KaOS 2019.10
Bild: “From Chaos to Order” von Sebastian Wiertz | Lizenz: CC BY 2.0

Die Entwickler der Distribution KaOS haben die neueste Version KaOS 2019.10 freigegeben. KaOS ist eine unabhängige und von Grund auf entwickelte Distribution, die nach dem Rolling-Release-Prinzip funktioniert und das Paketmanagement von Arch Linux benutzt. Das bestimmende Element ist aber die Hinwendung zur Software des KDE-Projekts. KaOS hat sich auf die Fahnen geschrieben, hier jeweils die aktuellsten Plasma-Versionen anzubieten.

Aktuelle Pakete

Die neue Version KaOS 2019.10 bietet somit neben Kernel 5.3.8, Systemd 243, GCC 9 und Mesa 19.2.2 auch Plasma 5.17.2, begleitet von KDE Applications 19.08.2 und KDE Frameworks 5.63.0. KaOS 2019.10 ist vermutlich auch die erste Distribution, die die Unterstützung von Python 2 völlig eingestellt hat und keine entsprechenden Pakete mehr ausliefert.

Installiert wird KaOS 2019.10 wie gehabt mit Calamares, hier in aktueller Version 3.2.14. Als Standard-Webbrowser wird Falkon ausgeliefert, LibreOffice ist in Version 6.3.3.2 an Bord.

Mit Einschränkungen

KaOS richtet sich an eingefleischte KDE-Fans, denn bei aller Sorgfalt bei der Entwicklung und der stets gebotenen Aktualität ist es mit einigen Einschränkungen behaftet. Ist die Beschränkung auf die 64-Bit-Plattform für die allermeisten Anwender heutzutage zu verschmerzen, so ist es der eingeschränkte Paketumfang für viele eher nicht.

Der Umfang der Repositorien schwankt zwischen 2.500 und 3.00 Paketen. Im Vergleich mit den rund 30.000 Paketen bei Debian ist das wenig. Aber wenn man als kleines Team eine Distribution sorgfältig herausgeben will, ergibt das Vorgehen Sinn. Bei KaOS werden alle Pakete jeweils neu gebaut, denn es fehlt ja eine Basis, die diese zur Verfügung stellen würde.

Klein, aber fein

KaOS läuft bei mir seit Jahren nebenher als Distribution, um neue Plasma-Versionen zu testen und hat sich über die Zeit als äußerst stabil und zuverlässig erwiesen. Das Ziel der Entwickler heißt Qualität, nicht Quantität. KaOS will nicht die größte Distribution werden, sondern attraktiv für enthusiastische KDE-Anwender bleiben. Für mich ist KaOS eindeutig die beste und aktuellste KDE-Distribution.

KaOS 2019.10 mit Plasma 5.17.2 erschienen

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Alle Kommentare
  • Snouty

    03.11.2019, 13:03 Uhr

    Manjaro scheint näher u. aktueller an KDE Plasma als KaOS zu sein. Zudem bietet Manjaro auch wie KDENeon die Möglichkeit, KDE Plasma u. KDE Framworks in Dev. bzw. unstable Zweig zu testen. Auch scheint KaOS nicht auf die neuste qt wie Manjaro zu setzen. Neben Manjaro, KDENeon oder generell Arch, scheint KaOS für KDE Fans nicht die aktuellste Disto zu sein.

    • Ferdinand Thommes

      03.11.2019, 13:19 Uhr

      Was Plasma angeht, bietet KaOS Version 5.17.2, was Neueres gibts nicht. Qt steht bei 5.13.1, auch das top-aktuell. Von daher verstehe ich Deine Einwände nicht.

  • Snouty

    03.11.2019, 15:22 Uhr

    Die Pakete von den neuen Plasma Builds sind nicht sofort nach der Veröffentlichung in KaOS verfügbar. Dauert meist einige Tage bist das Team von KaOS die Pakete aktualisiert.
    Neben KDENeon, woran Plasma direkt entwickelt u. getestet wird, ist man somit am schnellsten u. ohne Verspätung auf den neusten Plasma Builds. Dies ist nach meiner Erfahrung auch mit Manjaro unter den testing Zweig der Fall.
    Oder man greift direkt zu den Manjao Dev. ISOs u. testet bereits kommende Funktionen mit Plasma 5.18 unter Framework 5.76.
    https://osdn.net/projects/manjaro-community/storage/kde-dev/18.1.1/
    Das selbe ist natürlich mit der testing.ISO auch unter KDEneon möglich.
    https://neon.kde.org/download
    Was KDE Fans betrifft, die die neusten Futures vorab testen wollen, bietet da bisher nur Manjaro u. KDEneon mit fertigen Live ISOs u. ggf. der Installation mit Calamares die Möglichkeiten, neuste Funktionen zu testen.

