Wer erinnert sich noch an die Firma Nex Computer, die vor zehn Jahren mit dem interessanten Konzept des NexDock auf Indiegogo erfolgreich war? Es handelte sich um ein Gehäuse mit 14-Zoll-Display, Tastatur und Anschlüssen, das Smartphones oder Mini-PCs wie den Raspberry Pi in ein Laptop-ähnliches Gerät verwandelte.
Die Wurzeln des jetzt vorbestellbaren NexPhone liegen noch weiter zurück, nämlich im Jahr 2012. Nex Computer kündigte das Gerät damals als Smartphone mit Konvergenzfähigkeiten an, das Ubuntu Phone als primäres OS nutzen sollte. Was aus Ubuntu Phone wurde, wissen wir ja.
Einzigartiges Konzept
Das Konzept hinter NexPhone ist einzigartig. Neben der alltäglichen Verwendung als Android-Phone kann Debian als App oder Windows 11 nach einem Reboot starten. Werden über die USB-C-Buchse Bildschirm und Tastatur angeschlossen, kommt der ursprüngliche Konvergenzgedanke zum Tragen und ermöglicht die Verwendung von Debian oder Windows 11 im Desktop-Modus. Debian kann dabei als Desktop auf einem externen Monitor verwendet werden, während das NexPhone weiterhin als funktionsfähiges Android-System bereitsteht.

Was steckt drin?
Die Ausstattung des NexPhone bewegt sich in der Mittelklasse. Als Prozessor kommt ein fünf Jahre alter Qualcomm QCM6490, auch als Kryo 670 bekannt, zum Einsatz, der auf dem Snapdragon 778G basiert. Er verfügt über einen Cortex-A78 Core mit 2.7GHz, drei Cortex-A78 Cores mit 2.4GHz und vier Cortex-A55 Cores mit 1.9GHz Taktung. Dieser auch im FairPhone 5 verwendete Chip wurde gewählt, weil er auch mit Windows on ARM unterstützt wird. Der Chip, der noch bis 2036 Support erhält, reicht für die üblichen Office- und Web-Aufgaben sowie für Coding aus, bei Photobearbeitung oder dem Bau von Kerneln wird er aber sicher die Grätsche machen.
Der CPU zur Seite stehen 12 GB RAM, der Hauptspeicher fasst 256 GB an Daten. Der Akku leistet 5.000 mAh, die Kameras schaffen 64 respektive 13 sowie 10 MP. Zur üblichen Ausstattung eines Android-Phone kommen ein Fingerabdruck-Scanner, NFC, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2 LE und GPS hinzu.
Das NexPhone kann ab sofort für 549 USD vorbestellt werden, wobei rückerstattungsfähige 199 USD angezahlt werden müssen. Der Rest wird fällig, wenn das Gerät im dritten Quartal 2026 fertig zur Auslieferung ist.

Debian als App? Was soll das sein? Das Desktop OS im Container?
Wer steckt drin? Welches Unternehmen?
Steht doch in der News: Nex Computers
Und du weiss jetzt natürlich welches unternehmen das ist nicht wahr?
Ja, weil ich bereits deren NexDock besitze. Wenn man es nicht weiß, klickt man auf den Link in der News. Mehr als verlinken kann ich nicht.
Ich bin mal so bösartig und sage: alter Hut!
Siehe hierzu https://maruos.com/
Oder ist MaruOs der neue Hut? 🙂
Aber um mal was zum Thema beizutragen:
warum hat (z.B.) Pine64 nichtmal einen “Nexdock” auf den Markt gebracht, in den man das Handy einfach reinschieben kann wie eine PCMCIA-Karte, dann baumelt dass nicht so doof am Laptop rum wie bei dem nexdock?!
Gruß
Das “Nexdock” als Einschub, wie bei einer PCMCIA-Karte wäre auch doof gewesen, weil man dadurch den Bildschirm vom Smartphone verliert.
“Zur üblichen Ausstattung eines Android-Phone kommen ein Fingerabdruck-Scanner, NFC, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2 LE und GPS hinzu.”
Irgendwie hört sich das so an, als würden all diese Dinge nicht zur üblichen Ausstattung eines Androis-Phones gehören. Das sehe ich durchaus anders, das ist doch mittlerweile alles Standard.
Ja, so richtig verstehen, weshalb man für das Projekt extra ein eigenes Phone bauen muss verstehe ich auch nicht. Den DP Alt-Mode um einen externen Monitor anzuschließen zu können, haben etliche Androide und Debian als APP läuft eigentlich auch schon länger. Bleibt eigentlich nur noch Windows 11 auf dem Smartphone als Innovation übrig.
Wer ohnehin auf windows verzichten möchte, könnte z.B. auch ein Fairphone 5 + LineageOS 22 + Termux nehmen.
Der Chip erhält noch bis 2036 Unterstützung.
meinte ich doch 😉
Bei solchen Meldungen trauere ich immer meinem N900 hinterher…