Proxmox, ein führender Anbieter von Open-Source-Lösungen für Enterprise-IT, feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Seit 2005 entwickelt das Unternehmen sichere, skalierbare und benutzerfreundliche Open-Source-Software für Unternehmen, die auch im privaten Bereich viel Anklang finden.
Neue Maßstäbe
Mit dem Start von Proxmox Mail Gateway und später Proxmox Virtual Environment – der ersten Plattform, die Container-Virtualisierung und den KVM-Hypervisor auf einer einzigen Oberfläche vereinte – setzte Proxmox früh neue Maßstäbe im Bereich Innovation und Software-Ergonomie. Mit integrierten Technologien wie ZFS und Ceph können Unternehmen auf teure Speicherlösungen wie Fibre Channel oder iSCSI-SANs verzichten und Kosten sparen. Heute gilt Proxmox VE, das Kernprodukt des Unternehmens, als die Open-Source-Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen wie VMware von Broadcom.
Für Privatanwender kostenlos
Zu den Meilensteinen zählen auch die Einführung eines Abo-basierten Supportmodells (seit 2013), der Start der auf Rust entwickelten Platform Proxmox Backup Server (2020), die Entwicklung eines neuen, auf Yew-basierenden GUI-Frameworks, und die Alpha-Veröffentlichung des neuesten Produkts Proxmox Datacenter Manager (2024), das die Verwaltung mehrerer Cluster deutlich vereinfacht.
Aktive Community
Mit über 200.000 aktiven Community-Mitgliedern und über 1,5 Millionen weltweit verwalteten Hosts wächst das Proxmox-Ökosystem kontinuierlich. Die quelloffenen Lösungen von Proxmox helfen Unternehmen, Vendor-Lock-ins zu vermeiden und IT-Kosten signifikant zu senken – rund 95 Prozent aller VMware-Set-ups lassen sich problemlos auf Proxmox VE migrieren.
Wir wünschen Proxmox viel Erfolg für die nächsten 20 Jahre!

Ich finde proxmox auch großartig.
Mir persönlich fehlen nur noch 2 oder 3 funktionen:
Eine Übersicht im GUI über eigene (Backup)Scripte, deren Rückgabewert/Letzte Ausführung und ggf. Option des Logdownloads. Nicht für jedes Backupkonzept ist der PBS geeignet.
Und natürlich docker-support. Das ist leider eine immer mehr um sich greifende Unsitte, Software ausschließlich mit docker-support bzw. als docker zu veröffentlichen. Und dann funktionieren die teilweise nur, wenn sie Zugriff auf den docker-socket erhalten und somit root auf dem host sind. Das wäre für mich ein absolutes Argument gegen docker nativ auf sem Host laufen zu lassen.
Leider kommt man da immer seltener drum herum. Ja, ich könnte einen Manager (z.B. Portainer) in einer VM installieren… Aber hm. Wieder mehr Abstraktionsschichten, die bei Backups berücksichtigt werden müssen. Eine irgendwie geartete DB als docker bekommt man mit einem zfs snapshot nicht konsistent gesichert. Also muss dafür die Backuproutine der DB selbst angestoßen werden oder die DBs vorher heruntergefahren werden, damit alles auf dem zfs ist…
Bei der LXC/VM Backups wird, AFAIK auch eine memory-dump mit geschrieben, womit die DB konsistent bleibt.
Genau wegen Docker bin ich von Proxmox zu Unraid gewechselt. Ich entscheide dann eher pragmatisch, auch wenn Unraid nicht gänzlich frei ist und Geld kostet.
Ja, hatte ich auch schon drüber nachgedacht. Oder unraid als VM in Proxmox (womit wir wieder bei den Abstraktionsschichten wären)…
Würde sich ja dann fast schon wieder TrueNAS anbieten, wenn 99% des Usecases NAS-Funktion und docker-Player sind. Ehrlicherweise nutze ich nahezu 0 VMs, außer HA. Der alte i3 8100 (aber mit ECC!11) hat eh nicht genug Power, um irgendwelche größeren VMs abspielen zu können. Für den Rest tut es docker (Nextcloud, paperless, Homeassistant (ok, hier bietet die VM etwas mehr Funktionalität, vor allem wenn man BT und ggf. Zigbee-Sticks nutzen wolte)).
Ich habe einfach eine (bzw zwei – web-facing und local) VMs, in denen ich meine Docker-Stacks manuell per simplem CLI docker compose betreibe.
