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Debian diskutiert über systemd-boot

Debian-Entwickler Luca Boccassi hat auf der Mailing-Liste auf seinen Merge-Request hingewiesen, der initialen Code für die Integration von systemd-boot zur Diskussion stellt. systemd-boot stellt für UEFI-Systeme eine Alternative zum Bootloader GRUB dar, der als Standard mit Debian und vielen anderen Distributionen ausgeliefert wird. systemd-boot entstand aus dem bei Red Hat von Kay Sievers und Harald Hoyer entwickelten Gummiboot-Projekt, das 2015 mit systemd zusammengeführt wurde.

Im Expertenmodus

Luca Boccassi möchte systemd-boot zunächst in den Expertenmodus des Debian-Installers (DI) einfügen. Zumindest bis es eine Möglichkeit gibt, den Bootloader für Secure Boot zu signieren, soll er hinter der Expertenschranke verbleiben. Danach könnte systemd-boot auch im Standardmodus angeboten werden, wobei GRUB weiterhin Standard bleibt und automatisch ausgewählt ist.

Bisher keine Bedenken

In der Diskussion auf der Mailing-Liste gibt es keine generellen Bedenken gegen systemd-boot im DI. Derzeit wartet das Paket in der NEW-Queue, muss also zunächst auf Legalität bezüglich Copyright und Lizenzen überprüft werden. Danach wird es in Unstable hochgeladen und könnte nächstes Jahr mit Debian 13 »Trixie« ausgeliefert werden.

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41 Kommentare

  1. systemd-boot basiert ja auf den Bootloader “Gummiboot”, den es seit ca 2010 und in den unterschiedlichsten Forks gibt.
    Evtl. kann man den verwenden, ohne das der systemd ruft.
    Also als das als was er mal gebaut wurde. 😉

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  2. Gab es da nicht Probleme, wenn man den Nvidia Treiber und Secure Boot verwenden wollte? Ich befürchte halt, dass es schnell komplex wird, wenn man eine ungewöhnliche Kombination einsetzen möchte. Für Grub gibt es an vielen Stellen Hilfe aber für das Gummiboot? Das würde Debian nicht gerade zu einem Ruf verhelfen eine unproblematische Distribution zu sein, mit der jeder zurecht kommt!

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          1. Ich bin schon vor längerer Zeit auf meinem Sid mit systemd-boot am Start.
            Funktioniert tadellos, macht was es soll.
            Aber es gibt ja immer auch Leute, die sich vor allem Neuen sträuben…
            was man nicht kennt, kann ja nix sein, hatten wir früher schließlich auch nicht…

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              1. Das Untermenü dafür fehlt mir in Arch auch. Hab’s gelöst indem ich stattdessen drei Snapshots rolliere. Hauptsnapshot “Testing”, darunter “Stable” und darunter “OlsStable”. Testing ist immer aktuell und OldStable fliegt beim Upgrade raus. Das hatte ich mir von unicks.eu abgeschaut. Danke 🙂 Läuft für mich prima;- aber mit Untermenü für die Snapper Snapshots währe die erste Wahl.

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      1. Man kann es halt nicht wirklich wählen (ausser beim Kauf), wenn der PC nun mal EFI hat, dann hat er es. Ich hab bislang mit rEFInd ganz gute Erfahrungen als Boot Manager mit EFI gemacht, braucht aber “Handarbeit” wird bisher von keiner Distribution Native unterstützt – macht aber nichts. Ich konnte bisher aller Distros auf “Ohne Bootmanager” installieren (Das will man ja beispielsweise auch, wenn man zwei Linux nebeneinander installiert und schon GRUB hat), und dann muss man das halt manuell machen.

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            1. Naja das glaube ich beim Thinkpad eher nicht.
              Dazu wird es viel zu viel von Firmen genutzt, da es von der Qualitaet einfach nicht zu toppen ist.
              Ich nutze seit 1998 durchweg nur Thinkpads in der Firma und hatte noch nie Probleme.

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                1. Kommt darauf an in welcher Brance man ist. Also bei meiner (Softwareentwicklung) keinne ich jetzt niemanden mit dem ich zu tun habe, der nicht Thinkpad faehrt. Aber das kommt auch sicher drauf an wo man her kommt, bei mir kommen die meisten aus dem Konzernbereich.
                  Dell ist so normal auch viel vertreten, stimmt.

                  Ich habe jetzt seit Jahren ein P50 und haben auch schon na etwas vergleichbarem gesucht, allerdings habe ich nichts gefunden.

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                  1. Ich habe in mehreren Firmen in der Softwareentwicklung gearbeitet und tue es noch immer. Und ich habe auch diverse Freunde, die in der Softwareentwicklung arbeiten. Leute die ein Thinkpad gestellt bekommen, sind in der Minderzahl.

                    wenn du neue laptops suchst, ich kann aus persönlicher Erfahrung Tuxedo und Nova Custom empfehlen (letztere bezahlen sogar Entwickler für Treiberentwicklung, damit Laptops Qubes-zertifiziert werden können).

