Raspberry Pi 5

Raspberry Pi verkündet weitere Preiserhöhungen

Die Raspberry-Pi-Foundation gibt zwei Monate nach der letzten Anhebung für einige RasPi 4- und 5-Produkte weitere Preiserhöhungen an. Betroffen sind dieses Mal alle Raspberry Pi 4 und 5 sowie Compute Module 4 und 5 mit 2 GB oder mehr Arbeitsspeicher.

Anhaltende Speicherkrise

Die Speicherpreise haben sich im letzten Quartal stellenweise mehr als verdoppelt. Der Grund ist der rasante Ausbau der KI-Infrastruktur, der riesige Mengen an Speicher benötigt und somit den Markt für Konsumenten stark beeinträchtigt. Speicherhersteller wie SK Hynix, Samsung und Micron verlegen sich auf die lukrativere Produktion von High-Bandwidth Memory (HBM) und haben damit ihre Produktionskapazitäten für 2026 oft schon ausgelastet. Die Produktionsrate von DRAM sinkt und die Preise für Konsumenten steigen.

Preisanstieg

Je mehr Speicher ein RasPi hat, desto höher ist der Preisanstieg, wie in der Tabelle zu sehen. Die Preise steigen beim Modell mit 2 GByte RAM um 10 USD, bei Modellen mit 16 GB RAM beträgt der Aufschlag 60 USD.

Die vor zwei Monaten neu vorgestellte Variante des RasPi 5 mit 1 GByte RAM behält ihren ursprünglichen Preispunkt von 45 USD ebenso wie das Modell Raspberry 4 mit 1 GByte RAM für 35 USD.

Ältere Varianten nicht betroffen

Für Raspberry Pi Zero, Raspberry Pi 3 und andere ältere Produkte sind keine Änderungen am Preis geplant, da man derzeit über einen mehrjährigen Vorrat an LPDDR2-Speicher verfügt, der in diesen Produkten verwendet wird. Betroffen sind dagegen Raspberry Pi 500 und 500+, nicht jedoch der Raspberry Pi 400, der mit 60 US-Dollar weiterhin der kostengünstigste All-in-One-PC bleibt.

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8 Kommentare

  1. Ich verstehe, dass Raspberry Pi die gestiegenen Preise weitergeben muss,
    begrüße dass die Preise für die älteren Modelle stabil bleiben, trotzdem wird der Raspi 5 gegenüber günstigen MiniPCs damit immer unattraktiver.
    Für 250 Euro bekomme ich einen N100 oder sogar einen AMD Ryzen 5 3550H basierten Rechner inkl. 16 GB Ram, 500 GB SSD (mit Netzteil)

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    1. Rein von der Leistung her hat der von dir erwähnte PC klar die Nase vorne;
      geht es um garantierten Firmware-, Software und OS-Support bis 2036, spricht alles für den Raspberry Pi 5 und gegen den PC.
      Ob man sich das Browsen 2036 auf einem RPi5 performancemäßig noch antun wollte, stell ich in Frage; auf dem PC wird man das aus Sicherheitsgründen aber auch nicht mehr tun (und wenn doch: der Mensch lernt in erster Linie aus Fehler und Spott)

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    2. Ich habe eh nie verstanden warum ein Pi überhaupt so viel Leistung braucht (und das sage ich als absoluter Pi-Fan!). Wenn man die Leistung wirklich braucht ist ein Pi die falsche Wahl. Ich brauche Pis um Sensoren auszulesen oder Relais anzusteuern. Und dafür reicht ein Zero 2W völlig. Und der ist sogar noch günstiger geworden! 😳

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  2. Ärgerlich, aber vermutlich nicht vermeidbar, da die Preise ja für alle in allen Bereichen ansteigen.

    Immerhin bleiben die alten Modelle im Preis stabil. Damit kann man schon viel anfangen. Und bevor ich mir aktuell überteuerte Hardware zulege, gehe ich andere Projekte an, die sich mit weniger zufrieden geben. Z.B. endlich eine pistorm-Lösung für verschiedene meiner Amigas umzusetzen. Ich hoffe, dass die KI-Blase demnächst mal etwas Luft ablässt und sich die Preise am Markt wieder nach unten bewegen. Achja, steigende Hardware-Anforderungen nach Windows11-Art helfen da den Endanwendern eher wenig.

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