Nextcloud Hub 26 Winter

Nextcloud Hub 26 »Winter«

Mit Nextcloud Hub 26 »Winter« haben die Entwickler um Frank Karlitscheck eine Veröffentlichung abgeliefert, in der es um verbesserte Migration, Kollaboration und vereinfachtes Teilen geht. Im Hintergrund steht die neue ADA-Engine, die für bessere Performance sorgen soll.

Vereinfachte Migration

Nextcloud Hub 26 verbessert die Migration, wodurch Daten leichter auf einen anderen Server übertragen werden können. Die App, die nun standardmäßig mit vielen Profilen installiert und aktiviert ist, ermöglicht eine einfachere Migration zwischen Nextcloud-Instanzen, egal ob es um den Export/Import von Nextcloud Mail, Kontakten, Kalendern, Tabellen oder Daten aus der Deck-App geht. Auch die Migration eines gesamten Nextcloud-Servers ist nicht problematisch.

Deck-App aufgebohrt

Dank Föderation ist die Zusammenarbeit über Servergrenzen hinweg in der DNA von Nextcloud angelegt. Diese Erbanlagen werden mit Nextcloud Hub 26 noch erweitert. Jetzt können Nextcloud Deck-Boards für externe Personen freigegeben werden, damit diese sie durchsuchen, Karten hinzufügen oder Stapel erstellen können. Beim Kalender können Ereignisse in freigegebenen Kalendern für die teamübergreifende Planung verfolgt werden.

Föderation für Nextcloud Teams

Eine weitere App, die jetzt Föderation unterstützt, ist Nextcloud Teams. Damit können Nutzer eigene Gruppen erstellen, um die gemeinsame Nutzung von Inhalten über Apps hinweg zu optimieren und einfachen Zugriff auf alle freigegebenen Ressourcen zu erhalten. Jetzt können Teams mit Personen aus verschiedenen Nextcloud Hubs erstellt werden. Für zusätzliche Sicherheit bei der serverübergreifenden Zusammenarbeit funktioniert die Dateisperre nun auch bei der föderierten Freigabe.

Einladungen automatisch im Kalender

In Nextcloud Hub 26 »Winter« lassen sich automatische vorläufige Termine aus E-Mails im Nextcloud-Kalender aktivieren. Wenn diese Einstellung aktiviert ist, werden alle Besprechungseinladungen, die per E-Mail eingehen, im Kalender angezeigt, sodass sie angenommen oder abgelehnt werden können.

Neue ADA-Engine bringt Performance

Mit der in PHP, Go und Rust umgesetzten ADA Engine führt Nextcloud einen neuen, optimierten Unterbau für Dateizugriff und Berechtigungen ein, damit auch große Hubs schneller und ressourcenschonender laufen. Gerade bei vielen Nutzern, Shares, externen Storages oder föderierten Set-ups soll die Instanz schneller reagieren, weniger DB‑Queries erzeugen und bessere Echtzeit‑Kollaboration ermöglichen.

ADA stellt nach zehn Jahren ständigen Wachstums eine umfassende Architekturüberarbeitung der erweiterten Dateizugriffsebene von Nextcloud dar. Der Name ADA ist die Abkürzung für Accelerated Direct Access (beschleunigter direkter Zugriff), ist aber gleichzeitig eine Hommage an Ada Lovelace.

Schnellere KI für Nextcloud Assistant

Verbesserungen bei der KI von Nextcloud Hub 26 »Winter« umfassen um bis zu 10 × schnellere Antworten, 8 × schnellere lokale Übersetzungen und bessere Hintergrundverarbeitung bei Nextcloud Assistant dank der neuen ADA Engine und weiterer Optimierungen. Der Fokus auf Datenschutz und lokale Ethical AI wird durch die Einführung der klaren Markierung von KI-generierten Inhalten, etwa mit speziellem Farbcode, weiter untermauert.

​Das ist bei weitem noch nicht alles, was dieses umfangreiche Update zu bieten hat. Weitere Neuerungen hält die ausführliche Vorstellung im Blog bereit.

