Linux Mint ist ständig bemüht, seine Werkzeuge zu verbessern, um Neueinsteiger besser abzuholen und die allgemeine Systempflege für alle Anwender zu vereinfachen. Im aktuellen Mint-Report für den Monat Oktober stellt Chef-Entwickler Clement Lefebvre Fortschritte an zwei Fronten vor.
Flexibles Menü
Da wäre zunächst das überarbeitete Menü der nächsten Cinnamon-Ausgabe. Anwender haben damit mehr Freiraum, zu entscheiden, wo die Bedienelemente für ihren Arbeitsablauf am sinnvollsten platziert sein sollen. So können etwa die Suchleiste und die System-Buttons von oben an den unteren Rand wandern. Letztere finden auf Wunsch auch am unteren Ende der Seitenleiste einen neuen Platz.
Zwei neue System-Tools
Das Tool System Reports wurde stark erweitert und heißt jetzt System Information. Es wurden vier neue Bereiche hinzugefügt, die Details über angeschlossene Geräte, Grafikkarteninfos, interne Komponenten und allgemeine Systemparameter aus den Bereichen USB, GPU, PCI und BIOS liefern.

Diese Informationen sind hilfreich, wenn es um die Lösung von Problemen geht. Sucht man als Anwender Hilfe in Foren oder Chats, so ist dies umso erfolgreicher, je mehr Informationen man dem Supporter liefern kann, ohne dass dieser sie erst mühsam erfragen muss.
Die neue Seite für PCI liefert beispielsweise eine detaillierte Ansicht der internen Komponenten des Computers inklusive PCI-ID und dem jeweils verwendeten Treiber. Die Informationen können über einen Button zeilenweise für entsprechende Geräte kopiert werden.

System Administration
Das zweite Tool wurde neu entwickelt und soll die Systemadministration vereinfachen. Derzeit bietet es nur eine Seite namens Boot-Menü. Darüber lassen sich elegant Einstellungen zum Bootvorgang setzen. So kann man das Boot-Menü ein- oder ausblenden und festlegen, wie lange es vor dem Starten der Standardoption sichtbar bleibt.
Ungeübten Anwendern kommt die zweite Option sehr gelegen, kann man doch hier Parameter an den Kernel übergeben, ohne beim Hochfahren des Rechners den Bootvorgang unterbrechen und händisch die Kernel-Kommandozeile editieren zu müssen.

Die nächste Version von Linux Mint ist die Version 22.3, die für Dezember 2025 geplant ist und vermutlich Cinnamon in Version 6.6 ausliefert.

Gibt doch eigentlich aber auch keinen Grund, das nicht zu nutzen. Die klassische Titel-Leiste ist einfach nur ungenutzter Platz und außerdem hässlich.
Im Prinzip baut Linux Mint Stück für Stück die Funktionalität von YaST nach, was in openSUSE gerade abgeschafft wird. Interessante Entwicklung.
Schade nur, dass es in GTK3 entwickelt wird, das schon obsolet ist. Wobei mir Qt wesentlich besser gefallen wurde.
Hallo und danke für die brandheiße Info zu “meinem” MInt.
…Hilfe in Foren oder Chats… provokante Frage: Im Zeitalter der KI?!
Reflexartig finde (nicht: suche) ich bei ChatChatGPT & Co eine Antwort.
Hatte nicht schon z.B. “Stack Overflow” schon die Waffen gestreckt?
War “früher” DIE Anlaufstelle für Fragen rund um Programmierung, usw.
Und woher nimmt der / die KI wohl seine Antworten ?
Bemerkenswert finde ich, dass für diese neu für Linux Mint (Cinnamon) entwickelten Apps auf eine klassische dedizierte Titelleiste verzichtet wurde. Das hat für mich die Cinnamon Apps immer unterschieden von z.B. Gnome, Pantheon, Windows, Mac OS. Ob positiv oder negativ darf jeder für sich entscheiden.
Hallo,
das mit den dedizierten Titelleisten habe ich nicht verstanden, oder sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Bitte dies näher zu erläutern – danke
Früher hatten die XApps eine Titel-Leiste vom Window Manager (Server Side Decoration), eine Menüleiste und eine Aktionsliste.
Mittlerweile sind die zusammen in eine Client-Side-Decoration-Leiste gerutscht. So wie das bei Windows, GNOME, COSMIC und macOS der Fall ist.
Nur noch in KDE gibt es das getrennt.
Verstehe zwar nur Bahnhof, aber trotzdem danke.
Werde mal schauen, ob ChatGPT mir Ansichten generiert, damit ich mir ein “Bild” davon machen kann …
Schau dir z.B. das oberste Bild dieser News an (nicht das “Titelbild”). Die neue App hat eine einzige Leiste oben. Dort sind sowohl die typischen Minimieren, Maximieren, Schließen Knöpfe die alle gewöhnlichen Fenster haben, als auch zwei Knöpfe die für mich aussehen als wären sie für Refresh (links) und ein Menü oder Einstellungen (rechts).
Zum Vergleich mache mal eine Bilder Suche nach z.B. “mint cinnamon system settings” (KI nicht nötig). Diese alte App hat eine separate sog. Titelleiste. In der eigentlichen obersten Leiste der App ist nur ein Suchfeld.
Das war nicht mal Absicht, aber es ist zufällig ein gutes Beispiel für die Motivation einiger Entwickler heutzutage: Ironischerweise ist der namensgebende Titel in der Titelleiste ziemlich unnötig; ich zumindest habe den Namen der App oder des Dokuments noch nie aber wirklich noch nie gebraucht um zu wissen, was ich gerade vor mir habe. (Aber wenn Platz ist, schadet es auch nicht. Halt ein Füller.) Gleiches gilt für das App Icon, das es manchmal auch gibt (gegenüber vom Schließen Knopf). Das hat glaube ich sogar eine Funktion als Kopf, aber ich habe da noch nie drauf geklickt. Ich glaube ja, es existiert vor allem für optisches Gleichgewicht.
Bleiben nur noch die Min., Max., Schließen Knöpfe – und die passen eigentlich immer auch noch in die oberste Leiste der App (sei es eine Menü- oder Werkzeugleiste). Zumal viele Leute auch auf einen Minimieren und/oder Maximieren Knopf verzichten können.