zur Einreichung von Kernel-Fehlern, die in 7.1 aufgenommen wurde.
Das Merge Window für Kernel 7.2 öffnet sich wie gewohnt, aber da Torvalds auf Reisen ist, kann die übliche Bearbeitung in den nächsten Tagen etwas ins Stocken geraten.
Neuer NTFS-Treiber
Der wohl auffälligste Neuzugang ist eine komplett neue NTFS-Implementierung, an der vier Jahre lang gearbeitet wurde. Erstellt wurde die neue Implementierung von Namjae Jeon, dem Entwickler des exFAT-Treibers für den Kernel. Sie bietet vollständige Schreibunterstützung, bessere Stabilität und mit ntfsprogs-pluseinen Satz neuer Userspace-Werkzeuge.
Energie effizienter verwalten
Auch für Nutzer von AMD- und Intel-Prozessoren gibt es Verbesserungen: Die zuständigen Treiber wurden überarbeitet, um Energie effizienter zu verwalten, was sich vor allem bei Laptops positiv auf die Akkulaufzeit auswirken kann. Intels FRED-Technologie, die bestimmte interne Abläufe bei Panther Lake und künftigen Prozessoren beschleunigt, ist nun standardmäßig aktiviert.
Treiber-Updates
Darüber hinaus enthält Linux 7.1 zahlreiche Verbesserungen bei Dateisystemen wie EXT4 und F2FS, bessere GPU-Unterstützung für AMD- und Intel-Grafik, Netzwerk- und Sound-Verbesserungen sowie neue und aktualisierte USB- und Thunderbolt-Treiber.
Michael Larabel geht auf Phoronix detailliert auf weitere Neuerungen ein. Der nächste Kernel, Linux 7.2, wird für Mitte bis Ende August erwartet.
