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Zabbix 7.0 unter neuer Lizenz veröffentlicht

Die verteilte Open-Source Monitoring-Suite Zabbix ist in neuer Hauptversion 7.0 erschienen. Zabbix dient der Überwachung von Netzwerken, Servern, virtuellen Maschinen und Cloud-Diensten. Eine wichtige Änderung bei der neuen Hauptversion ist der Wechsel der Lizenz von GPL v2 zu AGPL v3.

Weiterhin Copyleft

AGPLv3 unterscheidet sich primär dadurch, dass die Benutzer verpflichtet sind, Softwareänderungen auch weiterzugeben, wenn diese Änderungen über ein Netzwerk verwendet werden. Diese Änderung zielt darauf ab, das Urheberrecht besser zu schützen und sicherzustellen, dass Software frei und quelloffen bleibt. Damit soll der um sich greifenden Unsitte Einhalt geboten werden, dass große Cloud-Anbieter mit Open-Source-Datenbanken viel Geld verdienen, ohne sich an deren Entwicklung zu beteiligen.

In der letzten Zeit hatten einige Datenbankanbieter aus diesem Grund die Lizenz gewechselt. Die betreffenden Projekte waren dabei oft hinterher nicht mehr Open Source. Redis und MongoDB waren nur die beiden letzten Fälle dieser Art. Zabbix bleibt mit der Wahl der AGPL im Gegensatz zu den Genannten weiterhin frei zugänglich und Open Source.

Erweitertes Monitoring

Neben Verbesserungen bei der Benutzerfreundlichkeit und der Schnittstellen bietet Zabbix 7.0 auch erweiterte Überwachungsmöglichkeiten. So unterstützt die Software jetzt zusätzliche HTTP-Antwortcodes (202, 203 und 204), was eine bessere Integration mit Webdiensten ermöglicht. Verbesserungen beim Proxy-Lastausgleich und bei Hochverfügbarkeitskonfigurationen verbessern zudem die Robustheit der Überwachung in verteilten Umgebungen, wo nicht alle Zabbix-Komponenten zwangsweise auf der gleichen Maschine laufen.

Neue Templates

Bei den Templates ist Nextcloud hinzugekommen, die Templates für AWS, Azure und GCP wurden überarbeitet. PostgreSQL wird jetzt inklusive v16 unterstützt, bei MariaDB reicht der Support bis zu v11.1. Die Unterstützung für TimescaleDB v1 wurde entfernt. Bei der Sicherheit wurde Multi-Faktor-Authentifizierung nachgerüstet. Die Release Notes verzeichnen alle Änderungen zur neuen Hauptversion. Die Software steht im Downloadbereich der Webseite zum Herunterladen bereit.

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15 Kommentare

  1. Zabbix ist für mich mit abstand das beste Monitoringtool auf dem Markt. Nutze es seit ~2008 ..

    @ArUmNIaX: einfach ist immer eine definitionssache, ich finde es um einiges einfacher und meine Azubis die sich noch nie vorher mit Monitoringsysteme auseinander gesetzt haben, haben diverse getestet und fanden schlussendlich Zabbix am besten

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    1. Danke ^^

      Einfach nach der Definition an Investition an Zeit.

      Einarbeitung
      Einrichtung von Clustern
      Einrichtung von Proxys
      Einrichtung von Checks
      Einrichtung von Custom-Checks (wenn möglich)
      Wartung/Pflege

      Ein Grafana-Dashboard ist semi schnell einzurichten wenn man es von scratch macht. Zabbix scheint dies besser zu machen.

      Ebenso wenn ich für Checks lange irgendwelche Regeln, Rollen, Host-Gruppen usw. definieren muss auf einem mühseligen weg. Kostet das Zeit und nach dieser Definition nicht einfach. ^^

      Kurz, ein Monitoring-System was sich an einer “install.php” einer Nextcloud messen muss 😀

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      1. Da zabbix ein sehr breites spektrum anbietet kann man da entsprechend viel konfigurieren, ist halt auch für Enterprise gemacht und nicht für zu Hause.. es gibt also eine Lernkurve die zu bewerkstelligen ist.

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        1. Oh das leugne ich nicht.

          Es ist jedoch ein unterschied wenn eine klar strukturierte Dokumentation mit guten Beispielen und logischen json-Files (als Beispiel) und Richtlinien existiert um etwas zu lernen.

          Oder ein kruder Haufen an Versions-Differenzen und nichts so richtig OutOfTheBox läuft. ^^

          Dann ist man schnell extrem frustriert und die Bereitschaft sich der Lernkurve zu stellen schwindet.

          So geht es mir zumindest immer.

          Ich sage nur OpenXChange in SelfHosted.

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          1. 🙂 alles gut. Hab mir das Docker Dingens mal ueberflogen. Naja, koennte man besser machen, sodas man alles notwendige mit einem mal erstellt und nicht solches Frickelzeugs. Sowas muss einfach und unkompliziert gehen.

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              1. Naja, so wie das Andere eben machen z.b. eine compose File (zum bearbeiten) und dann wird ein stack (alle erforderlichen container) erstellt und alles. Anmelden gut ist, nur noch alles dann normal konfigurieren.
                Das du must den docker und den etc. erstellen ist einfach nur nervig

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  2. Uh, nice!

    Kannte ich noch gar nicht 😀

    Sieht mir auf den ersten Blick wesentlich einfacher in der Einrichtung und Verwaltung als Icinga2 und Co aus. Oder Täusche ich mich?

    Passend dazu ne Frage, falls Zabbix nicht in die diese Kategorie von einfach fällt. Kennt jemand gute Alternativen zu Icinga+Grafana?

    Ich für mein Teil empfinde die beiden Systeme als extrem kompliziert.

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