Nitrux 5.0.0

Nitrux 5.0.0 ersetzt KDE Plasma durch Hyprland

Nitrux ist eine der Distributionen, die eher im Verborgenen blühen. Das Debian-basierte Projekt unterscheidet sich in einigen Punkten von der Mehrzahl der Linux-Distributionen. Zum einen setzt es auf OpenRC anstatt auf Systemd, zum anderen bringt es ein nur lesbar eingehängtes Root-Dateisystem mit, fällt also in die Kategorie Immutable.

Von Plasma zu Hyprland

War bisher KDE Plasma mit dem Aufsatz NX-Desktop Standard bei Nitrux, so tauschen die Entwickler um Uri Herrera diesen gegen den Wayland-Tiling-Compositor Hyprland und schlagen damit ein neues Kapitel für diese Distribution auf. Anders als klassische Desktop-Umgebungen fokussiert Hyprland stark auf effizientes Kachelmanagement, bei dem Fenster automatisch nebeneinander angeordnet und bei Bedarf neu skaliert werden, um den verfügbaren Bildschirmplatz optimal zu nutzen. Die Pläne, die Maui Shell als primären Desktop bei Nitrux einzusetzen, wurden wegen fehlender Entwicklerressourcen auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

Optimierte Abbilder

Die Distribution bietet Abbilder für Systeme, die entweder eine NVIDIA-GPU oder AMD/Intel verwenden. Erstere erhalten einen für CachyOS gepatchten Kernel, das Image für AMD und Intel kommt mit einem Liquorix-Kernel 6.17.7. Hyprland wird mit Waybar als Panel, Crystal Dock für den Start von Anwendungen, Greetd als Anmeldungsmanager und QtGreet als Display-Manager ausgestattet.

Viele eigene Tools

Die Immutability wird durch NX Overlayroot gewährleistet, während das Nitrux Update Tool System für die Rollback-Funktion verantwortlich ist. Anwendungen werden per NX-Apphub bereitgestellt oder gebaut, mit Flatpak und Distrobox als Alternativen. Nitrux lässt sich zwar als VM ausführen, kann seine Stärken dort aber nicht ausspielen, denn die Distribution ist auf moderne, leistungsstarke Hardware optimiert. Die beiden Images für Nitrux 5.0.0 stehen auf SourceForge zum Download bereit.

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2 Kommentare

    1. Hab’s mal auf der Spielzeug-Partition installiert. Es ist ziemlich umständlich, auf dem System irgendetwas zu installieren. Paketmanager gibt’s nicht (okay, System ist immutable, aber bei den bisher ausprobierten immutables konnte man sich trotzdem mit dem Paketmanager was ins overlay hämmern).

      Waybar ist nett vorkonfiguriert, Hyprland dagegen nicht. Hauptkritikpunkt ist, dass sie einem auch kein Cheatsheet einblenden. Also einen Blick in .config/hypr/hyprland.conf.
      Einen Launcher mitzubringen haben sie vergessen (oder es war Absicht).
      Auf Gentoo habe ich fuzzel installiert, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es auf dieses System draufbekomme. Mir ist nicht bekannt, dass es das als Flatpak oder AppImage gibt. Die binary ist auch super winzig. Evtl. haemmere ich mir die einfach von gentoo nach ~/.local/bin/

      Ich wollte als PoC aber eigentlich nur meinen Lieblingseditor kakoune (shell-basiert) installieren.
      Flatpak ist immerhin vorkonfiguriert, kennt aber nur Apps mit GUI. Jetzt muss ich mir entweder einen Container suchen, in dem ich das bauen kann oder kompiliere mir Gentoo Prefix ins Homeverzeichnis, damit ich es “nachhaltig” installieren kann. Irgendwie ziemlich kaesig fuer so eine Kleinigkeit.

      Die Flatpak Konfiguration braucht auch noch etwas Nacharbeit, weder KeepassXC noch Nextcloud-Desktop konnten auf den /media Ordner zugreifen.

      Ich will es eigentlich moegen, aber es macht es mir sehr schwer.

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