In den Nightly Builds der Open-Source-Software RustDesk für Fernzugriff und Fernwartung, die als Alternative zu Programmen wie TeamViewer oder AnyDesk dient und zudem selbst gehostet werden kann, wurde kürzlich ein großes Update für bessere Wayland-Unterstützung eingebracht. Die in Rust geschriebene Anwendung bietet plattformübergreifende Unterstützung für Linux, Android, macOS, iOS und Windows.
Monitore mit unterschiedlicher Skalierung
Damit läuft auf RustDesk unter anderem künftig ein Host mit Multimonitor-Setup unter Wayland auch mit Monitoren mit unterschiedlicher Skalierung. Dies gilt für die beiden am weitesten verbreiteten Desktop-Umgebungen KDE Plasma und GNOME. Diese Neuerung macht Wayland-basierte Remote-Desktop-Lösungen für professionelle Nutzer und komplexe Arbeitsumgebungen deutlich leistungsfähiger und konkurrenzfähiger gegenüber etablierten Protokollen wie RDP oder VNC. Zudem stellt es ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber TeamViewer und AnyDesk dar.
Konkurrenz hintenan
TeamViewer bietet seit Version 15.29 experimentelle Unterstützung für eingehende Verbindungen unter Wayland. AnyDesk unterstützt Wayland für eingehende Remote-Verbindungen momentan nicht; für eingehende Sitzungen ist eine Xorg-Session erforderlich. Ausgehende Verbindungen mit Wayland sind möglich. Für den produktiven Einsatz wird bei beiden Anwendungen zu X11 geraten.
RustDesk setzt sich mit diesem Update weiter von der Konkurrenz ab, wenn es um die Unterstützung von Wayland und Linux allgemein geht. Damit ist RustDesk im Hinblick auf Wayland-Unterstützung auf einem besseren Weg als andere Remote-Desktop-Lösungen, aber es besteht noch Entwicklungsbedarf, primär für professionelle Szenarien und vollständige Desktop-Funktionalität. Die neuen Funktionen können in den aktuellen Nightly Builds getestet werden.

In der Theorie ist es ja eine tolle Software aber man hört immer wieder Geschichten über chinesischen Einfluss. Außerdem scheint es keine günstige Möglichkeit zu geben den Webclient für ein selbstgehostetes Setup zu erwerben. Nur das Abo für 10 Euro/Monat.
Der Webclient gehört zur Pro-Lizenz und ist kostenpflichtig. Die kostenlose Community-Variante zum Selbsthosten enthält den nativen Desktop-Client und die Serversoftware. Benutze ich schon lange, funktioniert einwandfrei.
Die Betreiberfirma Purslane Ltd sitzt in Singapur und wurde vom Chinesen Zhou Huabing gegründet. CEO ist der Amerikaner Joseph Jacks. Die Gerüchte um chinesischen Einfluss sind unbelegt. Der Code ist offen, wenn da was wäre, dann wäre das vermutlich bereits herausgekommen.
Nachdem die Communityvariante in Docker mit Server bei mir nicht lief (Linuy Client (mit Wayland) sah Windows remote Windows nicht, umgekehrt schon), nutze ich die serverlose Direktverbindung. Geht natürlich nur im LAN, aber auch über eine VPN Verbindung.