GNOME 40 als Alpha freigegeben

GNOME 40
GNOME 40

GNOME 40 mit neuem Versionsschema und stark überarbeiteter Shell steht am 24. März zur Veröffentlichung an. Gerade haben die Entwickler eine erste Alpha-Version für frühe Tests freigegeben.

Neues Shell-Design

Die meiste Aufmerksamkeit wird dabei vermutlich die neu gestaltete Aktivitätenübersicht erfahren, die eine horizontal ausgerichtete räumliche Organisation der Übersicht sowie ein ansprechenderes Durchsuchen und Starten von Apps verspricht. In der überarbeiteten Aktivitätenübersicht der GNOME-Shell sind die Workspaces, die an virtuelle Desktops erinnern und früher vertikal an den rechten Rand gedrängt waren, nun horizontal angeordnet und werden in einer kontinuierlichen Abfolge von links nach rechts angezeigt, um schneller erreichbar zu sein. Auch der App-Grid hat eine entsprechende Überarbeitung erfahren, indem auch hier die Seiten nun horizontal anstatt vertikal ausgerichtet sind.

Viele Apps, die mit GNOME ausgeliefert werden, wie etwa der Browser GNOME Web und der Calculator haben Überarbeitungen erfahren. GNOME Maps kann besser mit OpenStreetMap URLs umgehen. GNOME-Weather erhielt ein neues Design mit einer adaptiven Benutzeroberfläche für Mobilgeräte und Desktops.

GTK 4 zieht ein

Unter der Haube zog teilweise neuer Code von GTK 4 ein. Das betrifft beispielsweise die Verwaltung der Shell-Erweiterungen, demzufolge mit GNOME 40 nur nach GTK 4 migrierte Erweiterungen funktionieren werden. Die Unterstützung für X11-Apps in Form von X-Wayland wird künftig nur noch bei Bedarf aktiviert. Des Weiteren unterstützt der Fenstermanager Mutter nun Atomic Mode-Setting und hat mit Threaded Input nun einen separaten Eingabe-Thread mit nativem Backend für Wayland.

Fedora 34

Fedora 34 wird die erste und vielleicht bis zum Oktober 2021 die einzige Distribution sein, die GNOME 40 als Standard-Desktop ausliefert, denn Canonical hat beschlossen, Ubuntu 21.04 mit dem Vorgänger GNOME 3.38 zu veröffentlichen. Wer bereits jetzt einen Blick auf GNOME 40 erhaschen will, kann sich bei Fedora Rawhide bedienen. Allerdings fehlt da noch etwas die Stabilität, was sich aber ändern wird, wenn am 9. Februar Fedora 34 von Rawhide abgezweigt wird. Der Quellcode der einzelnen Komponenten liegt auf der Download-Seite des Projekts, einen Buildstram-Snapshot gibt es im Direkt-Download.

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