    Ich muss nochmal

    • Ferdinand Thommes

      03.11.2019, 19:06 Uhr

      Mir ging es eher um veröffentlichte Versionen, mit denen man auch produktiv arbeiten kann.

  • tuxnix

    03.11.2019, 19:45 Uhr

    Wie ist das eigentlich bei Manjaro. Mal abgesehen vom Linux-Kernel und den Manjaro-Tools, kopieren die nicht einfach 98% der kompilierten Pakete von Arch Linux? Weiß da jemand genaueres. So wie ich das sehe, kommen die Arch Pakete mit 10-14 Tage Verspätung (Ausnahme Sicherheitsupdates) dann einfach bei Manjaro an.
    Bei KaOS ist das anders. Hier kompiliert und pflegt man/frau alles selbst.
    Auch hat KaOs ein eigenes AUR Repositorum, das auf den Namen KCP hört.
    K(a)OS macht einfach einen sehr schönen und aufgeräumten Eindruck.

  • fossonly

    04.11.2019, 02:02 Uhr

    Immer die neueste Software zu nutzen, ist ein potentiell recht hohes Sicherheitsrisiko. Denn streng genommen sind in aller Regel kaum neu aufkommende Funktionen dabei, die so unverzichtbar sind, dass um jeden Preis die neueste Software da sein muss. Viel wichtiger sind Reife, Stabilität und zügige Sicherheitsupdates. Und letzteres werden bekanntermaßen auf alle Versionen rückportiert. Zu einem soliden System gehört weit mehr, als ähnlich zu Arch immer nur das neueste rein zu buttern. Darum Debian.

  • Snouty

    05.11.2019, 00:21 Uhr

    @ tuxnix
    Manjaro arbeitet momentan an den Paketmanager Pamac und Pamac QT sowie dessen Unterstützung an Flatpak u. Snap die man per Plugin in Pamac installieren u. verwalten kann. Der Pamac Anwender hat dann ein Paketmanager der neben den manjaro Paketen auch auf AUR, Flatpak oder Snap zugreifen kann.
    Bauh ist ein weiteres Programm der Manjaro Community für die Verwaltung von Snap, Flatpak u. AUR unter manjaro.
    Die grafische Linux Kernel Verwaltung, das Hardware Treiber Menü wird wahrscheinlich auch manjaro spezifisch sein.

  • tuxnix

    05.11.2019, 14:05 Uhr

    @Snouty
    Sag ich doch!
    Manjaro hat seine Tools, kopiert aber seine Paketbasis fast vollständig von Arch Linux.
    Dass Manjaro ein AUR-Hilfsprogram als GUI-Klickprogram standardmäßig vorinstalliert, sehe ich als äußerst gefählich an. Leute die keine drei Zeilen auf der Konsole eingeben wollen, können wohl auch kaum beurteilen ob ein AUR-Paket gefährlich ist oder nicht. Das AUR ist aber nicht vor Manipulationen geschützt.
    Wer die PKGBUILDs nicht prüft ist selbst daran schuld wenn ein ‘rm -Rf ~/Dokumente’ ausgeführt wird.
    Ob das dem Manjaro Nutzer bewusst ist?
    https://wiki.archlinux.de/title/AUR_Sicherheitshinweise

  • Snouty

    05.11.2019, 23:06 Uhr

    @ tuxnix
    AUR muss erst unter Pamac per Mausklick aktiviert werden. Er scheint darauf eine Warnhinweis über die Anwendung und Gefahr von AUR.
    Manjaro hat genauso wie Ubuntu, Linux Mint, Solus, KaOS, openSuse, MX Linux usw. seine eigene Tools, wie die gefühlten weitere 1000 Linux Distros auch, die entweder auf Debian, Red Hat, Arch oder Slackware basieren.
    Manjaro ist jedoch einige der wenigen Einsteiger/ Windows Umsteiger Distros unter Arch für Personen die sich nicht mit der Konsole beschäftigen wollen oder können.
    Zumal die Arch Derivate sowieso nicht so vielfältig sind wie die von Debian, Ubuntu oder Red Hat.

  • ~sumpfsuppe

    06.11.2019, 08:48 Uhr

    “Die Idee hinter KaOS ist es, einen eng integrierten und transparenten Distribution für den modernen Desktop von Grund auf neu aufgebaut, mit einem sehr spezifischen Fokus” – Puh. Bei solchen Übersetzungen (und dann auch noch auf dem Willkommensbildschirm) würd ich mir lieber den englishen Originaltext wünschen.

  • tuxnix

    06.11.2019, 12:09 Uhr

    Man sollte in der Lage sein die PKGBUILDs zu prüfen! Ansonsten ist es “für Personen die sich nicht mit der Konsole beschäftigen wollen oder können” recht gefährlich das AUR zu benutzen.
    @Snouty
    Kannst du mal nachschauen ob Pamac die PKGBUILDs überhaupt noch anzeigt?