Neues Wiki macht Fortschritte

Keiner weiß alles, jeder hat des Öfteren Fragen zu genutzter Software unter Linux. Zuverlässiger als die Antworten der mittlerweile allgegenwärtigen KI sind meist die Erklärungen in Wikis wie denen von Arch Linux, Gentoo oder Debian. Auch wenn diese auf bestimmte Distributionen spezialisiert sind, findet man dort meist ausreichend generische Antworten, die zur Lösung oder zumindest auf die richtige Fährte führen.

All Things Linux

Der in den USA gemeinnützige Verein All Things Linux, der Informationen rund um Linux und freie Open-Source-Software bereitstellt, hat die Linux-Wiki-Szene vor rund einem Jahr mit einem Wiki beglückt, das nicht einer bestimmten Distribution zugeordnet ist. Das atl.wiki arbeitet unter anderem mit Kategorien für Distributionen, Desktop-Umgebungen, Programmiersprachen und Paketmanagern.

Offen für Beiträge

Derzeit verfügt es über 3631 Einträge auf 248 Seiten, die von über 200 Personen eingefügt wurden. Das Wiki ist offen für Beiträge von Nutzern aller Erfahrungsstufen, die Seiten können größtenteils von jedem bearbeitet werden. Die Website selbst enthält Beschreibungen, wie man mitmachen und Beiträge verbessern kann, sowie Regeln zur Moderation bestimmter Seiten. Die Beiträge im Wiki unterliegen einer CC BY-SA 4.0 Lizenz.

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13 Kommentare

  1. ich hab vor Jahren mal versucht die ganzen Wikis unter ein Hut zu bringen, hab alle verantwortlichen angeschrieben aber es wurde relativ schnell klar, dass daran kein interesse besteht, leider.. so kocht jede sein süppchen dabei geht es so viele schnittpunkte und gleiches verhalten.

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  2. Prinzipiell, halte Wikis für recht nützlich.
    Beim herumstöbern auf den bisherigen 248 Seiten dieser Wiki ist mir aufgefallen, dass mir das Wissen dort viel zu allgemein gehalten ist.
    Wenn ich was über Debian nachschlagen möchte, dann schau ich doch lieber bei Debian nach. Wenn ich etwas zu Arch wissen will, dann schlage ich dort nach. Mir scheint das Projekt viel zu allgemein gehalten. Man will alles und genau deshalb kommt dabei nichts handfestes herum.

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  3. Danke für die Diskussion!
    Also ich habe keine Probleme die “richtigen” Antworten zu erhalten.
    Dies liegt zum Einen an der Präzision und dem Stil der Frage.

    Zum anderen frage ich oft Dinge im Computerbereich, Luftfahrt und auf anderen Gebieten, wo ich ein recht solides Grundwissen habe.

    Die Antworten sind allein schon dann valide, wenn man z.B., wie jetzt gerade wieder, ein Script an die Hand bekommt, welches “out of the box” funktioniert oder mit unwesentlichen “Verbesserungen”.

    Wie gesagt, im beruflichen Umfeld als allein schaffender Selbstständiger, habe ich hier ein “Halbzeitkraft”.

    Nochmals, in dieser, immer verrückteren, Welt verlasse ich mich – ungeprüft – auf nichts und niemanden. Das hat mic,h zuletzt die sogenannte Pandemie, nachdrücklich gelehrt.

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  4. Nachtrag:
    Habe vergessen zu erwähnen, daß ChatGPT ja nicht nur die Fragen beantwortet, und dies klar gegliedert und strukturiert, sondern danach weiterführende Vorschläge unterbreitet.
    Gerade diese Feature nutze ich gerne und auch immer öfter.

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    1. ja, ich manchmal auch, aber oft genug hat es mich auch schon in die Irre geführt, indem es z.B. für Koha sich neue Parameter ausgedacht hat. Formal korrekt auf den ersten Blick, nur leider falsch, denn den Parameter gab es nicht.

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  5. Danke für diesen Beitrag.
    Ich bin angesichts ChatGPT & Co unschlüssig bis ratlos, welche Sinn wiki’s noch machen.
    Dazu zähle ich auch Stack Overflow – auf linuxnews gab es bereits einen entspr Artikel über dessen Einstellung, eben wg KI:

    Ich stelle mittlerweile fast alle Fragen, fast jeden (Lebens)Bereichs in ChatGPT & Co.
    Nie zuvor, habe ich – mit Abstand – so effektiv meine Fragen beantwortet bekommen.
    Ich suche nicht mehr – ich finde (Frei nach dem Motto von Linux News)
    Es ersetzt mir mindestens eine Halbzeitkraft.

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    1. Bei mir das genaue Gegenteil, jede Antwort von LLMs triefen nur so vor Halluzinationen oder gar unterschlagenen Informationen.

      Suche ich selbst, tauchen plötzlich (sogar beim verlinkten Link) Infos aus die die Dinger einfach unterschlagen haben.

      Dazu schalten immer mehr Seiten Anubis (KI-Protection) davor und ich bin auch aktuell dabei meine damit zu schützen.

      In der Zeit von Fake-News und Halluzinationen, sind faktische Informationen um so wichtiger.

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    2. Schön für dich Kai, wenn die LLM dir bis jetzt immer die richtigen Antworten gegeben hat.

      Aber es ist bekannt, das diese sich auch gerne mal Antworten zurecht Halluzinieren, wenn sie keine entsprechenden Daten haben.
      Und wenn Wiki’s und Forum wo Wissen geteilt wird immer mehr wegen der K”I”‘s verschwinden, wird auch der Daten Background der LLM’s immer schwächer!
      Und damit die Wahrscheinlichkeit größer. das sie sich was zurecht Halluziniert.🙄

      Also nein, die Entwicklung die da im Moment zu im Netz abläuft, ist IMO nicht gut.😒

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      1. Ja, das ist doch das große Dilemma der Maschinen, je mehr man sich darauf verlässt und umso weniger menschgenerierter “Trainingsdaten” zur Verfügung stehen, desto langsamer wird die Progression an neuem Erkenntnissen.

        Vor ein paar Monaten las ich ein Studie (leider kann ich diese grade nicht finden), in der verschiedenste Modelle zirkulär mit ihren eigenen Ausgaben neu trainiert wurden. im Ergebnis begann nach x Zyklen die Qualität der Ausgabe deutlich zu sinken, was eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale widerspiegelte.

        Selbstverständlich werden diese Effekte durch weitere Verbesserungen der Modelle abmildern lassen, auf längere Sicht aber wird es die KI schwer haben Neues zu entdecken. Den wenn aktuell Neues entdeckt wird, wie beispielsweise neue mögliche Stoffverbindungen oder Zerfallsprodukte, dann geschieht dies auf Grund der von Menschen eingebrachten Stoffe/Informationen und der mangelnden Zeit/Menschenkraft, all die Stoffverbindungen “händisch” zu suchen.

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    3. Mir wäre das viel zu gefährlich. Das ist wie Leute die sich nur noch auf ihr Handy verlassen. Dann stehen sie irgend wo im Wald, der Akku ist leer und sie wissen nicht mal mehr wie sie heissen. Und ich finde es auch gefährlich dahingehend das man nur noch eine Bezugsquelle für Informationen zu rate zieht. Ich weiss, es ist Bequem. Aber was wenn diese Quelle falsch ist? Was wenn alle nur noch auf einen Anführer hören und dieser die Informationen so auslegt wie es im gerade nützt… Nein danke. 😉

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