TUXEDO OS

TUXEDO OS aktualisiert

TUXEDO OS ist eine semi-rollende Distribution des Notebook-Herstellers TUXEDO Computers. Sie nutzt Ubuntu LTS als Basis, hält essenzielle Pakete aber auf einem aktuellen Stand. Dazu zählen neben den hauseigenen Tools wie TUXEDO Control Center oder Tomte der Plasma Desktop, Kernel, Grafikstack inklusive Mesa und PipeWire sowie Firefox und Chromium. TUXEDO OS ist nicht auf Geräte von TUXEDO beschränkt, sondern kann auch auf Geräten anderer Hersteller installiert werden.

Rebase auf Ubuntu 24.04.1

Seit gestern erhalten Anwender von TUXEDO OS beim Start ihres Geräts die Meldung, dass ein Systemupgrade für ihr System vorliegt. Dabei wird der Unterbau von Ubuntu 22.04 LTS auf 24.04.1 LTS angehoben. Wer bereits einmal ein Ubuntu-System von einer LTS-Version auf die nächste angehoben hat, weiß, dass das eine knifflige Angelegenheit sein kann. Das gilt besonders, wenn PPAs und andere Repositories aus dritter Hand im Spiel sind. Deshalb zeigt TUXEDO OS auch eine dringliche Warnung an, bevor das Upgrade-Script loslegt.

Das Upgrade bringt neben dem Rebasing auf Ubuntu 24.04 folgende aktuelle Pakete mit:

  • Kernel 6.11.0-103009-tuxedo
  • Plasma 6.1.5
  • Frameworks 6.6.0
  • Qt 6.7.2
  • KDE Gear 24.08.1
  • Firefox 132.0
  • Mesa 24.2.4
  • PipeWire 1.2.5

Der Plasma-Desktop, der mittlerweile v6.2.2 erreicht hat, wurde vom Upgrade ausgespart, um eventuell auftretende Probleme nicht zu verquicken. Dieses Upgrade wird in Kürze nachgeschoben. Eine weitere Änderung betrifft die Versionierung. TUXEDO OS wird künftig keine Versionsnummern mehr verwenden. Eine Erklärung dafür findet sich hier.

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25 Kommentare

  1. TuxedoOS ist klasse, mir stößt nur die Ubuntu Basis auf. 24.04 ist einfach für mich zu schlecht. Während OS3 100% zuverlässig lief, crasht mir 24.04 beim runter fahren, zusätzlich ist auch Calibre aus den Repos kaputt. Bin dann doch zu Fedora 41 mit Tuxedo Repo+Treibern gewechselt, weils da technisch einfach noch runder läuft.

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  2. Also ich hab das Skript direkt mal ausprobiert. Nur ein Fremrepo war enthalten, für ein Office Paket, System ist ein Tuxedo Laptop.
    Leider hängt bei mir das Upgrade in Schritt 2, bei Aktualisieren der Pakete. Dürfte wohl daran liegen, daß das Skript meinen Internetzugang zerschossen hat, WiFi wie auch Kabel funktionieren nicht mehr, keine Ahnung warum und ob es sich beheben läßt oder ich ob komplett neu aufsetzen muß.

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    1. Hole dir das Live Image, boote selbiges, benutze den Chroot-Helper um in das installierte System zu chrooten. Sollte der chroot erfolgreich sein, mache nacheinander Folgendes:

      apt update
      apt upgrade
      apt dist-upgrade
      apt install plasma-desktop tuxedoos-desktop
      apt install $(</usr/share/tuxedo/packagelist)
      

      Sollten diese Schritte erfolgreich sein, tippe exit und dann reboote den Rechner.

