Wie auf der Ubuntu-Mailingliste zu lesen ist, verzögert sich die Veröffentlichung des zweiten Point-Release zu Ubuntu LTS »Noble Numbat« 24.04 um eine Woche. Eigentlich sollte die Veröffentlichung heute, am 13. Februar, stattfinden.
Kein HWE-Kernel
Abergläubische Naturen werden die Verzögerung vermutlich dem Datum zuschreiben, aber in Wirklichkeit enthielten einige der produzierten Abbilder für die Veröffentlichung nicht den HWE-Kernel, der Bestandteil dieses Updates ist. HWE steht für den Hardware Enablement Stack der Ubuntu-LTS-Ausgaben. HWE für 24.04.2 beinhaltet unter anderem den aus Ubuntu 24.10 zurück-portierten Kernel 6.11 und einen aktualisierten Grafik-Stack. Der neue Release-Termin für Ubuntu ist der 20. Februar.
Kein guter Stern
Ubuntu LTS 24.04 steht unter keinem guten Stern, was die ansonsten sehr verlässlichen Release-Termine von Ubuntu angeht. Bereits die Beta-Version wurde wegen der Sicherheitslücke in den xz-utils um eine Woche verschoben. Gleich zwei Wochen später erschien das erste Point-Release Ubuntu 24.04.1. Hier waren mehrere Release-Blocker am Werk. Damit nicht genug, musste Canonical im September 2024 das zuvor freigegebene Update von 22.04 auf 24.04 wegen eines Fehlers im neuen APT-Solver stoppen. Da könnte man doch glatt abergläubisch werden …
Das nächste, dann hoffentlich wieder pünktliche Point-Release auf Ubuntu 24.04.3 ist für den August 2025 geplant und soll Linux 6.14 sowie den Grafik-Stack von Ubuntu 25.04 »Plucky Puffin« ausliefern.

Das Mailing von Ubuntu ist recht widersprüchlich, denn bei mir zeigt es 24.04.2 inkl dem 6.11er Kernel an.
Die Deutsche Bahn kommt fast immer verspätet an. Aber sie immerhin kommt an!
Deswegen: Einfach gelassen bleiben.
Bei mir ist die 24.04.2 LTS nach einem full-upgrade auf zwei Systemen angezeigt worden. …
Ist denn auch der 6.11 Kernel dabei?
Naja wuerde es nicht so schlimm darstellen.
Das mit xz-utils lag ja nicht an debian und das Problem hatten alle Distributionen die es mit auslieferten, nur war es eben bei Debian gerade in der Releasephase.
Tja und wenn man am Solver rumschraubt, dann kann das schon zu groesseren Problemen fuehren.
never change a running system bewahrheitet sich halt immer wieder.
Da doch lieber konserativ bleiben.
Es geht im Artikel um die Verzögerung des Ubuntu Release und nicht um Debian.
Richtig, aber ubuntu bastelt ja ueberall drin rum.
Das klang etwas so als kaeme es von Debian.
Aber ich sags mal so, als Firma sollte so etwas nicht passieren.
Bei freien Distros kann das immer mal vorkommen.
Aus unternehmerischer Sicht macht Canonical alles richtig.
Im Jahr 2023 erzielte Canonical einen Umsatz von 251 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer beachtlichen Steigerung von 46 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr und zeigt das anhaltende Wachstum des Unternehmens. Canonical beweist damit, dass der Fokus auf Eigenentwicklungen und die Kontrolle über das eigene Produktportfolio langfristig erfolgreich sein kann.
Bei dem zweiten Point Release einer LTS Version sollten nach meinem Verständnis lediglich ausgereifte paches integriert werden. Woran Cononical jetzt noch eilig basten muss und deshalb dann seinen eigenen Termin verpasst, finde ich schon etwas sonderbar.
Du hast natürlich völlig recht, ich hab das bissl falsch verstanden 🙂
Der neue APT-Solver ist bei Debian bisher nur in Unstable und Testing verfügbar. Wird erst mit APT 3.0 offiziell. Ubuntu liefert das mit 2.9.8 an alle aus. Selbst Schuld.
Aber an was machen Sie das fest? Der Grund für die Verschiebung ist der fehlende Kernel. Das hat doch nichts mit Debian zu tun. Und das, was unter dem Abschnitt ”Kein guter Stern” steht, bezieht sich doch auch nur auf die Probleme von Ubuntu.
Bloss nix verbessern, alles bei anno 1880 nach dem Hühnerkrieg belassen. Nur so kommt Linux voran.
Was bedeutet Linux kommt voran?
Es verwendet moderne Techniken wie systemd, PipeWire, Rust im Kernel etc. KI zähle ich nicht dazu, wird sich aber nicht verhindern lassen.
systemd haetten wir koennen auch frueher schon machen aber da es damals noch ungeschriebene Regeln gab, machte man so etwas nicht, weil es ja auch nicht notwendig ist. ….Ansonsten ist systemd nichts weiter als eine Gleichmacherei, die nicht dem Linux Grundprinzip entspricht. …. Was Rust betrifft, was soll daran so revolutionaer sein? Isses nicht es ist nur wieder etwas, wo jeder Torfkopf was programmieren kann. Natuerlich hat man sich da was einfallen lassen aber so begeistert bin ich von Rust nicht mehr, seitdem ich mich mal intensiv damit befasst habe. KI ist nicht so schlecht, so lange man die Firmen da raus haelt. …. Also mit vorankommen hat das alles wenig zu tun, es ist wie PipeWire nur ein anpassen an veraenderte Technologie. … Linux muss nicht vorrankommen, da es kein Firmenprodukt ist.
Es sollte bei allen Distributionen Plasma als einziger Desktop dabei sein.
Man könnte auch einfach mehrere Optionen anbieten; dann kann man sich seine Desktopumgebung auch einfach aussuchen und benutzt was man will und womit man auch zufrieden ist. Crazy Idee, ich weiß.
Du solltest zu Wondoof oder Mac gehen, glaube da biste viel viel besser aufgehoben kleines Trollchen.
Machst du das mit Absicht um Aufmerksamkeit zu bekommen oder bist du einfach so?
Es gibt kaum einen Beitrag, wo du in Kommentaren von dir, du deine Präferenzen und Abneigungen nicht darstellst.
So wie auch hier, hat das so gar nichts mit dem Artikel zu tun. Du haust es als Selbstdarstellung einfach raus.
Regelmäßig sagen dir die Leute im Klartext, was sie von dir und deinen Kommentaren halten.
Nicht nur das es langweilig und kindisch ist, es langweilt.
Bleib doch einfach mal sachlich. Das kannst du auch wie gesehen habe.
Im Absatz ‘Kein guter Stern’ ist gleich am Anfang sicher Ubuntu 24.04 gemeint?
Jruß
Ist es, danke.