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Linux Mint arbeitet an EPUB-Reader und neuem Kalender

Das Linux-Mint-Team hat in seinem Monatsbericht für August einen Ausblick auf einige Neuerungen der kommenden Version gegeben. Einen Schwerpunkt bilden dabei die XApps, die ursprünglich für Linux Mint entwickelt wurden, mittlerweile aber auch in anderen Desktop-Umgebungen und Distributionen zum Einsatz kommen.

Die bislang als Thingy bekannte Anwendung Library wurde grundlegend überarbeitet. Statt Dokumente nach der jeweils zuständigen Anwendung zu sortieren, gruppiert sie Dateien künftig nach Dokumenttypen. In der Seitenleiste lassen sich vorgegebene Gruppen ein- und ausblenden sowie eigene Gruppen definieren. Diese können beispielsweise auf bestimmte Verzeichnisse und Dateitypen beschränkt werden. Einzelne Einträge oder die komplette Liste zuletzt geöffneter Dokumente lassen sich ebenfalls entfernen.

Neuer EPUB-Reader

Neu hinzu kommt mit Xepub ein eigener EPUB-Reader. Die Anwendung soll auf dem Desktop schlicht als Book Reader erscheinen und bietet unter anderem Kapitelnavigation, Volltextsuche und Lesezeichen. Die zuletzt gelesene Position wird gespeichert. Markierte Wörter lassen sich direkt über konfigurierbare Suchdienste, etwa in Wörterbüchern, Wikipedia oder Übersetzungsdiensten nachschlagen. Textpassagen können farbig hervorgehoben und mit Notizen versehen werden. Schriftarten und Darstellungsgröße sind ebenfalls anpassbar.

Gut ausgestatteter Kalender

Eine weitere neue XApp trägt derzeit den Namen Clockenstein und soll als Kalender von Linux Mint dienen. Die Anwendung unterstützt lokale Kalender, Google Calendar sowie CalDAV-Dienste wie Nextcloud. Termine lassen sich anlegen und bearbeiten und unterschiedlichen Kalendern zuordnen.

Besonderes Augenmerk legt das Mint-Team auf die Synchronisation externer Kalender. Clockenstein überwacht deren Verbindungsstatus und weist direkt auf Synchronisationsprobleme hin. Ist ein entfernter Kalender zeitweise nicht erreichbar, bleiben seine Termine sichtbar, können jedoch bis zur Wiederherstellung der Verbindung nur gelesen werden.

Die Kalenderanwendung verfügt zudem über einen eigenen Daemon und einen separaten Benachrichtigungsdienst. Dadurch werden Kalender auch dann weiter synchronisiert und Erinnerungen ausgelöst, wenn die eigentliche Anwendung geschlossen ist. Fällige Erinnerungen lassen sich verwerfen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Über entsprechende Schnittstellen können Desktop-Umgebungen mit Clockenstein kommunizieren. Das Uhr-Applet von Cinnamon ist bereits dafür ausgelegt und kann Termine direkt im Panel anzeigen.

Die vorgestellten Änderungen sind laut Linux Mint noch nicht abgeschlossen, sondern als Vorschau auf Mint 23, die nächste Version der Distribution zu verstehen, mit deren Veröffentlichung um Weihnachten 2026 gerechnet wird.

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