In der Firma nutze ich auch einen Proxmox-Cluster, hier in Kombination mit Portainer. Bei DB-Backups bin ich sowieso kein Fan von irgendwelchen VM-Sicherungen. Ausserhalb der Kunden-Öffnungszeiten ein pg_dumpall, dazu ggf noch WAL-Archiving. Wäre natürlich nicht unbedingt was, für einen 24/7 Dienst ^^
Von dem her: ich verstehe, was du meinst – eine Integration ähnlich LXC/VMs wäre prinzipiell auf jeden Fall schön. Wie du schon schreibst aber nicht völlig unproblematisch. Rootless Docker/Podman ist leider auch nicht für alles eine Lösung. Von dem her kommt man um eine VM im Zweifel sowieso nicht rum.
Wie ist das denn bei Unraid gelöst? Oder akzeptiert man da einfach die “root-Problematik”?
Joa, so ähnlich habe ich es jetzt auch. Dann brauchst du ja wahrscheinlich eine dedizierte VM für die Durchführung/Speicherung der Backups, oder?
Schade finde ich auch, dass man in Proxmox so überhaupt nicht auf zfs snapshots für lokale Backups und zfs send/receive für die Übertragung nach remote setzt (außer vielleicht beim PBS?). Immer nur Archivdateien mit epischer größe, nix inkrementelles möglich…
Danke, dass es mal jemand sagt! Die ZFS Features werden von Proxmox behandelt, wie das ungeliebte Stiefkind. Nicht mal einen vernünftigen Health-Status auf dem Dashboard gibt es, willst du wissen, wie es deinem ZFS wirklich geht: CLI.
Proxmox ist wirklich genial, auf die nächsten 20 Jahre! 🙂
Ich mag ihnen den Erfolg sehr gönnen, hoffe einfach das er sie nicht verdirbt. So wie es bei VMware, HP, IBM, Oracle und vielen anderen leider der Fall war. ☹️ In diesem Sinne: Happy birthday und bleibt so wie ihr seit! 😎
Seit Jahren sind wir jetzt mehr als nur sehr zufriedener Proxmox-Kunde. Der Community-Support ist wirklich hervorragend, und auch bei den kniffligen Sachen hat sich bisher immer schnell ein Proxmox-Angestellter eingemischt.
Ich freue mich schon sehr auf Proxmox 9 mit Debian 13. 👍
Danke an das Proxmox-Team! Die Erlösung von VMWare war lange überfällig für viele Firmen, meine Arbeitgeber eingeschlossen.
Wenn jetzt noch eine “Freigabe” von DATEV und eine Zertifizierung von SAP folgt, kann das nur ein Erfolg werden.
Wobei DATEV kein wirkliches Problem darstellt, hatte neulich einen Supportfall dort:
Wir: Schauen in meinen Webbrowser auf die VM
Supporter: “Was ist denn das für ein Server?”
Stefan *ganz stolz*: “Das ist Proxmox, wenn sie es ganz genau wissen wollen PVE03”
Supporter: “Habe ich schon mal gehört, ist aber nicht von uns freigegeben.”
Stefan: “Wenn DATEV mal mehr Zeit investieren würde, ihre schlampige Programmierung zu verbessern, statt alle Fehler auf den Kunden zu schieben, wäre uns allen geholfen. Wenn die Software nicht korrekt funktioniert, ist der Hypervisor schuld. Na auf die technische Erklärung bin ich mal gespannt.”
Supporter: *Räusper* *tut Supporter-Sachen* *löst mein Problem*
Es geht, zumindest bei DATEV, auch auf nicht freigegebenen Systemen 😛
Davon habe ich auch noch nie gehört wieso Datev mit Proxmox nicht funktionieren sollte.
Darüber haben wir gar nicht nachgedacht seinerzeit, das wurde einfach gemacht. 😎
Das Gleiche ist es mit SAP: KVM unterstützt (Oracle, RHEL, SUSE), aber wehe man nutzt Proxmox. Das ist kein anderer KVM. Einfach Zertifizierungskram, den keiner versteht…
Die Proxmox Server Solutions GmbH ist als Firma noch zu klein als das sich ein Riese wie SAP dafür interessieren würde. Mit SUSE gibt es wenigstens einen europäischen Anbieter, den der europäische Anbieter SAP unterstützt.