Nitrux, über das wir hier bereits mehrfach berichtet haben, unterscheidet sich in einigen Punkten von der Mehrzahl der Linux-Distributionen. Zum einen setzt es auf OpenRC anstatt auf Systemd, zum anderen bringt es ein nur lesbar eingehängtes Root-Dateisystem mit, fällt also in die Kategorie Immutable.
Aktueller Liquorix-Kernel
Das kürzlich erschienene Nitrux 3.8 setzt auf den Liquorix-Kernel 6.12.1-1 und verweilt bei Plasma 5.27.11. Es bringt eine überarbeitete Konfiguration für OpenRC mit, wobei verschiedene Dienste in ihrem Zweck entsprechende Runlevel sortiert wurden. Einige Dienste wurden aus den Runleveln async, default und sysinit entfernt, was einen zügigeren Systemstart verspricht. Das OpenRC-Paket für Rsyslog wurde aktualisiert, um das Service-Skript zu optimieren.
Nvidia GPUs aufgewertet
Nvidia-GPUs, die Dynamic Boost unterstützen, finden jetzt ein OpenRC-Service-Skript vor, um diese Funktion zu nutzen. Ergänzend wurde die D-Bus-Konfiguration dafür angepasst und Udev-Regeln angelegt. Das Monitoring für CPUs von AMD und Intel erfuhr kleine Verbesserungen. So liest das Monitoring-Tool MangoHud jetzt den Stromverbrauch von Intel- und AMD-Zen-CPUs aus. Eine Benachrichtigung wird angezeigt, wenn Nitrux in einer virtuellen Maschine läuft, so wird der Anwender nun benachrichtigt. Eine Benachrichtigung gibt es auch für den Fall, dass die minimalen Hardware-Anforderungen nicht erfüllt sind.
Flatpak- und AppImage-Scripte verbessert
Bei den aktualisierten Paketen ist Firefox 133 ebenso an Bord wie MESA 3D 24.2.8 und das Nitrux Update Tool in Version 2.1.9. Aktualisierte Konfigurationen für Flatpak-Installationen wie Steam, Bottles und HGL sowie angepasste Skripte für die Installation AppImages wie LibreOffice oder Bauh fanden ebenfalls ihren Weg in die neue Ausgabe von Nitrux. Das neue Release bietet somit neben Verbesserungen bei der Performance an verschiedenen Stellen auch eine verbesserte Handhabung. Weitere Neuerungen sind in der Ankündigung nachzulesen.
