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RustDesk: Unbeaufsichtigter Fernzugriff unter Wayland

Remote-Desktop unter Wayland ist wegen der grundlegend anderen Architektur weitaus komplexer als unter X11. Anstatt über den Netzwerk-transparenten Display-Server von X11 Fensterinhalte einfach auszulesen oder den gesamten Bildschirm abzugreifen, kommuniziert bei Wayland jeder Client nur direkt mit dem Compositor. Andere Clients haben grundsätzlich keinen Zugriff auf fremde Fensterinhalte oder Eingabeereignisse. Diese Isolation entspricht dem Sicherheitsmodell von Wayland, bedeutet aber auch: Es gibt keine eingebaute, universelle Möglichkeit, einfach den Bildschirm abzugreifen. Genau das benötigen Remote-Desktop-Tools aber zwingend.

Teilweise experimentell

Während die Remote-Desktop-Unterstützung bei der proprietären Konkurrenz teils noch im Experimentalstadium steckt, kündigt RustDesk, die Open-Source-Software für den Fernzugriff auf Computer, in einem Preview-Build für x86_64 Debian/Ubuntu-basierte Systeme den unbeaufsichtigten Zugriff unter Wayland an, wobei auch Multi-Monitor-Set-ups unterstützt werden.

Das bedeutet, ihr könnt euch nach der Ersteinrichtung auch auf einen Rechner verbinden, wenn am anderen Rechner niemand sitzt, der die Sitzung bestätigt. Nach einem Neustart steht zudem der Anmeldebildschirm wieder zur Verfügung.

Die Entwickler möchten mehr Tests unter realen Bedingungen abwarten, bevor die Funktionalität zum Standard wird. Im Laufe dieser Tests soll der unbeaufsichtigte Zugriff unter Wayland auch auf Fedora und Arch Linux ausgeweitet werden.

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