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12 Kommentare

        1. Bei mir hat sich die Datenbank an die Wand gefahren. Die Tabelle wo die Dateien festgehalten werden ist bei mir flöten gegangen…

          Ja, diesen Index kann man neu aufbauen lassen aber wenn man anscheinend die Verschlüsselung aktiv hat, so wie ich, kommt da nur Müll bei raus… 🤔

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        2. Bei mir waren es im verlauf der Jahre viele verschiedene Probleme. Wenn z.B. der Download zu lange braucht bricht der Updater ab und bleibt dann hängen. Wenn man weiss “WIE” ist das natürlich nicht wirklich ein Problem und schnell gelöst, aber das ist es eigentlich immer wenn man die Lösung kennt. 😉 Einmal kam nur noch ein PHP-Fehler im Browser weil in der Config “plötzlich” was gefehlt hat (glaube es war im Zusammenhang mit apcu). Einmal gab es ein Problem im Zusammenhang mit Debian. Wenn ich mich recht erinnere hatte Debian nur PHP7.4, NC brauchte aber 8.x. Der Updater liess das Update zu, aber NC funktionierte dann natürlich nicht mehr weil PHP 8.x nicht vorhanden war. Das gleiche ist mir mal mit einem App passiert. Und dann sind natürlich nach jedem Update Datenbank-Einträge und andere “Kleinigkeiten” die man bereinigen muss, aber das sind offenbar keine “Fehler” wurde mir letztes mal gesagt. Nervig ist es trotzdem wenn gefühlt “jedes mal” nach dem Update wieder irgend etwas gemacht werden muss. Der Administrationsaufwand ist halt schon recht gross. Aber: Trotz allem möchte ich nicht auf meine NC verzichten und darum höre ich jetzt auf mit dem “gejammer”. Denn wenn sie mal läuft ist es eine feine Sache. 😎

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          1. Solche Probleme hatte ich zum Teil auch schon, allerdings hat das alles nicht wirklich was mit der Patch-Version zu tun. Oft sind das noch nicht mal Probleme der NC-Software selbst, jedenfalls wenn man nicht erwartet, dass NC überprüft, ob eine kompatible PHP-Version vorhanden ist.
            Sofern da nicht irgendein Skript zu DB-Migration fehlerhaft ist, dürfte es daher idR eher keinen Unterschied machen, ob man die ersten Patch-Versionen abwartet oder direkt updated. Was helfen kann, ist den CLI-Updater zu verwenden, da sollte es nämlich keine Hänger wegen irgendwelchen timeouts geben, falls es mal länger dauert.

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            1. Dem widerspreche ich, ich denke mit der x.0.0 Version gibt es definitiv die meisten Probleme. Auch der Rest deines Textes ist irgendwie überflüssig, denn der Punkt ist: Es gibt Probleme und das nervt. An was es am Ende liegt ist doch irgendwie egal. Es muss gelöst werden und das erhöht den Admin-Aufwand. Und ja, das der CLI-Upater besser läuft weiss ich auch, aber wozu ist dann der GUI-Updater da wenn man ihn nicht nutzen soll?

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        3. Kann aktuell nur eine NC-Instanz aktualisieren weil bei den anderen Apps installiert sind die aktuell nicht mit NC33 laufen (inkompatible APPs ist auch sowas ärgerliches, aber lassen wir das). Das Update lief sauber durch jedoch fehlen nun wieder Indizes in der DB, etwas muss repariert werden und es muss (wieder) ein neuer Eintrag in der config.php hinzugefügt werden (serverid). Mir ist klar, dass es sich hierbei nicht wirklich um “Probleme” handelt (wobei das eine frage der Definition ist), aber ich muss mich wieder auf den Server verbinden und das ganze bei allen NC-Instanzen fixen. -> Hoher-Admin-Aufwand 🙄

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      1. Kann ich bestätigen. Kümmere mich seit ~2017 um Nextclouds verschiedener Organisationen und die .0er-Versionen haben mir schon oft Ärger gemacht. Ich muss dazu sagen, dass ich fast alles per Cronjobs automatisch machen lasse, also z.B. auch die tägliche Suche nach App-Updates, Ergänzen von fehlenden Datenbank-Indizes etc.. Das funktioniert seit Jahren ganz hervorragend. Nur die automatische Ausführung des Core-Upgrades darf bei einer .0er nicht an sein, denn das führt oft zu einem unbenutzbaren Zustand.
        Abgesehen davon bin ich mittlerweile von der Software-Qualität im Sinne der Reduktion offensichtlicher Fehler bei Nextcloud sehr angetan. Da hat sich in den letzten Jahren wirklich viel getan. Zugleich wird die Nebenbei-Administration schwieriger, weil man halt Push-Service, TURN-Server, KI-Funktionen und ähnliche Dinge nicht mehr auf einem Webhosting oder Managed Server „mitlaufen“ lassen kann.

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