RISC-V-Architektur unterstützt Linux und FreeBSD

RISC-V
Bild: SiFive

Das 2015 in San Francisco gegründete Unternehmen [wiki base=”EN”]SiFive[/wiki] ist ein Halbleiterhersteller ohne eigene Produktion, der sich für seine Chips dem offenen RISC-V-Befehlssatz verschrieben hat. Nach Ansicht von SiFive ist [wiki title=”Mooresches_Gesetz”]Moores Law[/wiki] zwar tot, die Rettung versprechen Open-Source-Hardware wie Chips auf Basis des offenen RISC-V-Befehlssatzes. RISC-V soll für Hardware das leisten, was Linux im Bereich Software bewirkt hat. Jetzt unterstützt die Quadcore-CPU U54-MC Coreplex von SiFive erstmals die Betriebssysteme Unix, Linux und FreeBSD. Vorausgegangen war letztes Jahr mit der SoC Freedom Everywhere 310 der erste kommerziell verfügbare [wiki title=”System-on-a-Chip”]SoC[/wiki] auf Basis der RISC-V-Architektur.

Ziel ist eine Architektur neben x86 und ARM

[wiki base=”EN”]RISC-V[/wiki] entstand ab 2010 an der University of California in Berkeley. Ziel war eine leistungsfähige Architektur neben x86 und ARM. Die RISC-V-Foundation hat die Befehlssatzarchitektur 2014 eingefroren, um Entwicklern und Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die Prozessor-Architektur zu implementieren. Dabei bietet die quelloffene Natur der Prozessor-Architektur viele Vorteile, derer sich SiFive nun bedient um RISC-V unter Linux zu etablieren.

Linux-Anwendungen für RISC-V werden gebraucht

Dabei hat das Unternehmen Anwendungen auf Geräten im Internet der Dinge (IoT) bei Artificial Intelligence (AI) sowie beim maschinellen Lernen im Sinn. Wurde RISC-V bisher hauptsächlich im Embedded-Bereich eingesetzt, so will SiFive der Architektur auch im Bereich Linux-Anwendungen Geltung verschaffen und RISC-V als Alternative zu ARM aufstellen. In der Standardkonfiguration verfügt der 64-Bit Multi-Core-U45-MC-Coreplex über vier U54-CPUs und eine einzelne E51-CPU mit jeweils 1,5 GHz. SiFive bietet Kunden die CPU in einer Vielzahl von Konfigurationen an. Die U54-Kerne unterstützen den RV64GC-Befehlssatz, den RISC-V-Entwickler als den kommenden Standard-Befehlssatz für die Entwicklung von Linux-basierten RISC-V-Geräten sehen.

Hoffen auf die Community

Andrew Waterman, Chef-Entwickler bei SiFive und einer der Entwickler von RISC-V sagte der Webseite Design News, SiFive habe zwar grundlegende Anwendungen wie einen Compiler für RISC-V entwickelt, er hoffe aber, die Open-Source-Community werde das Angebot an Anwendungen für den Befehlssatz auf eine wesentlich breitere Basis stellen und die Technologie damit weiter befördern.

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Nur mal als Nebenbetrachtung. So positiv die Entwicklung mit der Risc-V Architektur auch sein mag, hier spinnen die Amis ein wenig. Bei SiFive werden Computerchips “Freedom Everywhere” genannt, und das Supermann Logo ein wenig abgeändert, sodass man auch eine 5 erkennen kann, auf alle Chips gebrannt. Muss es denn immer gleich so schwülstig und pathetisch werden?

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