Kurz vor den Feiertagen haben die Entwickler der auf Debian Unstable basierten Distribution siduction eine neue Veröffentlichung freigegeben.
Das aktuelle Release der seit 2011 entwickelten Rolling-Release-Distribution hört auf den Codenamen »Shine on…«, eine Reminiszenz an das legendäre Album von Pink Floyd und gleichzeitig eine Verbeugung vor den Entwicklern des KDE-Projekts, die mit Plasma 6 die Tradition des KDE-Desktops erfolgreich fortsetzen.
Desktop-Umgebungen
siduction 2024.1.0 ist ein Schnappschuss von Debian Unstable aka Sid vom 23.12.2024. Es bietet mehrere Editionen mit den Desktop-Umgebungen KDE Plasma 6.2.4.1, LXQt 2.1.0-1, Xfce 4.20, Xorg und noX. Die beiden letztgenannten eignen sich für Anwender, die ihr System auf einem nackten Xorg oder ganz ohne X-Server aufbauen möchten. Als Kernel kommt bei allen Editionen Linux 6.12.6 zum Einsatz.
Btrfs und Snapper
Bei der Verwendung von Btrfs als Dateisystem ermöglicht siduction, Snapshots per Snapper mit einer GUI zu verwalten. Hier wurden in den vergangenen Monaten Verbesserungen im Paket siduction-btrfs vorgenommen. Unter anderem wurde Unterstützung für systemd-boot hinzugefügt und dazu Installationsabhängikeiten zu grub-common und grub-btrfs entfernt. Überdies wird nun das Snapper-Plug-in-Verzeichnis verwendet. Zu Btrfs und Snapper informiert das siduction-Handbuch im einem eigenen Kapitel unter Systemadministration → Btrfs und Snapper.
Weitere Einzelheiten zu siduction 2024.1.0 »Shine on…« sind in den Release Notes auf der Webseite des Projekts nachzulesen.

Schön.
Ich sag mal vielen Dank für die Arbeit, auch wenn ich es nicht nutze. Aber da es Open Source ist, können unter Umständen ja auch andere profitieren.
Naja Kernel 6.12.x ist zur Zeit keine Empfehlung wenn man virtuelle Maschinen mit Hardware Passthrough einsetzt, den der Kernel enthält mehrere gravierende Fehler die schlimmstenfalls zum Absturz des gesamten Systems führen können, wie ich selbst feststellen durfte. Außerdem soll es aktuell einen Bug im AMD Grafiktreiber geben.
Gut das der Kernel LTS ist. So werden fast alle mal was davon haben. 😀
Ja das hat mich auch gestört das er so schnell zu LTS gemacht wurde. Die Statistik bei mir war bisher verheerend. Aktiviertes Resizable Bar führte bisher immer zum Treibercrash in meiner Windows VM, beim 6.11 funktioniert das noch völlig problemlos. Dann gab es ungeklärte Grafik Aussetzer beim Host wo der Bildschirm auf einmal schwarz wurde und nicht mehr wieder kam usw. Offensichtlich war die jetzige Integrierung von Realtime in den Kernel eine nicht ganz durchdachte Idee, den die einzige Fehlermeldung die ich mal erhaschen konnte deuten auf die Realtime Implementierung hin.
Ich verwende noch 6.6, daher Spekulatius. Das klingt nach einem VMproblem, die RT-Implementierung des Kernel ist schon alt und erprobt. Es wird jetzt zusammen eingesetzt.
Ja die RT-Implementierung ist alt du sagst es während die ReBar Unterstützung erst seit Kernel 6.1 integriert ist und das wird der Punkt sein, es wird in dem Zusammenhang nie richtig getestet wurden sein, da kaum eine Distribution als Standard einen RT-Kernel verwendet. Ich habe nach der Fehlermeldung gesucht und immer wieder Hinweise gefunden das das Problem mit dem RT Kernel zusammen hängt. Das ausschalten von ReBar beseitigt das Problem ja auch, ist aber leider nicht unbedingt das gelbe vom Ei, da einige Spiele und Programme doch deutlich Nutzen davon ziehen und ohne deutlich langsamer laufen.
Siduction rollt mit Debian Sid und der nächste Kernel kommt bestimmt.
Aha, ein Weinachsgeschenk und auch so nett verpackt. Das werde ich ganz in aller Ruhe mal über die Jahre auspacken und mir auf einen Rechner spielen. Dankeschön.