Nachdem TUXEDO Computers aus Augsburg vor rund sechs Wochen bereits das InfinityBook Pro 14 – Gen10 mit AMD-Komponenten vorgestellt hat, folgte jetzt die Freigabe für das InfinityBook Pro 15 – Gen10 AMD.
AMD Ryzen AI 300
Mit seinen AMD Ryzen AI 300 Prozessoren und bis zu 128 GB DDR5-Arbeitsspeicher bietet das hochwertige Business-Ultrabook eine Menge Rechenleistung für Softwareentwickler oder Medienschaffende. Die CPUs bieten integrierte Grafikkarten von Radeon 860M bis hin zur AMD Radeon 890M, die nicht nur genug Leistung für alle Alltagstätigkeiten, sondern auch ausreichend Power für grafisch weniger aufwendige PC-Spiele in 1080p‑Auflösung liefern soll.
Vollaluminiumgehäuse
Für Daten stehen bis zu 8 TB Speicherplatz bereit. Verpackt ist das alles in einem dünnen und leichten Vollaluminiumgehäuse, das bei einer Gesamthöhe inkl. Display von unter 2 cm zum geringen Gewicht von 1,75 kg beiträgt. Unter der Leichtmetallhaube sorgen zwei 7-mm-Lüfter und zwei Heatpipes für einen möglichst leisen Betrieb.
Display und Tastatur
Das 15,3-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln, eine Wiederholrate von wahlweise 60 oder 240 Hz, ein 16:10-Seitenverhältnis und eine 100 % sRGB-Farbraumabdeckung. Die Helligkeit wird mit ~500 cd/m2 angegeben. Bei der Tastatur handelt es sich um ein vollständiges Layout mit vierspaltigem Nummernblock und großen, ergonomisch abgesetzten Pfeiltasten. Der Kunde hat die Wahl zwischen dem klassischen ISO- und dem im US-amerikanischen Raum verbreiteten ANSI-Tastaturlayout.
Das Businessnotebook wird per leichtem und kompaktem USB-C-Netzteil (Power Delivery DC-In) aufgeladen. HDMI 2.1 und 2x USB-C/DisplayPort (1x DP 2.1, 1x DP 1.4) erlauben den Anschluss von bis zu drei externen High-Resolution-Monitoren. Datenseitig stehen 3x USB-Typ-A sowie ein Full-Size-Kartenleser (SD/SDHC/SDXC) zur Verfügung. Komplettiert wird die Konnektivität durch einen kombinierten Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss sowie einen Netzwerk-Port.
Software
Softwareseitig wird TUXEDO OS vorinstalliert, wobei der Kunde sich alternativ für Ubuntu 24.04, jeweils verschlüsselt oder unverschlüsselt, entscheiden kann. Über die WebFAI sind zudem Kubuntu, Ubuntu Mate oder Xubuntu in der aktuellen LTS-Version im Angebot. Natürlich kann sich der Kunde selbst eine andere Linux-Distribution installieren. Windows 11 wird auf Kundenwunsch als reale Installation mit oder ohne Lizenz sowie virtuell installiert.
Das TUXEDO InfinityBook Pro 15 – Gen10 kann ab sofort im Shop von TUXEDO vorbestellt werden. In der Standardausstattung mit AMD Ryzen AI 7 350, 16 GB (2x 8GB) DDR5 5600 MHz Kingston RAM, 500 GB Samsung 980 NVMe kommt zum Einstiegspreis von 1.299 Euro nach Hause. Die Komponenten werden als lagernd ab dem 18. August angegeben.

Vielen Dank für den Artikel und die zusätzlichen Ausführungen von dir Cpt Dotter.
Was ich schade finde, wobei ich die Beweggründe ja kenne, dass hier nur über Tuxedo Geräte berichtet wird.
Würde gerne auch etwas über Framework Geräte lesen und ja, auf gnulinux.ch gibt es eine kleine Serie zu einem FW Lapi.
Tuxedo-Geräte kenne ich, Frameworks nicht.
https://frame.work/de/en und hier auf gnulinux.ch der Artikel dazu: https://gnulinux.ch/das-framework-13-amd-laptop-als-daily-driver
Da gibt es meine ich zwei Teile und-/oder den Link zu dem original Blog. Musst du mal schaun.
Framework ist stark mit der Linux Community verbandelt, aber das bekommst du schnell selber heraus.
Ich würde ein solches Gerät ausprobieren wollen.
Leider sitzt Framework kN der USA. Das finde ich nicht ganz einfach, aber das gehört hier nicht hin.
Was ich meinte ist, ich kenne Tuxedo aus dem täglichen Gebrauch, Framework hatte ich nie in Händen.
Mein Fehler🤗 …aber dan hättest du vielleicht auch ein Interesse daran, oder?
Vielleicht könnte Ferdinand von FrameWorks eins zum Testen bekommen.
Hi,
es wäre schon geil zu wissen, was man alles bei einem Framework Laptop unter Linux so alles kontrollieren kann.
Von daher war der Link von Christopher sehr interessant, der vorgestellte Laptop macht einen echt schmalen Fuß – besonders die manuell abschaltbare Mikrophone fand ich klasse. Dass man sich die Anschlüsse selbst zusammen stellen kann, sowieso.
