Vor fünf Jahren erschien erstmals der Raspberry Pi Imager, ein Tool der Raspberry Pi Foundation, um möglichst einfach, mit wenigen Klicks und somit ohne viel Raum für Fehler ein Abbild auf eine SD-Karte zu schreiben. Dabei kann man aus mehreren Betriebssystemen wie Raspberry Pi OS, Ubuntu, LibreELEC und anderen wählen, die der Imager direkt aus dem Internet lädt und anschließend auf das ausgewählte Medium schreibt.
Neues Design
Nach einer Beta-Phase im Oktober haben die Entwickler der Raspberry-Pi-Foundation im Rahmen einer vollständigen Neukonzeption die im neuen Design und mit erweiterten Funktionen gestaltete Version 2.0 des Raspberry Pi Imager freigegeben. Sie bietet neben der neugestalteten Oberfläche die Möglichkeit zur Vorkonfiguration von Raspberry Pi Connect und eine verbesserte Barrierefreiheit für Bildschirmleseprogramme und andere unterstützende Technologien.
Schrittweise angeleitet
Die auffälligste Änderung ist die neue assistierende Schritt-für-Schritt-Oberfläche. Sie leitet den Nutzer in fünf Schritten, die jeweils in einem eigenen Fenster erscheinen, bis zum Schreiben des Abbilds. Nachdem Raspberry Pi, Betriebs- und Speichergerät ausgewählt sind, lässt sich das System bereits vor dem Übertragen auf das Speichergerät in den Punkten Hostname, Standort, Benutzerkonto, WLAN, Fernzugriff, Raspberry-Pi-Connect und Schnittstellenoptionen konfigurieren.
Noch nicht ganz ausgereift
Das Ergebnis ist eine insgesamt übersichtlichere und weniger überladene Benutzeroberfläche. Leider funktionierte das mit dem derzeit zur Verfügung gestellten AppImage noch nicht wirklich. Wie im Screenshot zu sehen, ließen sich weder Hauptstadt noch Tastaturlayout auf passende Werte einstellen, weil das Dropdown-Menü nicht wie erwartet funktioniert.

Wer die standardmäßig aktivierte Telemetrie nicht mag, muss links unten auf Einstellungen klicken und diese deaktivieren. Für eine Organisation wie die Raspberry Foundation sollte Opt-out eigentlich tabu sein. Gut finde ich dagegen die Verbindung mit dem Raspberry-Pi-Connect-Konto bereits vor dem Schreiben des Images. So ist der Nutzer bereits beim ersten Hochfahren bereit für die Bildschirmfreigabe oder den Remote-Shell-Zugriff.
Als ich das AppImage zum ersten Mal startete, erblickte ich diese Meldung:

Somit musste ich die App in der Konsole mit sudo ./Raspberry_Pi_Imager-v2.0.0-desktop-x86_64.AppImagestarten. Das lässt sich bestimmt noch eleganter lösen.
Der Download der Anwendung ist auf GitHub und der Webseite der Foundation möglich. Dort sind Pakete für Linux, macOS und Windows sowie neu, auch ein Paket für CLI verfügbar.
