Fedora 41

Fedora 41 ist da!

Fedora 41 wurde gestern offiziell freigegeben und ist, wie nicht anders zu erwarten, vollgepackt mit Neuerungen. Alle Editionen von Fedora 41 liefern Kernel 6.11 aus, die Workstation-Variante bringt das am 18. September freigegebene GNOME 47 zu den Anwendern.

X11 von den Installationsmedien entfernt

Fedora Workstation 41 entfernt X11 von den Installationsmedien als Teil von GNOMEs Initiative, die X11-Unterstützung auslaufen zu lassen. Die Pakete sind aber weiterhin in den Fedora-Repositories verfügbar und können bei Bedarf manuell installiert werden. Fedora KDE war diesen Schritt bereits mit Fedora 40 gegangen.

Die neue Fedora-Version erlaubt erneut die Installation des Nvidia-Treibers per GNOME Software, die zeitweise ausgesetzt war, weil sie nicht mit Secure Boot umgehen konnte. Dabei kann der Anwender jetzt einen zuvor mit mokutils erstellten Schlüssel nutzen und den Treiber selbst signieren. Damit bietet sich Fedora nicht nur wieder zum Gamen an, sondern auch Anwendungen wie CUDA, LLMs und AI generell sind erneut mit Nvidia-Karten nutzbar.

Endlich DNF5

Bereits für Fedora 38 angekündigt, bringt Fedora 41 den mehrmals zurückgestellten Paketmanager DNF (Dandified YUM) in Version 5 zu den Anwendern. Dank des parallelen Ladens von Metadaten beschleunigt DNF5 Paketabfragen und -downloads. Der Installationsaufwand für Pakete sinkt mit DNF5 um bis zu 60 %. DNF5 beseitigt zudem die Redundanz von Metadaten, indem es die Funktionen von dnf und microdnf zusammenführt. Zudem kann der gleiche DNF bei Containern, Servern und Desktops verwendet werden.

Zwei neue Spins

MiracleWM, ein Tiling-Fenstermanager auf der Basis von Mir, ist einer von zwei neuen Spins in Fedora Workstation 41. Der zweite Neuzugang ist für Tablets und Phones prädestiniert: ein Fedora Spin mit KDE Plasma Mobile und einem Fedora Kinoite Mobile Bootable Container Image. Die bereits bekannten Spins für KDE, LXQt, Xfce, Cinnamon und MATE/Compiz bringen die aktuellen Versionen der jeweiligen Desktop-Umgebung mit.

Als Terminal kommt Ptyxis zum Einsatz und legt besonderes Augenmerk auf Container-Unterstützung. GIMP liegt in Version 2.99.19 im Repository und erlaubt Tests des fast fertigen GIMP 3.0.

Repo-Queries vereinfacht

Weitere neue Funktionen umfassen die Unterstützung von MIPI-Kameras in aktuellen Laptops mit IPU6-Unterstützung, die den IPU6 CSI-Empfänger zusammen mit libcamweras 0.3 Software-ISP-Unterstützung in Firefox über PipeWire verwenden. Nutzer von AMD-Grafikkarten können sich über Unterstützung für ROCm 6.2 freuen. Ein neues Tool für die Kommandozeile hört auf den Namen fedora-repoquery und ermöglicht Abfragen in den Repositories von Fedora, EPEL und CentOS Stream.

Toolchain und Hardware-Verschlüsselung

Python 2.7 wird offiziell in Rente geschickt, es wird außer PyPy kein Python 2 in Fedora 41 geben. Python 3 ist in der aktuellen Version 3.13 an Bord. Den Platz von Redis übernimmt wegen der dortigen Lizenzänderung künftig Valkey. Der power-profiles-daemon wird in Fedora Workstation, KDE Plasma und Budgie von tuned als Standard-Power Profile Management Daemon abgelöst. Die GNU Toolchain wird auf gcc 14.1+, binutils 2.42+, glibc 2.40 und gdb 14+ angehoben und RPM auf v4.20 aktualisiert. Der Installer erhält Unterstützung für Hardware-Verschlüsselung bei SATA- und NVMe-Speichermedien, die TCG OPAL2 unterstützen. Weitere Änderungen sind dem Changeset im Wiki zu entnehmen.

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10 Kommentare

  1. Gibt es inzwischen eine “Saubere” Lösung für die Media Codecs bei Fedora?
    Das ging ja nur über Drittanbieter wie RPM Fusion. Damit hatte ich allerdings sofort nach der Installation Kompatibilitäts Probleme mit vorhandenen Repositories.

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    1. Also, bei mir wurde ohne mein Zutun bisher alles abgespielt.

      Ich hab allerdings die RPM Fusion Repositories installiert, weil ich die libheif-freeworld Bibliothek braucht. Sie dient u.a. dazu, iPhone heif/heic Bilder in Dolphin als Icon darzustellen. (Abschwiff) 🙂

      Jedenfalls hast Du über diese Repositories Zugriff auf alle möglichen Gstreamer Codecs…

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  2. Habe am Montag versucht, den KDE Spin von fc40 spaßeshalber auf die Drittpartition zu installieren und es war dem Installer irgendwie nicht möglich, eine bootfähige Einrichtung zu hinterlassen. Konnte dann durch das lange zuvor installierte refind zwar trotzdem booten (nach einigem Gefiedel mit den Einträgen für die initrd). Es war anschließend mit Bordmitteln nicht trivial möglich, eine funktionsfähige systemd-boot oder grub-Konfiguration zusammenzubauen. DNF hat einfach beides installiert, aber nix lief.

    Habe dann die Partition wieder geleert. Bei dem vorherigen Versuch (mit fc36 oder so) lief es auch nicht besser. Ist vielleicht einfach nichts für mich.

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    1. Mit der Workstation wäre das nicht passiert. Aber spaßeshalber installiert man ja auch kein Betriebsystem auf realer Hardware.

      Bei mir jedenfalls verlief das Upgrade wie seit Version 29 wie immer reibungslos.

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