Gestern feierte Slackware, neben Debian eins der Urgesteine der Linux-Distributionen, seinen 30. Geburtstag. Patrick Volkerding kündigte am 16. Juli 1993 in der Newsgroup comp.os.linux die Verfügbarkeit von Slackware Linux 1.00 an. Die neue Distribution, die auf SLS (Softlanding Linux System) und Linux 0.99 basierte, aber stark modifiziert wurde, kam in Version auf 11 oder 13 Floppy-Disks.
Älteste noch aktualisierte Distribution
30 Jahre später ist Slackware bei Version 15 angekommen, was auch hier wieder Parallelen zu Debian aufweist, die auch einen Release-Zyklus von rund zwei Jahren haben. Allerdings dauerte es fünf Jahre von Slackware v14 zu v15, was schon zu Gerüchten über die Einstellung der Distribution führte. Daran schuld waren zum Teil finanzielle Probleme, da Volkerding von den Betreibern des Slackware-Shops betrogen wurde und fast bankrottging. Denn ebenso wie bei Debian steht hinter Slackware kein Unternehmen, dafür aber enthusiastische Nutzer und Beitragende sowie ein unbeugsamer lebenslanger wohlwollender Diktator Patrick Volkerding.
Die Slackware-Philosophie
http://www.slackware.com/info/
Seit der ersten Beta-Veröffentlichung im April 1993 hat das Slackware Linux-Projekt das Ziel, die “UNIX-ähnlichste” Linux-Distribution auf dem Markt zu entwickeln. Slackware hält sich an die veröffentlichten Linux-Standards, wie z. B. den Linux File System Standard. Wir haben immer Wert auf Einfachheit und Stabilität gelegt, und so ist Slackware zu einer der beliebtesten, stabilsten und freundlichsten Distributionen auf dem Markt geworden.
Für viele Einsatzzwecke
Slackware hat für jeden etwas zu bieten. Es unterstützt 32-bit, 64-bit und ARM und ist für den Desktop-Einsatz ebenso vorbereitet wie für Serverdienste oder Entwicklung. KDE Plasma ist bei Slack die primäre Desktop-Umgebung, Xfce ist ebenfalls im Angebot. Slack verwendet kein Systemd, anstelle dessen kommt bsdinit zum Einsatz. Wenn es um die Installation geht, so ist Slack eher bei Arch Linux angesiedelt als bei Debian. Hier ist Handarbeit auf einer recht antiquierten Ncurses-Oberfläche angesagt. Selbst nach der Installation ist noch eine Menge zu tun, wie User anlegen, Desktop lokalisieren, Runlevel anpassen und einiges mehr. Als Bootmamanger ist LiLo an Bord.

Ich wünsche Slackware und allen Slackern zumindest weitere 30 Jahre. Alles Gute zum Geburtstag, Pat. Genau einen Monat später, am 16. August, feiert dann Debian seinen 30sten. Slackware und Debian – wahre Ikonen der Freien Software.

Schön, dass es Slackware gibt. Und solange es da ist, kann der Rest auch ruhig mal hübscher da her kommen. Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag und Dankeschön.
Herzlichen Glückwunsch liebes Slachware Team. Auf weitere spannende Jahre …wenn gar nur aus der Sicht eines Debianers.
Nach allem möglichen Suse und Redhat artigen Distris war das schlussendlich für viele Jahre meine Distribution der Wahl!
SuSe, RedHat, Slackware und du nutzt heute was …oder immer noch Slackware?
Nochmal überlegt, waren das in den 90ern wohl gar nicht so viele DIstributionen, wie ich dachte. Ein paar Suse Versionen und ein Halloween Linux fallen mir da ein.. Dann zig Jahre Slackware und Salix.
Vor ca. zwei Jahren habe ich dann auf das neue Notebook Void drauf gemacht, weil ich keine Lust hatte mir ein Slackware/Salix Current selbst zusammenzubasteln.
Auf Servern bevorzuge ich inzwischen FreeBSD und Alpine Linux.
Alles Gute an Slackware (die Mutter aller Distributionen) und die Slacker, bleibt so wie ihr seit und auf noch viele viele Jahrzehnte mit Euch !!!