Mit TUXEDO PRO M, L und XL legt das für seine Linux-Notebooks bekannte Unternehmen TUXEDO Computers aus Augsburg zum Jahresbeginn eine neue PC-Reihe auf, die High-End-Hardware in zurückhaltender Optik mit einer herausragenden Kühlung vereint.
Der Kleine
Alle drei Geräte der Serie stehen für besonders leise und klassisch-schlicht gestaltete Linux-Workstation-PCs. Die geringe Lautstärke wird teilweise durch schallgedämmte Stahlplatten im Gehäuse und eine sehr leistungsfähige Kühlung erreicht, die entsprechend leise arbeiten kann.
Der kleinste PC in dieser Reihe ist der TUXEDO PRO M Gen1, der bereits Ende letzten Jahres erschien. Bei der CPU setzen alle drei Geräte auf Intel, beim PRO M reicht die Spanne vom Core i5-14500 mit 14 Cores und 65 Watt TDP bis zum Core i9-14900K mit 24 Cores und einer TDP von 125 Watt. Bei den Grafikkarten stehen Karten von Nvidia und AMD bis hin zu einer NVIDIA GeForce RTX 4070 SUPER respektive einer AMD Radeon RX 7700 XT zur Wahl, der Arbeitsspeicher ist bis auf 64 GByte DDR4-RAM erweiterbar. Auch für reichlich Massenspeicher ist bei Anschlussmöglichkeiten für 2 × M.2-NVME und 4 x SATA3 6.0 Gbyte/s gesorgt.
Die Kühlung der CPU wird von einer Wasserkühlung mit 2 × 120 mm Lüftern übernommen. Zusätzlich können bis zu vier Gehäuselüfter verbaut werden. Selbst bei Volllast erzeugt das Gerät angeblich keine störenden Geräusche, also keinen hochfrequenten Ton oder kein Rattern, sondern nur ein Luftrauschen. Das alles ist in einem geräuschgedämmten Gehäuse aus Alu und Stahl mit gebürsteter Alu-Front und auf Wunsch einer getönten Seitenscheibe aus gehärtetem Glas verpackt. Die Maße des PRO M liegen bei 399 × 205 × 361 mm bei einem Leergewicht von 7,2 kg.

Der in der Mitte
Der in der goldenen Mitte angesiedelte PRO L Gen 1 wird heute im Tagesverlauf veröffentlicht und unterscheidet sich vom PRO M durch ein ebenfalls geräuschgedämmtes, aber etwas größeres Gehäuse mit den Maßen 399 × 205 × 406 mm. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die bis zu 192 GByte DDR5-RAM, die auf vier Bänken eingesteckt werden können.
Der Große
Am anderen Ende residiert der vor einigen Tagen freigegebene TUXEDO PRO XL – Gen1. Der Bolide verbindet auf Wunsch absolute High-End-Hardware mit einer herausragenden Kühlung für höchsten Geräuschkomfort beim konzentrierten Arbeiten und für eine ungestörte Gaming-Experience. Was ihn von PRO M unterscheidet, sind einmal die Maße des wie bei den kleineren Brüdern von Fractal stammenden geräuschgedämmten Gehäuses aus Alu und Stahl von 547 × 240 × 475 mm. Die für komplexe KI-Workloads wichtige Aufrüstoption auf 192 GByte DDR5-RAM, über die auch der PRO L verfügt und die 4 M.2-Slots sowie insgesamt 6 SATA3 6.0 Gbyte/s Ports sind weitere Unterscheidungsmerkmale. Die Optionen für Grafikkarten reichen beim PRO XL bis zu NVIDIA GeForce RTX 4090 oder AMD Radeon RX 7900 XT. Die Anschlüsse umfassen HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 sowie 10x USB-A und 2x USB-C.
Gleiche Standard-Konfiguration – unterschiedliche Gehäuse
In der Standard-Konfiguration bieten alle drei Geräte eine Intel Core i5-14500 CPU, 16 GByte RAM, 500 GByte Samsung 980 NVMe und eine Wasserkühlung. Die Preise für den PRO M liegen dafür bei 1.149 EUR. Für den Pro L sind mindestens 1.284 EUR zu bezahlen, während der PRO XL bei 1.449 EUR beginnt.
Nach den nötigen Qualitäts-Tests werden die drei PRO-Varianten auch mit den kürzlich veröffentlichten AMD-CPUs verfügbar sein.

Das Gehäuse ist ein Fractal Design Define Nano (also der kleine Rechner), wenn ich mich nicht irre.
Wegen dem Logo vorn: Ist da bekannt, ob das einfach nur ein Sticker ist, den man draufgeklebt hat oder lackiert ist oder ist das ins Material gelasert?
Das ist gelasert.
Ah, okay. Danke. Das ganz Edle also.
Spannend! Es wäre toll wenn TUXEDO dazu eine Gamer-Community* entwickeln würde, mit der auch z.B. Erkenntnisse aus Test / Benchmarks zu den unterschiedlichen Konfigurationen teilen würde. Speziell auch wie sich CPU-GPU Kombinationen von Intel, AMD und NVIDIA verhalten, Erkenntnisse aus Treiber und Kernel Konfigurationen weitergegeben werden. Auch, ob proprietäre Treiber. mit ausgeliefert wäre etwas für die Specs.
Bei der Gelegenheit auch noch ein Wunsch an das TUXEDO OS: Hier wäre ein Option wie z.B. bei Mint den Kernel in der Aktualisierungsverwaltung hin- und zurück wechseln könnte. Einige Gamer-Distributionen bieten das auch.
Damit könnte sich der Hersteller einen besonderen Status in diesem speziellen Marktsegment erschließen!
*Social Media nicht vergessen!
Nimm doch einfach Mainline und aendere beim Hochfahren im Grub. kein Ding.
Das mit den Kerneln wäre schwierig, da diese speziell an die Hardware angepasst sind.
Na dann kompilierste Den Kernel halt selbst aus den sourcen.
Ist doch kein Hexenwerk, dauert bei der Maschine nicht lange und du kannst nebenher sogar arbeiten, wenns nicht riesige Ansprueche hat.