Flathub-Webseite

Quelle: NeONBRAND auf Unsplash

 

Vor einem halben Jahr haben wir die Flathub-Webseite als zentrale Stelle zum Sammeln von Flatpaks verschiedener Herkunft vorgestellt. Flatpak ist ein Paketformat ähnlich wie Snap bei Ubuntu, das sich unter allen Distributionen installieren lässt. Flathub dient dabei sozusagen als Flatpak-App-Store. Allerdings ließ im September das Design der Seite noch sehr zu wünschen übrig. Das hat sich nun mit einem durchgehehenden Neudesign grundlegend geändert.

Neue Flathub-Webseite

Das Suchen und Stöbern, das Installieren oder das Hochladen eigener Flatpaks ist dank des neuen übersichtlichen Designs wesentlich intuitiver und einfacher geworden. Eine Leiste am linken Rand der Seite unterteilt den Bestand an Apps in Kategorien. Zuoberst lädt eine Unterteilung in die Sparten Popular, New & Updated, Editor’s Choice und Editor’s Choice Games zum Entdecken ein.

1-Klick-Installation

Darunter lädt eine Einteilung in zehn Kategorien zum gezielteren Suchen ein. Soll festgestellt werden, ob sich eine bestimmte Anwendung bereits im Flatpak-Format im Shop findet, steht oben rechts das Suchfeld zur Verfügung. Ist eine interessante App ausgemacht, so führt ein Klick darauf zu einer ausführlichen Beschreibung des Objekts der Begierde. Ein Install-Button lädt dann zur 1-Klick-Installation ein.

Als Voraussetzung, damit das gelingt,  muss die Flatpak-Software auf dem Rechner installiert sein. Diese ist zumindest bei Fedora, Arch, Mageia und OpenSUSE bereits vorinstalliert. Bei Debian und Ubuntu muss noch ein wenig nachgeholfen werden. Bei Debian reicht ein beherztes apt install flatpak aus. Unter Ubuntu lautet der Befehl apt install flatpak gnome-software-plugin-flatpak. Dabei wird auch gleich Unterstützung für Flatpak in der Anwendung Gnome-Software installiert. In beiden Fällen muss Flathub dem System als Quell-Repository bekannt gemacht werden. Dafür sorgt der Befehl
flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo

Unter Ubuntu 17.10 funktioniert die Installation per Klick von der Flathub-Webseite nicht, hier kann die Anwendung GNOME-Software oder die Kommandozeile benutzt werden. So installiert etwa als User der Befehl

flatpak install com.spotify.Client.flatpakref

den Spotify-Client. Selbst erstellte Flatpaks können ebenfalls recht einfach auf Flathub hochgeladen werden. Hinter dem Button Publish findet sich eine ausführliche Anleitung. Nähere Informationen zum Flatpak-Paketformat bietet dieser Artikel.

Verwandte Themen

Ubuntu Snaps – das Sandbox-Modell
views 239
Bild: Sandbox | Quelle: Simon Law Lizenz: CC BY-SA 2.0     Canonical hat mit Ubuntu Snaps ein Paketformat entwickelt, das seine Vo...
Flatpak strebt Version 1.0 an
views 31
Quelle: NeONBRAND auf Unsplash Das im Umfeld von Fedora und GNOME entwickelte alternative Paketsystem Flatpak strebt die Version Flatpak 1.0 an, d...
Ubuntus Snap-Store kompromittiert
views 143
Ubuntu Snap Store | Screenshot: ft   Der Ubuntu-Snap-Store war in letzter Zeit von Malware befallen. Einzelne Snaps waren mit Crypto-Minin...
Ubuntu 18.04 LTS soll Snaps bringen
views 203
Screenshot: ft Wenn es nach dem Willen von Ubuntu-Entwickler Steve Langasek geht, soll Ubuntu 18.04 LTS »Bionic Beaver« als erste Ubuntu-Version n...
Multimedia-Framework PipeWire auf gutem Weg
views 42
Bild: Fedora   Fedora 27 lieferte erstmals das neue Multimedia-Framework PipeWire aus. Die Anwendung soll für Audio und Video das leisten,...

Beitrag kommentieren

Alle Kommentare