Viele Unternehmen haben ChatGPT und andere Online-KI-Produkte aus Angst vor Datenlecks verboten. Die Entwickler von Nextcloud stellen heute mit Nextcloud Hub 5 (Nextcloud 27.0.0) unter dem Stichwort »Ethical AI« einen KI-gesteuerten Arbeitsplatz vor, bei dem die Daten den eigenen Rechner nicht verlassen.
KI-Dienste ohne Datenabfluss
Die neue Version des Nextcloud Hub bietet weiterhin sicheren Dateiaustausch, Videokonferenzen, Groupware und Online-Office rund um das Konzept des digitalen Arbeitsplatzes und fügt gleichzeitig flexible und datenschutzfreundliche KI-Funktionen hinzu:
- Intelligente Mailbox in Mail und Related Resources
- Gesichts- und Objekterkennung in Nextcloud Photos
- Hintergrundbilder zusätzlich zu der bereits vorhandenen Hintergrundunschärfe in Nextcloud Talk
- Bildgenerierung mit Stable Diffusion
- Übersetzung mit Nextcloud Translate, integriert in Nextcloud Talk und Nextcloud Text, um Chatnachrichten und Textdokumente zu übersetzen
- Nextcloud Dictation Spracherkennung, die in allen Teilen von Nextcloud Hub integriert ist
- Transkripte von Videokonferenzen
Weitere On-Premises-Alternativen sollen folgen
Alle diese Integrationen werden vollständig lokal auf dem Nextcloud-Server ausgeführt, ohne dass Daten an Dritte weitergegeben werden. Sie sind völlig optional und können vom Nextcloud App Store mit einem Klick durch den Administrator des Nextcloud-Servers installiert werden. Nextcloud arbeitet zusätzlich an der Entwicklung von On-Premises-Alternativen für andere KI-Funktionen, wobei weitere Updates im Laufe des Jahres erwartet werden.
Auch externe Online-KI-Dienste
Wer externe Online-KI-Dienste nutzen möchte, findet mit Nextcloud Hub 5 auch eine optionale Übersetzung über DeepL und ChatGPT, DALL-E für die Bilderzeugung und ChatGPT für die Generierung von Texten. Diese Funktionen können ebenfalls über den App Store installiert werden. Hub 5 bietet zusätzlich eine App, die GPTZero integriert, einen Online-Dienst zur Erkennung von KI-generierten Texten.
Die neue Version von Nextcloud ist über den Beta-Kanal bereits installierbar.

Ich bin froh, wenn der KI Hype Train endlich angefahren ist. Überall wird es eingebaut, ob es Sinn macht oder nicht. KI sells offensichtlich
Damit wird Nextcloud jetzt zum no go.
Das verstehe ich, worin siehst Du nach all dem oben Gesagtem das “no go” ?
Eine Datencloud und KI? Geht garnicht. Thema Sicherheit und so. Wobei schon cloud allein auch schon nicht geht, es sei denn es ist die Eigene.
Die “KI” läuft “offline” auf dem Server selbst – telefoniert also nirgendwo hin. IMHO ist das ein Sinnvoller Einsatzzweck für so eine Technik, wenn man sie denn nutzen möchte.
Hätte sich Nextcloud dazu entschlossen einfach einen externen Dienst mit einzubinden, würde ich deiner Aussage zustimmen. Dem ist ja zum glück nicht so 🙂