Multi-Monitor

Plasma 5.27 LTS verbessert Multi-Screen-Setups

Ich bin mit KDE Plasma sehr lange sehr zufrieden, auch wenn es immer wieder schmerzhafte Phasen gab. KDE SC 4 jemand? Plasma 5 ist meiner Meinung nach die beste KDE-Software aller Zeiten, auch wenn einige Kollegen immer noch KDE 3 nachtrauern. Trotzdem gibt es für mich zwei Bereiche, die noch zu viele Fehler aufweisen. Das ist einmal KMail und zum anderen der Multi-Monitor-Betrieb.

Desktop und Notebook

Am Desktop hängen bei mir zwei gleiche Monitore, die eigentlich recht problemlos laufen. Schalte ich sie über Nacht aus und morgens ein, muss ich manchmal eine App auf dem zweiten Screen neu starten, weil sie nicht mehr reagiert. Mehr Probleme bereitet der Betrieb von mehreren Monitoren an Notebooks. Hier merkt sich Plasma oft nicht, was wo hingehört oder startet mit schwarzem externem Display.

Neue Zuordnung der Displays

Dieser Bereich hat für Plasma 5.27 LTS eine Überarbeitung erfahren, um die Zahl Bugreports zu reduzieren. Das berichtet KDE-Entwickler Marco Martin in seinem Blog. Die Entwickler haben die Verwaltung der Bildschirme und ihre Zuordnung zu den Desktops und Panels grundlegend überarbeitet. Das gilt sowohl für feste Multi-Screen-Konfigurationen am Schreibtisch als auch unterwegs, etwa beim Anschließen eines Projektors auf einer Konferenz.

Die Entwickler erwarten im Einzelnen:

  • Keine leeren Desktops mehr nach dem Verbinden eines Bildschirms, der bereits in der Vergangenheit mit dem Gerät verbunden war
  • Keine Desktops, Wallpapers, Widgets und Panels mehr, die nach einem Neustart verloren gehen
  • Keine unterschiedlichen Desktops mehr zwischen X11 und Wayland
  • Bessere Erfahrung bei der Verwendung von USB-C-basierten Docking-Stations

Drei Bereiche involviert

Das Thema Multi-Screen ist so schwierig richtig hinzubekommen, da verschiedenste Bereiche der Software dabei involviert sind und einander beeinflussen. Die notwendigen Arbeiten verteilten sich auf die Bereiche Plasmashell, KScreen und KWin. Für Anwender mit zwei Monitoren ändert sich in den Systemeinstellungen nichts, ab drei Displays wird es eine logischere Benennung der Displays geben. Dazu dient ein Dialog, in dem die Bildschirme visuell angeordnet werden, um zu entscheiden, welcher der Erste und welcher der Zweite oder Dritte ist.

[metaslider id=33948 cssclass=””]

Weitere technische Einzelheiten können dem Blogpost von Marco Martin und Nate Grahams wöchentlicher Kolumne entnommen werden. Dort geht es auch um das neue Fractional Scaling unter Wayland. Die Veröffentlichung von Plasma 5.27 LTS ist für Anfang Februar vorgesehen.

Photo by Jorge Ramirez on Unsplash

Teilt den Beitrag, falls ihr mögt

9 Kommentare

  1. Plasma habe ich nur gaanz am Anfang mal ausprobiert, danach was|s fuer mich erledigt.
    Allerdings seit Plasma 5 habe ich mir das wieder angeschaut (Tipp eines Kollegen) und habe es auf meinen HauptarbeitsNotebook gepappt.
    Bin echt zufrieden damit.

    Allerding muss ich auch sagen, das ich die Desktops auf den Rechnern je nach Anwendungsgebiet habe. Sprich auf einen immernoch WMaker, ein anderer xfce.

    Privat nutze ich nach wie vor Openbox.

    0
        1. Ich bin für normal auch nicht so dafür das es tausende von Distributionen gibt. Ich würde das auch viel lieber sehen, wenn die Kräfte gebündelt würden.
          Ist aber leider ein Wunschdenken und unrealistisch und vielleicht ist das auch gut so. Ich finde das auf jeden Fall gut so, dass es die großen DEs gibt und davon hat jeder seine Daseinsberechtigung.

          0

Kommentar hinterlassen