Leider schlägt sich der Luxus auf den Preis nieder, so 500-1000 Kröten mehr als bei einem (fast) vergleichbaren Tuxedo (aber dafür eben auch echt costumized bis zum Anschlag).
Letztendlich denke ich, mit einem Framework macht man definitiv nichts falsch (wenn man ihn sich leisten möchte).
Wenn ihr (LinuxNews) ein Testgerät bekommen könntet, es wäre schon geil, eure Erfahrung zu lesen. 😉
Ich hab das bereits vor ~ einem Jahr ohne Erfolg versucht.
Wenn das Gen10 (AMD) so funktioniert/aufgebaut ist wie das Gen 9, kann ich folgendes dazu schreiben:
Tastatur:
sehr angenehmer Anschlag, gutes Layout (besser als bei den meisten anderen Laptops), separates Zahlenfeld. Für Hintergrundbeleuchtung ist eine Kernelanpassung erforderlich (*)
Bildschirm:
wenn man von FullHD kommt, dann ist das höher auflösende Display schon eine Umgewöhnung, es ist matt und mehr als ausreichend hell (oder angenehm dunkel).
Schaltet man von 240Hz auf 60Hz herunter, macht sich das im Akkubetrieb positiv bemerkbar.
Leistung:
mehr als genug für meine Bedürfnisse, habe den Laptop eh nur mit powersave-Gov laufen
Hier sollte der größte Unterschied zwischen Gen9 und Gen 10 liegen.
Aufrüsten:
mal von den Schrauben abgesehen (Jammern auf hohem Niveau) ist das Öffnen, Teile ein-/ausbauen und Schließen ein Traum (verglichen mit einem Dell Inspiron 16 oder HP 255G7 und anderen Laptops).
Anschlüsse:
ein weiterer Pluspunkt. Wo andere Hersteller an den Anschlüssen sparen, kann ich an den Tuxedo beim Installieren bis zum Anschlag alles dranpacken, was man so braucht: Maus an USB-A, ext. SSD und USB-Stick, evtl. sogar LAN (sofern Schnittstelle erkannt wird)
Booten:
ich kann vom EFI heraus alle bootbare Partitionen auswählen, unabhängig davon, ob sie auf SSD 1 oder SSD 2 liegen
Tuxedo-Kernel laufen nur mit deaktiviertem Secure-Boot (da der von Tuxedo gepatcht ist)
Was nicht so gut ist (imho):
nur mit Tuxedo-Kernel: Battery charge limits, Keyboard Backlight, angepasste Lüftersteuerung – Tuxedo hat dafür Kernel-Implementierung eingereicht, ob und wann das kommt, ist offen (aber sie bringen sich da ein)
Ubuntu wird (Stand Juli 25) von den Tuxedo-Tools nur bis 24.04. LTS unterstützt, das neuere 25.04. ist außen vor; und dann laufen mit dem Original-LTS auch nicht alle Optionen der Tuxdeo-Tools (na hätte ich das mal voher gewusst). Für andere Distros wird die Situation vergleichbar sein.
Was ich gut finde:
Firmware-Update ohne Windows geht (per USB) – das war mir soooo wichtig
je nachdem, was man so macht, läuft der Laptop mit Akku über 10h, ich hatte phasenweise bei 80% Ladung noch >13h “auf der Uhr”.
Ubintu 25.04 (oder auch 24.04) lief out of the box (OT: sofern der Installer nicht abkackt, aber selbst nach einem Absturz während der Installation lief diese bis zum erfolgreichen Ende – das ist aber Ubuntu-spezifisch)
Schieberegler für die Kamera
Laptop (Gen 9) lässt sich über USB auch mit 85W betreiben und laden (siehe Anmerkungen von Tuxedo zum Thema USB Charging), ob das auch an Monitor mit PD 65W geht, hab ich noch nicht getestet – hier wird Gen 10 wohl abweichen und mehr Saft verlangen.
Mein Fazit:
Kaufempfehlung (hätte ich den Dell doch übersprungen, lol)
Hallo nochmals, ich muss was nachreichen:
zunächst mal, der LAN-Treiber lief nicht out-of-the-box, den musste ich nachinstallieren (und bis ich den gefunden hatte… => https://deb.tuxedocomputers.com/ubuntu/pool/main/t/tuxedo-yt6801/ )
mit dem letzten Kernelupdate von Ubuntu scheint es so zu sein, dass jetzt auch Tuxdeo-DEBs laufen, die es vorher nicht taten (Achtung: könnte auch am User gelegen haben – nur der Vollständigkeit halter angemerkt!)
Jetzt läuft das Tuxedo Control Center unter 25.04 und das bedeutet:
Keyboard-Beleuchtung? Check
Akku-Ladebegrenzung? Check; Ladeverhalten (= Leistung oder Laden priorisieren) Check
Fan-Kontrolle? Check
CPU-Takt-Beschränkung? Check
nut tomte läuft (noch) nicht – ich kann es wohl gerade so verschmerzen 😉 😉
Mal im Ernst: so viel Kontrolle unter Linux hatte ich noch nie.
Und das dürfte dann auch bei dem Gen10 funktionieren (und wenn es jetzt doch noch nicht gehen sollte, dann kommt es noch)