Mastodon

Mastodon hat 15 Millionen Anwender

Mastodon ist ein Mikroblogging-Dienst, der 2016 antrat, soziale Netzwerke zu verändern. Im Gegensatz zu den von Unternehmen kontrollierten Plattformen setzt Mastodon auf Dezentralisierung und Föderation im Fediverse. Der Dienst läuft verteilt auf Instanzen von Einzelpersonen oder Organisationen, womit das gesamte Netz unabhängig und widerstandsfähiger als herkömmliche Ansätze ist. Zudem ist die Software dahinter Open Source.

Seit dem Verkauf von Twitter an Elon Musk und den darauffolgenden Turbulenzen wanderten viele Anwender zu Mastodon ab oder legten dort einen Test-Account an, bevor sie entschieden, wo sie sich künftig austauschen möchten. Das führte zu einem sprunghaften Wachstum der Plattform, das die Betreiber zunächst einmal auffangen mussten, was die Hardware hinter dem Dienst angeht.

Jetzt konnte Erik Uden, der Administrator des Netzwerks, eine erfreuliche Zahl verkünden. Auf Mastodon schrieb er, der Dienst verzeichne seit 13:12 (GMT+1) am 18. März 2024 15 Millionen Nutzerkonten.

Wir sind hier, weil wir nicht damit einverstanden sind, dass unsere Daten gesammelt werden, damit unsere “kostenlosen” Kommunikationsplattformen aufrechterhalten werden können. Wir sind nicht damit einverstanden, dass Nutzer in ein Ökosystem eingesperrt werden und uns die Möglichkeit genommen wird, zu wählen, welche Plattform wir unsere nennen wollen.

Wir sind hier, weil wir mit profitorientierten sozialen Netzwerken überhaupt nicht einverstanden sind. Wir werden weder gehen noch uns mit weniger zufriedengeben.

Erik Uden, Mastodon

Ein weiteres neues Netzwerk, das von der Übernahme von Twitter durch Musk profitiert, ist Bluesky. Der von Jack Dorsey, dem Erfinder und Mitbegründer von Twitter, ins Leben gerufene Mikroblogging-Dienst steht derzeit bei rund 4 Millionen Nutzerkonten. Auch bei Bluesky ist Föderation bereits im Protokoll angelegt. Seit einigen Wochen kann jedermann eine eigene Instanz von Bluesky betreiben.

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6 Kommentare

  1. Ich find’s gut. Ich bin zwei von den 15 Millionen 🙂
    Allein die Tatsache, dass ich Posts der Leute/Organisationen denen ich folge in der Reihenfolge sehen kann in der sie veröffentlicht wurden (lückenlos)! Und wenn ich aus irgendeinem Grund die Seite/App neu lade ohne dass seitdem jemand etwas geposted hat, bekomme ich die gleiche Ansicht wie davor, ohne dass mir der Algorithmus ums Verrecken irgendwas Neues präsentieren muss.

    Folgt mir auf Mastodon 😉 https://raphus.social/@chrisk

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  2. Elon hin oder her. Er ist erst einmal nicht schlechter oder besser als die anderen auch. Er ist halt anders und das ist für ein jegliches Ökosystem immer erst einmal ein Vorteil. Das Problem bei allen Social Media Plattformen ist das Geschäftsmodell: unsere Dienste gegen deine Daten. Nicht einmal das wäre prinzipiell schlecht, wenn es nur transparenter wäre.

    Mastodon ist – wenn es auch einige Ecken und Kanten hat eine freie Alternative, die aber ein tragfähiges und dezentral skalierbares Geschäftsmodell braucht. Derzeit läuft das so, daß eine Vielzahl von gesponsorten Servern läuft, die von ihren Betreibern als Sprachrohr benutzt werden. Eine vom Content unabhängige Monetartisierung findet nicht statt – was das Wachstum dieser Plattformen einschränkt.

    Kryptowährungen könnten dieses Problem lösen. KI das der intransparenten Algos beim Plattformbetreiber. Aber dazu muß man diese so trainieren, daß es nicht wieder zu einer Fremdbestimmung kommt. Spannende Themen um zu forschen und zu hacken.

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  3. Naja Mastrodon gleich als Alternative zu feiern ist wohl etwas uebertrieben.
    Ich persoenlich finde es nicht ansprechend.
    Wenn man das allerdings aus anderen gruenden macht, dann muss man in der Blase sein und auf Reichweite verzichten.

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