Ubuntu MATE

Ubuntu MATE sucht neuen Maintainer

Der MATE-Desktop entstand 2011 als Fork von GNOME 2 durch den ehemaligen Debian-Projektleiter Stefano Zacchiroli und das Debian-Team, um klassische GNOME-2-Funktionen unter GNOME 3 zu erhalten. Ab 2012 steuerte Martin Wimpress zur Paketierung von MATE bei und gründete 2014 zusammen mit Alan Pope Ubuntu MATE, das den leichtgewichtigen Desktop populär machte. Weder Martin Wimpress noch Alan Pope arbeiten noch bei Canonical. Beide haben das Unternehmen 2021 verlassen.

Seit 2015 offizieller Flavour

Im Jahr 2015 erlangte Ubuntu MATE den Status eines offiziellen Ubuntu-Flavours und erschien 2016 erstmals mit drei Jahren Unterstützung als LTS-Version. Jetzt, zehn Jahre später, wird es keine LTS-Ausgabe von Ubuntu MATE geben, da das Projekt diesen Status nicht beantragt hat.

Nachfolger gesucht

Das hat vermutlich damit zu tun, dass Mitgründer Wimpress einen Nachfolger für die Betreuung von Ubuntu MATE sucht, wie er vor wenigen Tagen im Community-Board von Ubuntu MATE schrieb. Er habe nicht mehr so viel Zeit wie früher und auch die Passion für den Desktop sei nicht mehr so stark vorhanden wie früher. Er verfolge in seiner Freizeit lieber andere Interessen. Er sucht jemanden, der bereits zu Ubuntu beiträgt und sich mit Paketierung auskennt.

Weniger LTS-Versionen

Wie aus dem Bericht des Technical Board hervorgeht, wird es auch Ubuntu Unity in diesem Jahr keine LTS-Ausgabe geben, da der Hauptentwickler nicht mehr zur Verfügung steht. Auch Lubuntu sucht dringend Verstärkung und sieht sich derzeit selbstim Wartungsmodus. Die Flavours, die mit Ubuntu 26.04 LTS »Resolute Raccoon« am 23. April eine dreijährige LTS-Version veröffentlichen, sind:

  • Ubuntu Budgie
  • Ubuntu Kylin
  • Xubuntu
  • Lubuntu
  • Edubuntu
  • Ubuntu Studio
  • Ubuntu Cinnamon
  • Kubuntu

Kubuntu wurde nachnominiert und ist deshalb nicht in der ursprünglichen Liste enthalten.

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9 Kommentare

  1. Weis eigentlich jemand wie es um Mate steht?
    Der letzte Blogeintrag auf der Homepage ist vom 27.02.2024.
    Auf Github gibt es zwar vereinzelt Aktivitäten, aber das sieht eher aus als ob da jemand nur aus Langeweile aktiv ist.

    Ich kann das zwar nicht wirklich einschätzen, aber gefühlt ist Mate am ende seiner Lebenszeit.

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  2. Total verstaendlich und es ist so wie ueberall.
    Die Alten wollen nicht mehr, die haben lange genug gekaempft
    und wirklich gute Nachfolger findet man immer weniger.
    Das betrifft in der Wirtschaft die Firmen, wie auch in der IT.
    Fuer mich ist das ein absolutes gesellschaftliches Problem.
    Mir als alten Linuxer tut sowas echt in der Seele weh, denn es betrifft nicht nur ubuntu.

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    1. Leider ist es so. Und wenn sich doch mal jemand findet dann meist nur für kurze Zeit. Die Luft ist leider schnell raus bei den Jungen. Als langjähriger MATE-User (LinuxMint) werde ich ihn sehr vermissen. 😥 Er war viele Jahre ein treuer Begleiter der mich nie im Stich gelassen hat. Schnell, stabil, zuverlässig, halt einfach gut. 👍

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