Pinta ist ein bereits seit 15 Jahren entwickeltes, plattformübergreifendes Pixelgrafikprogramm für Linux, BSD, macOS und Windows, das von Paint.NET aus der Windows-Welt inspiriert ist. Pinta bietet Zeichenfunktionen ebenso wie Funktionen zur Bildbearbeitung. Im Vergleich zu GIMP ist es leichtgewichtiger und mit weniger Funktionen ausgestattet, reicht aber für viele Belange vollkommen aus. Damit ist auch die Lernkurve im Vergleich zu GIMP weniger steil.
Nach fast einem Jahr Entwicklung und einer Beta-Version im Januar wurde jetzt Pinta 3.0 veröffentlicht. Es wurde dabei auf GTK4 portiert und erhielt im Zusammenspiel mit Adwaita eine dringend benötigte, modern und leicht zugänglich wirkende Bedienoberfläche.
Durchgehend modernisiert
Pinta wechselte von dem textbasierten Menü in der Kopfleiste zu einer Bedienung mittels Schaltflächen. Das Screenshot-Werkzeug wurde überarbeitet und nutzt das XDG-Desktop Portal für Screenshots, was die Funktionalität unter Wayland sicherstellt. Die links angebrachte Werkzeugleiste bietet Tooltips beim Mouseover, die den Einstieg in die Verwendung erleichtern. Die rechte Werkzeugbox mit den Optionen für Ebenen und Verlauf lässt sich verstecken, um den mittleren Bereich der Leinwand zu maximieren, während sich die linke Leiste automatisch an verschiedene Fenstergrößen anpasst. Weitere Neuerungen sind den Release Notes und dem ausführlichen Changelog zu entnehmen.
Verfügbarkeit
Pinta ist in vielen Distributionen über den Paketmanager installierbar, allerdings nicht mehr in Debian oder Ubuntu. Die Entfernung von Pinta aus den Debian- und Ubuntu-Repositories erfolgte aufgrund veralteter Paketversionen und technischer Probleme. Pinta 3.0 steht für Ubuntu als Snap (bisher nicht aktualisiert) oder, bereits aktualisiert, als Flatpak von Flathub bereit.

Auf Snapcraft.io wurde die Version 3.0 unter latest/stable am 12. April eingespielt (siehe Link im Artikel).
Danke für die Klarstellung.