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  3. Gefällt mir. Gefällt mir sehr gut.
    Eine Sache, die mich bei Linux immer ein bisschen gewundert (geärgert) hat, ist, dass man i.A. nicht ohne weiteres eine Anwendung unabhängig vom Betriebssystem aktualisieren kann. Während man ein jahrealtes Windows haben kann, aber trotzdem die neuste Version einer Anwendung. Flatpak etc. lösen das Problem inzwischen ansatzweise, aber grundsätzlich hat man immer entweder eine stabile Basis mitsamt stabilen Anwendungen (à la Debian, Ubuntu) oder ständig Updates sowohl für die Basis als auch alle Anwendungen (à la Arch, Tumbleweed).
    Ich glaube, Tuxedo liefert hier etwas, das den Vorstellungen und Wünschen vieler Anwender recht nahe kommt.

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    1. “Eine Sache, die mich bei Linux immer ein bisschen gewundert (geärgert) hat, ist, dass man i.A. nicht ohne weiteres eine Anwendung unabhängig vom Betriebssystem aktualisieren kann.”
      Ja, das ist schwierig.
      Bei Windowsprogrammen ist es wohl so, hat mir ein Freund erklärt, dass die ihre .dll statisch verlinken, also nicht die Systembibliotheken verwenden. Das hat den Vorteil, dass man für Programm XY brandneue .dll verwenden kann, das System aber noch die alten verwendet… oder umgekehrt.
      Hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist die Sicherheit, ein weiterer, dass ggf. mit der Zeit viele Programme alle eigentlich die selbe .dll haben, aber jedes seine Version mitgebracht hat und dann mehr Speicher verbraucht wird.
      Bei .so in Linux ist es eher so, dass die an einem Platz liegen und von diversen Programmen verwendet werden… was aber bei neuen Programmversionen auf Linuxen mit älteren Versionen dieser Bibliotheken dazu führt, dass man ggf. erstmal das Linux aktualisiern müsste.

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    2. Ich persönlich empfinde Flatpaks als die angenehmere Option, da sie mir mehr Unabhängigkeit bieten. Mit Flatpaks kann ich Anwendungen unabhängig von der zugrunde liegenden Distribution installieren und aktualisieren, was mir mehr Flexibilität in der Softwareverwaltung gibt. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich die beste Entscheidung ist, ein Betriebssystem zu verwenden, das speziell auf Tuxedo-Hardware optimiert ist. Es könnte sein, dass dies zu Einschränkungen führt oder die Kompatibilität mit anderen Geräten beeinträchtigt.

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        1. Der Kernel ist modifiziert und somit nicht Standard-Ubuntu. Am besten greift man als Tuxedo-Nicht-Kunde zu KDE-Neon. Das wird direkt vom KDE-Team und der Gemeinschaft gepflegt und basiert auf Ubuntu LTS. Man hat also den größtmöglichen Support und Community wenn Probleme auftauchen sollten.

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          1. Klar ist der modifiziert. Aber welcher Distro Kernel ist nicht modifiziert?
            Da wird doch keine Funktionalität entfernt!

            Der Tipp mit KDE Neon ist nicht gut. Das Projekt ist offiziell deprecated und ein Nachfolger (ohne Ubuntu Basis) ist bereits angekündigt.

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                  1. Würde sagen, dann schaut man mal bei den Ubuntu-Brüdern vorbei, weil die ja die Base gestellt haben – wenn man kein Gerät bei Tuxedo gekauft hat. Dass Tuxedo lediglich ihre Hardwarekunden supporten ist verständlich.

                    Außerdem leiten die ihre Kernel-Patches ja auch an Upstream weiter. D.h. früher oder später kommen diese Änderungen ja auch in jedem anderen Distrokernel an. Und nirgendwo wurde etwas weggenommen.

                    Insofern nochmal die Frage: warum sollte der Betrieb des OS auf nicht-Tuxedo Geräten Kompatibilitätsprobleme auslösen?

                    Also, wenn jetzt jemand daherkommt und Bock hat auf ne LTS Distro ohne “Snaps-für-alles”, mit aktuellem KDE, besserer Integration und ein paar zusätzlichen, sinnvollen Apps obendrauf. Warum dann nicht diese?

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