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                    1. Tuxedo ist gut das stimmt wohl, allerding keines der Tuxedo Modelle hat bis dato meinem P50 entsprochen so das ich eins kaufen wuerde.
                      Und ja meine MA’s bekommen auch nur Thinkpad’s. 😉
                      Es ist eben eine sehr subjektive Sache.

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  3. oohrrrr nee bitte nicht. Kann man solches Zeugs nich ubuntu oder so ueberlassen und Debian sauber.
    Aber gut er ist ja nicht so alt, da ist nichts anderes zu erwarten.

    Ich hoffe mal, das es noch genug weise gibt die dem entgegenhalten.

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      1. Naja 1. lilo ist ja nicht abgeloesst es gibt es ja immer noch auch bei verschiedenen Distributionen. das ist eben Linux.

        Grub war ja auch nicht so etwas einschneidendes und Krakenhaftes wie systemd und damit auch alles was damit zusammenhaengt.
        Es widerspricht auch dem Linuxprinzip.

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        1. > Es widerspricht auch dem Linuxprinzip.

          That’s like, your opinion, man.

          Dieses Linuxprinzip das du da propagierst, das gibt es so gar nicht. Ich bin hinreichend froh, dass OpenSource ein grosses Ökosystem ist, wo jeder sein eigenes Süppchen kochen kann.

          Und bitte, nenn mir doch mal, wo lilo noch nennenswert in Distributionen verbaut ist, wo nicth grub mindestens genauso first-class citizen ist?

          Und eigentlich müsste dir dann auch systemd-boot gefallen, das ist viel weniger code als grub.

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          1. Naja aber es hat einen entscheidenden Fehler, es ist systemd und die Krake tu ich mir nicht rein.
            Was bitte ist eine nennenswerte Distribution? Gibt’s das ueberhaupt? Jede Distribution hat seine Berechtigung.
            Und mal so OpenSource ist nicht Linux.

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            1. > Naja aber es hat einen entscheidenden Fehler, es ist systemd und die Krake tu ich mir nicht rein.

              Dann operiers halt raus. Achja, selbst was arbeiten. Uh, Arbeit, ne, lieber krakeleen ^^

              > Was bitte ist eine nennenswerte Distribution? Gibt’s das ueberhaupt? Jede Distribution hat seine Berechtigung.

              Ja, Debian, Ubuntu, Gentoo, Arch, Fedora, Devuan, NixOS. Selbst bei Slackware gibts Grub. 😀

              > Und mal so OpenSource ist nicht Linux.

              Nö, aber Linux ist OpenSource. Genauso wie Debian, Devuan, FreeBSD, Grub oder minix3 oder systemd. Was soll der Satz?

              Der Linux Kernel hat keine eigene konkrete Designphilosophie, ausser Bugs müssen gefixt werden und es gibt nur wenige Stabilitätskriterien. Ansonsten kannst du mir sicher das Architekturdokument oder die Guidelines verlinken.

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              1. Der Linux-Kernel basiert auf einer monolithischen Architekture, bei der alle Komponenten eng miteinander verbunden sind und als einzelner Prozess ausgeführt werden. Dabei teilt sich der Kernel den gesamten Systemspeicher und fuert zur schnellen Kommunikation zwischen den Komponenten. (befinden sich alle im selben Adressraum.) Dazu gehoeren auch Module und Subsysteme. Aber das jetzt auszufuehren waere unendlich.

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                1. Das ist eine defakto-Aussage. Das ist deswegen nicht automatisch eine design philosophie, sonst gäbe es a) keine kernelmodule (die bis zu einem inkernel-tls-http-service reichen, oder cifs) und b) auch kein ebpf-program-loading.

                  das auszuführen wäre unendlich, sagt aber rein gar nix darüber aus, ob systemd jetzt zu linux passt oder nicht.

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                  1. Ich habe auch nicht gesagt es passt nicht zu linux.
                    Aber als init system hat es auch nur die Aufgabe eines init systems und nicht ueberall drin rum zu hantieren. Und genau das Passt eben nicht wirklich zu linux.

                    Und was im Kernel passiert, und welche Philosophie dahinter steckt etc. das allein bestimmt Linus und kein Anderer. Er hat das letzte Wort dabei.
                    Ohne ihn gaebe es linux schon lange nicht mehr, wenn er nicht staendig den Kampf gegen Uebernahmen gefuehrt haette und fuehrt etc.

                    Mir grauts davor, wenn Linus das nicht mehr machen sollte, das waere dann das Ende, weil die nachkommenden es bedenkenlos verscherbeln wuerden.

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                    1. Wenn das ebenso geht, dann nutze ich dlieber das original, gummiboot, oder tummiboot und wie sie alle heissen. 😉

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